Freitag, 18. Oktober 2024

Eigentlich passiert nichts gerade.

Nur die Vergangenheit - wenn wir sie in uns passieren lassen

Mittwoch, 9. Oktober 2024

Nicht die Wärme einer Katze


Es war einmal ein Abend, den erlebte Marie anders als alle andere.

Er war für sie allein.

Alles war ihretwegen. Da und nicht da.


Sie schwieg weit in den Himmel.

Das Tiefblau des Abends umfing sie mit ungewöhnlich milder Herbstluft.

Und sie erinnerte sich; es war einmal, da lag eine entspannte Katze schnurrend auf ihrem Schoß. Sie waren sich nicht einmal fremd, aber kannten sich erst wenige Minuten. Die Wärme der Katze fühlte sich ungewöhnlich an. Sie legte ihre Hand auf das weiche Fell und fühlte den Herzschlag des kleinen Körpers. "Das ist echt"... murmelte sie vor sich hin... Sie begann eine Beziehung zur Realität zu entwickeln.

Svenja flüsterte "Ich gönne euch das jetzt, aber eigentlich dachte ich dass sie nur mich liebt" und lächelte etwas schief.

Marie wollte etwas erklären... aber ihr fielen keine Worte ein...

Die Katze war eher scheu gegenüber Fremden. Dass sie nun so tiefenentspannt auf Maries Schoß lag konnte sich keiner der Anwesenden erklären. Marie lächelte in sich hinein. Denn sie spürte eine Verbindung zwischen ihr und der Katze. Bereits als sie ihr das erstemal in die Augen sah begegnete sie einem Wesen dass ihr auf irgendeine Weise vertraut vorkam. Die Katze sah sie lange mit wachen Augen an ehe sie sich ihr näherte und schließlich auf ihrem Schoß Platz nahm.

Beide genossen das weiche Sofa, und das knistern des Holzes im Kamin. Die Wärme umhüllte alle in etwas geborgenes... 

Die Erinnerung endet.

Unruhe flutet Maries Körper. Sie keucht. "Schon wieder"...

Ohne eine Vorwarnung fühlt sie sich plötzlich wie auf der Flucht.

"Was ist passiert? Was ist passiert?" fragt es in ihren Gedanken.

Sie erlebt wie ihr Blickwinkel sich verengt. An den Rändern wird es dunkel, der so genannte "Tunnelblick". Sie kann nicht mehr klar denken und hat das Gefühl nicht richtig Luft zu bekommen.

Aus einem "Ich muss hier raus" Gedanke folgt ein gehetzter Impuls die Wohnung zu verlassen. Nicht ohne zu stolpern, nicht ohne Not und aufkeimende Verzweiflung.

Marie hastet auf die Straße. Beissender Geruch empfängt sie.

Sie läuft über den Marktplatz und sucht einen Weg zwischen den feiernden Menschen. Gegröle strapaziert ihr feines Gehör.

Nach endlos scheinender Flucht erreicht sie eine Wiese mit einem alten Baum. Sie ist den Tränen nahe und sucht verzweifelt die Gegend ab nach einem Raum für sich alleine...


So beginnt ein Abend der tatsächlich nur ihr allein gehören sollte.

So allein wie man nur sein kann wenn man sich für das Leben als Mensch entschieden hat.

Ein Abend der alles abfordert... und alles konfrontiert.

Ein Abend der eine Grenze betritt und schließlich überschreitet.

Ein Abend der allen Mut kostet, oder alle Freiheit.


Da die Luft kühl aber nicht kalt ist, entscheidet sie sich für eine Nachtwanderung. Genug Trinken im Gepäck und einen Apfel - das sollte genügen, mutmaßt sie kühn.

Nichts ahnend wohin sie das führen wird...

Das sie aufbrechen muss hat sie lange gewusst. Aber wer wählt schon wirklich das Datum? 

Sie wird begleitet von Sternen. 

