Samstag, 31. Dezember 2022

in alles mit allem verbunden

 


sie lächelt von grober fahrlässigkeit

so durchgeht sie raum und zeit

und weiss 

vom wind


wenn blumen welken

scheint schon ein mond


wie agiert leben wenn man nicht reagiert

wie aktiviert sich liebe wenn man nichts sucht

und alles lässt

weil es schon immer war


hinter bleibender geduld

macht das freie ihr geleid

weil nur dort irgendwas sein kann

das atmet

Zinober

Aschgrau


Puls


Vergissmeinnicht


Hier wohnt die ganze Welt


Farben aus lichterloh und damals

Im Heute ein wartendes Bild

das von innen malt

und außen nichts oder alles will


bis das Herz drückt

und der Mensch nicht mehr weiss

wohin


in sich hinein

oder aus sich heraus


hier fällt ein Stern


das Leben malt

und malt und malt


und ich bin so in ich weiss nicht

weil es wahr ist

und weil ich hier sitze

und nichts weiss


und das ich es lasse

und ich sinke


und ich bin

 Dein tiefster Schmerz, deine dunkelste Stunde, dein schlimmster Schatten sind das grösste Geschenk deines Lebens an dich selbst.

Sie sind dein stärkstes Potenzial für Heilung.
Denn erst, wenn es so wirklich weh tut, wenn kein Ablenkungsmanöver mehr funktioniert und kein Weg mehr daran vorbei führt, dann erhebt sich etwas in dir.
Es sagt dir, es ist genug und dann steht es auf und geht hindurch.
Dieses "Es" ist der Teil in dir, der nie zerstört werden kann. Der nie aufgibt. Der weiss, dass hinter dem Schmerz deine Freiheit liegt.
Es ist deine Lebenskraft. Deine Liebe.
Betrachte alles, was dir heute weh tut als deine Einladung zum Tanz des Lebens. Als deine Aufforderung zur Heilung.
Lächle, wenn du dich bereit machst und aufstehst, und wisse, dass du bald neu geboren wirst.
Du bist Leben.
Du bist Liebe.
Du bist.
Inga Banati
Art | Lisa Lach-Nielsen

Dienstag, 27. Dezember 2022

Das Problem mit der Einsamkeit liegt in der Selbstliebe und Selbstphobie.


Alleine Sein ist eine Erfahrung in der wir zu uns selbst kommen und in dem wir Raum für unser Selbst haben. Den wir frei gestalten können. Das ist ein Genuss.

Das Ewigkeitsgefühl der Einsamkeit gehört zu traumatisierten inneren Kind in uns

dass das Alleine Sein mit Bedrohung und Todesangst gleichsetzt.

Das wiederrum löst in uns Fluchtimpulse aus nach Veränderung und sind diese nicht erreichbar erscheint Leid und manchmal auch Panik.


Der erwachsene Mensch ist im hier und jetzt.

Er weiss von der Zeit. Und dem Körper als sein Zuhause.

Er ist handlungsfähig. Er ist selbstwirksam. Und kann gestalten.

Er weiss von Veränderungen die von Außen kommen und solche die er selbst gestalten kann.

Er ist mit sich und der Situation im Überblick. Und kann gelassen nachdenken und gegebenenfalls handeln.


Was in uns Angst bekommt fühlt sich jünger an als unser biologisches Alter.

Die Lösung von Ablenken oder anderweitig flüchten ändern den Zustand zwar

aber das verlassene ängstliche innere Kind braucht uns.

Wenn wir uns der Selbstphobie stellen.. vor diesen zunächst schwer aushaltbar erscheinenden Gefühlen... und ihnen begegnen...

und sie halten und durchfühlen... im Körper...

integrieren wir einen Selbstanteilen der so lange wie abgeschnitten

in uns gelebt hat und sich immer wieder ängstlich bis panisch zeigte

wenn etwas an das alte Gefühl und Situation in der Kindheit erinnert hat.


Mit der Zeit werden wir runder mit uns und lernen im alleine sein

gut für uns zu sorgen.

