das leise glimmen verriet
dass zuvor ein großes feuer gebrannt haben muss.
sie hatte nicht den hauch einer ahnung.
denn alles verschwand irgendwo dort
wo sie nicht mehr wahrnehmen wollte.
sie konnte die liebenden nicht mehr sehen.
sie hatte so genug davon, von all dem was immer zu wenig war.
und einer ging sogar auf die knie für sie.
schreiend lief sie davon.
in den letzten wald, in den tiefsten fluss, vom höchsten felsen...
nur sterben. nur sterben wollte sie.
darf man denn nicht einmal das?
liebe ist gift, entschied sie.
aber damals wusste sie nicht,
dass liebe nicht gleich liebe war.
schleichendes gift zerstörte alle ihre nervenzellen,
sie konnte nicht mehr fühlen.
das gift war nicht-fühlen-wollen.
irgendwann- die jahre gingen ins land-
fand man sie, in stein gehauen.
und es sah so echt, so lebendig aus,
dass man meinen konnte sie habe erst eben
die augen aufgeschlagen.
und manchmal, wenn es begann dunkel zu werden,
konnte man meinen, eine träne zu sehen und der mond
spiegle sich darin.