Ihr begegnet innerer Druck, Frust, Wut... der Ekel der Schatten über das Menschsein wirft. Körper haben... Schuldfragen... Selbstzweifel...

Ängste... und was sie glaubte was wahr wäre... die große Frage nach dem Sinn... und die heitere Frage nach dem Unsinn...

Und nicht zuletzt Liebe und Tod.

Sie spürt das nichts auf dieser Welt ihre Sehnsucht zu stillen vermag.

Nie wird sie einen dieser zahllosen Sterne berühren können während sie einen Körper hat...

Das Nie scheint sie zu verschlucken und aufeinmal wird es sehr ernst in ihr. Sie frägt sich selbst ob sie dieses Leben wirklich leben möchte.

Die Antwort darauf bricht etwas auf... 

Ohne etwas zu merken ist sie durch zwei weitere Orte gelaufen und an einer Brücke angekommen. Sie hält an um sich zu orientieren.

Ja jetzt ist es wirklich Nacht. Schwärzer kann ein Himmel wohl nicht werden... 

Das Nein beschäftigt sie...

"Wenn es nicht reicht? Wenn es einfach nicht reicht? Was dann?"

Und "Ist es Flucht? Ist es wirklich Flucht? Und wer sagt das?"

Aufeinmal zuckt ein Blitz über den Himmel. Das plötzliche Licht blendet.

Für Sekunden hat die Landschaft scharfe Konturen. Kurz darauf folgt ein Donnergrollen.

Marie versteht. "Es gibt etwas das größer ist als ich. Etwas muss alles zusammen halten. Etwas weiss wann welches Blatt fällt... wann ein Kind lacht oder ein Greiser stirbt. Und nein.. es muss nicht... es tut es ganz von selbst... da ist etwas..." Marie schloss die Augen und spürte den Wind auf der Haut. "Etwas... ungreifbares... und doch ist es da. Hier, überall! Und was bin ich selbst?"

Sie sann nach... und in ihrem Geist wurde es ganz still.

"Was bin ich?... " Sie lachte kurz auf... WAS? War nicht eher die Frage WER? Ihr Alltagsbewusstsein hatte bereits seine Bahnen verlassen..

Sie begab sich in einen Bereich der nur durch Versenkungen zu erreichen ist. Fern ab vom Lärm des Denkens.

BIN. Ihre Augen leuchteten. 

Sie betrachtete ihre Hände und bewegte behutsam ihre Finger...

Ich bin, schloss es ihr ins Bewusstsein.

Und sie erfuhr aufeinmal tiefe Stille.

Ein nie gekannter Frieden breitete sich in ihrem ganzen Körper aus.
Sie war ins Jetzt gefallen.

Ein schallendes Lachen folgte.

"Frei! Ich bin ja frei" rief sie in den Himmel.

Und sie tanzte während das Gewitter weiter zog

und kalter Regen ihre Haut benetzte.

Regeln perlte über ihr Gesicht und sie tanzte sich frei.

So wild in den Armen der Natur - was diese eine Nacht nur vollbracht hatte... hier und jetzt, hier und jetzt.... das ist alles.



Sonntag, 6. Oktober 2024

ich bin sprachlos.

Es ist Nacht und das Licht ist an.

Dort wo ich überall bin.


Ich liege weich

im harten Asphalt

jener Stadt


das ich glaube

das der Übergang

vollzogen werden kann


.


Frieden... respektiert den Wunsch nach Frieden...

die Seele hat es so verdient.


jede Seele.

hat es so verdient.


Gene Keys 47, Lebenswerk 

Gene Key 47 - Gene Schlüssel (genekeys.com)


Remembering the precious gift of life

even when facing the darkest hour




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  Leben nach dem Tod Diana Markus   · 4 S t d .   · Am Ende kehrt jeder Tropfen(Seele) in den Ursprung zurück. Das universelle Gesetz, das ...