Montag, 26. Dezember 2022

das Einsame schrie

und wähnte sich Wille

in Gottes Furcht

war alles Stille


ein Anfang gebar

und fasste sich neu

was heute gebar

war allem anderen treu


und keiner war

außerhalb

der Zeit die geschrieben war

und der Raum der gemalt


wenn Sterne explodieren

fassen wir wie Mut an den Händen

und gehen durch Tore

nie beschrittenes Land

so vertraut

Sonntag, 25. Dezember 2022

in den Zimmern hängt Scham

von einem der ging von einem der kam

legt alle Ereignisse lahm

in den Zimmern hängt alleine sein

von einem ders wusste und einem ders nahm


in den Zimmern hängt sonderbar

irgendwohin und irgendwoher


hier muss es sein

denn hier löst es sich

auf-

Montag, 19. Dezember 2022

du brichst die Mauern zweimal entzwei

und suchst an den Dornen vorbei

einen Weg

ich schlafe irgendwo dort

du sprichst leise

deine Füße tappen auf den lehmigen Boden

als wäre etwas nie versiegelt worden

und hält ein Bruchfest 

wenn man ruft

oder atmet

und du glaubst dass du das weisst


alles in diesen Räumen träumt

und atmet leise

und wähnt sich nicht da


deine Hände folgen einer Spur

und finden

meine Haare, mein Gesicht

findet mich schlafend dort

von einer fernen Welt

die aus meinen geschlossenen Lidern ruft

wenn du müde

bis an meine Lippen kommst

und Sehnsucht frei lässt

weiss ich Welt

und zwischen uns

ist mehr als nur das Flüstern der Winde

durch loses Gestein und zwischen raschelndem Laub

und mehr als eine Sonne die sich durch all die Schatten kämpft

denn dann wartet dort ein Leben

das in etwas Zuhause ist

das kostbar ist

weil wir es halten

gegen alles

und schützen

wie ein Lotus im Morast der Zeit


veredelt?

 


veredelt zentriert?

oder fortkatapultiert?


verinnerlicht

oder außer sich?


im Namen wessen Ich?


weite Welt

hält sich hin


in alles bin ich zerstäubende Gewalt

mich hineingeflößt

und aus allem ausgelöst

weil nie was reicht

und was ich bin


in allen Farben

und ich suche das Bild

das malt

wenn ich weine

und im Schlaf

müsste ich eine Königin sein

denn ein Engel reicht nicht

am Viel gebrochenes Sein

lädt ein

was bricht will leuchtend sein

will leuchtend sein


hier hält Welt jeden Atem an

weil neues nur durch Bruch entstehen kann


wer mich hält wer mich hält

fällt fällt fällt


Welt.


Du hast mein Gesicht noch nie gesehn

Du hast mein Leben noch nie gefühlt

Meine Wärme noch nie gespürt


Du hast noch nie erlebt wer ich bin



Sonntag, 18. Dezember 2022

 Hier sind 10 Wahrheiten, die jeder einzelne hören sollte

1. Du wirst sterben und du hast keine Ahnung wann.
Hör auf so zu tun, als wärst du unbesiegbar. Erkenne die Tatsache deiner eigenen Sterblichkeit und fange dann an, dein Leben sinnvoller zu strukturieren.
2. Dein materieller Reichtum wird dich nicht zu einem besseren oder glücklichen Menschen machen.
Auch wenn du zu den Glücklichen gehörst, die seine oder ihre materialistischen Träume verwirklichen, verstärkt Geld nur das, was bereits vorhanden war.
3. Deine Besessenheit, Glück zu finden, verhindert seine Errungenschaft.
Glück ist immer in deinem Leben präsent - es ist nur eine Frage, sich damit zu verbinden und es durch dich fließen zu lassen, das ist eine Herausforderung.
4. Geld spenden bringt weniger als Zeit spenden.
Zeit zu geben, ist ein Weg, deine Wahrnehmung zu ändern und eine Erinnerung für dich und andere zu schaffen, die ewig hält.
5. Du kannst nicht jeden glücklich machen und wenn du es versuchst verlierst du dich selbst.
Hör auf zu versuchen, gefallen zu lassen, und fang an, deine Werte, Prinzipien und Autonomie zu respektieren
6. Deine Erfolge und Erfolge werden auf deinem Sterbebett keine Rolle spielen.
Wenn deine Zeit gekommen ist, von dieser Realität zu wechseln, wirst du nicht über diese Gehaltserhöhung nachdenken; du wirst über die Beziehungen nachdenken, die du geschlossen hast - also fang an, dich entsprechend zu verhalten.
7. Dein Talent bedeutet nichts ohne konsequente Anstrengung und Übung.
Einige der talentiertesten Menschen der Welt zogen nie aus dem Keller ihrer Eltern aus.
8. Niemand kümmert sich, wie schwer dein Leben ist, und du bist der Autor deiner Lebensgeschichte.
Hör auf, nach Leuten zu suchen, die dir Sympathie geben, und fang an, die Lebensgeschichte zu kreieren,
9. In sich selbst zu investieren ist nicht egoistisch. Es ist das wertvollste, was du tun kannst.
Du musst deine eigene Gasmaske aufsetzen, um die Person zu retten, die direkt neben dir sitzt.
10. Zeit ist dein wertvollstes Gut - du musst Prioritäten setzen, wie du sie verbringst.
Du hast die Macht und Verantwortung zu entscheiden, was du mit der Zeit machst, die du hast, also wähle weise. - Netzfund

