umso mehr ich mir bewusst werdedesto weniger kann ich sterben wollen.
wenn ich mir bewusst bin, vielleicht wieder um so mehr.
es ist grausam köstlich
sterben zu können, jederzeit.
das es (fast) ein Verbrechen ist
weil es alles lebende negiert
(da alle Biologie leben will, wer will da sterben?)
aber eigentlich im letzendlichen Sinne nur sich selbst meint
und sich selbst wirklich betrifft
niemand stirbt durch den eigenen Tod vollständig
oder andersrum;
der der sich stirbt ist woanders oder anders, davon kann man ausgehen
aber man selbst lebt im selben Leben weiter
auch wenn es nun ein völlig anderes ist
und man vielleicht gar nicht mehr wirklich lebt
so ist der Gestorbene der Glückliche letzendlich?
es fühlt sich manchmal so an
bis an eine Umkehr
und eigentlich bleibt ein fahles Nicht-Wissen
aber wenn es doch einen Gott gibt
muss das danach nicht gut sein?
Es muss.
Es muss lernendes Gut sein.
In meinem Verständnis.
In meinem existenziellen Kampf bleibt dann kaum ein Gedanke
daran, dass ich damit nicht völlig alleine bin
denn in dem Moment bin ich es ja
Es ist schwer emotionale Einsamkeit solange zu halten
und nicht einen "Ort" oder Gott oder ein Jenseits zu ersehnen
das all das befreit wenn es das Leben hier bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht kann.
Aber das Leben hat mir das Wunder geschenkt.
Gesegnet und verflucht - manchmal fühlt es sich so ein.
Das kostbarste entrissen, und ich weiss nicht warum und wohin.
Alle Sonne kann glühen
und ich friere.
...
Kurz-Zeit-Gast Menschen
erscheinen und fragen warum diese Todessehnsucht in mir sei...
Niemand bleibt bei mir.
Alle sehen und wissen etwas oder haben Ratschläge und Verweise.
Aber Zeit hat niemand.
...
In der Verwirrung dir mir dann mein Geist schenkt
schlittere ich geradewegs in die Sinnlosigkeit
die mich bei Nacht und Nebel raus schickt
auf die Suche
oder in den Herbstwald der schön und fremd ist
um Gott zu suchen
den ich in den Vier Wände und vielen Büchern
nicht (mehr) finde.
....
Gedanken... machen Gedanken den Tod?
Was trifft sich denn zu einer Entscheidung und führt sie aus?
Ich bin im Mehr-Blick Zuhause.
Meine einzige wirkliche Kunst.
Die Vielgestaltigkeit und den Vielblick auf ein Ding.
Ich kann etwas von vielen Perspektiven beleuchten und verstehen
inklusive den vermeintlichen eigenen Standpunkt zu lassen
oder ständig neu anzupassen.
Ich kann ein Ding/eine Situation mehrheitlich sehen
aber kaum wiedergeben weil ich dafür ja MICH bräuchte.
So verstehe ich jeden auf sein eigenes
ohne dass sich es in mir auf die weise setzt
dass daraus mein eigenes Bild ergänzt oder vervollständigt wird.
Ich schein Bildfrei zu sein oder ich weiss nicht.
Mein Eigen ist mir das fremdeste von allem.
Aber soll ich dort doch ich sein.
Das verlangt die ganze Welt.
Mir fehlt ein Spiegel.
Jemand der mich sieht bist in existenzielle Seelentiefe
die mein ganzes war und ist erleuchtet.
Zuviel verlangt?
Nein. Es gibt ihn.
Nur jetzt ist er jenseitig von hier.
Ich wuchs spiegellos auf.
In Kinderjahren war mein Gespür die Einsamkeit.
Darauf baute ich Leben auf... in der Dissoziation.
Ich wurde nie ganz.
Ich hatte keine Basis.
Alles war brüchig und durchlässig an mir.
Ich hatte Ideen, Visionen, und Vorlieben.
Es wurde selten zu einem ganzen.
Etwas das mich komplettiert... bräuchte ich für ein Leben hier.
Ich sollte Mensch werden und weiss nicht was das bedeutet und wie das geht.
Ich bin von den Menschen erschrocken.
Vielleicht weil ich Mensch sein nicht verstehe?
Oder bin ich so zart?
Und wer schützt mich?
Ich soll vertrauen und entscheiden.
Ja liebend gerne.
Ich bin aber verwirrt zuhause.
Ich vertraue falsch, impulsiv oder verwirrt...
Genauso entscheide ich auch.
Ich bin wie zersplittert im Ich.
Aber auf dieser anderen Ebene...
Seelenebene...
bin ich ganz, vollständig und klar.
Ich bin nicht ganz inkarniert.
Mir fehlt etwas...
Und ich weiss nicht ob ich will.