Ich geh durch dies Dunkel
Und breche auf
Was ich wär wenn ich mich wär
So ein Selbst
das sich kohärent erlebt
Ein Bewusstsein das nie abbricht
Sondern bleibt
In jeder Begegnung und in jedem Erleben
Innen und außen sind stimmig
Ich bin Bruchstücke
Jedes ringt um sein Leben
Bedürfnisse drängen an die Oberfläche
Manchmal alle gleichzeitig
Ich fühle mich geflutet von Drängen und Qualen
Und weiss nicht wohin mit mir
In der Außenwelt suche ich vergeblich nach Halt
Nach meinen alten Beziehungen
Nach jemandem der mich halten will und kann
Und ich erschöpfe mich daran
Ich greife nur in leere Luft
Die Menschen schweigen und sind einfach weg
Ich stehe sprachlos
In einer Welt die ich nicht verstehe
Und ich bin diese Welt auch
Meine Meinung, mein Empfinden, meine Haltung
mein Wunsch...
Ich lebe die Vielgestaltigkeit in Form und Farbe
Und ich habe die ganze Zeit das Gefühl
ich kann mich nicht ausdrücken, nicht verständlich machen
dabei mach ich mich schonungslos nackt
Seelenstripties...
Und trotzdem bin ich nicht gesehen
Ich gehe zersplittert
Alle ichs die ich bin
Was das bedeutet was nur der der es selbst erlebt
Immer wieder wird mir gewahr;
nicht lebensfähig
am Leben gescheitert
kein Selbst kein Ich
ich kann mich nicht leben
immer lebt ein Fragment von mir
und die anderen sind nicht dabei