Samstag, 17. Dezember 2022

Ich hatte die Panik geschlossen

Mit einem Schlag ist sie wieder aufgebrochen

und alles liegt 

liegt da wie es war


Noch einen Schritt weiter

Noch einen Atemzug länger

Noch einmal ein Tag an dem sich die Erde dreht

und eine Sonne auf und untergeht


Wir stehen verwinkelt

Nach außen gedrückt

nach innen verschobenes Land

wer ich war als ich begann?


Du atmest mich in einer neuen Zeit

Ich war dort doch ich erinner mich nicht

Ich muss daran glauben dass alles gut ist wie es ist

Ich will mich erinnern wie es wirklich ist


Und das du wirklich bist

Das du immer wirklich bist

für mich

und das du wartest

und das du liebst

das wir lieben

in Ewigkeit


Donnerstag, 15. Dezember 2022

Auf einen Retter warten

Auf eine Rettung warten

Warten


Verblichen

Vergilbt

Ausgelöst


In die Erdumlaufbahn wie ein zerstoßenes Bild

Das Scherben zählen 

Das Barfuß fremde Länder zählen

Das Schnee wie Eis

Ein neues Land

Ein Fernes

In den Bildern


Wie ausgelöst

Wie unzerstorben

Muss da ein Land sein


Eins

das Liebt

Mittwoch, 14. Dezember 2022

 


Alle Welt

sprachlos

Alle Vernunft ad-absurdum geführt

Aller Impuls

du liebst

mich


Alles will

Alles gebird

Alles zerbricht

Und alles steht neu auf


Wo Welt an Welt sich schmiegt

Da braust ein Sturm den niemand sieht

Weil du liebst weil du liebst weil du liebst


Wer alles hat verliert

Und findet und findet und findet


Wenn deine Nähe meine Kraft

Wenn deine Liebe mein Leben trägt

Über Scherben und was die Welt so macht

aus diesem Ort der Erde


Wenn Du

Und Ich


und wenn Zeit und Raum

ein Wimpernschlag


Was ewig ist was ewig ist

ist uns.

Dienstag, 13. Dezember 2022

Montag, 12. Dezember 2022

Bruch.

Zeilenbruch.

Niemand muss.


der Faden reisst

sucht sich... nicht?

an den Enden entgleist

ein Anfang ist der Sonne nah


wer dich mitnimmt will dich ganz



[4K] SYML Full Album - SYML Greatest Hits - Top 10 Best SYML Songs & Playlist 202

 


Sonntag, 11. Dezember 2022

ich hab mich von gefühlen

wegautomatisiert

lieber nichts fühlen

ehe was vibriert

was unter den zangen

gebiert

kann nicht gut sein

selbstphobie


im tun

was erschaffen

was lassen wäre gut


mehr lassen und weniger tun


hin und her

und auch getrieben

von ungeschriebenen gesetzen

in meinem kopf

in meinem kopf

spukt es


weil tausend fremde stimmen

anweisungsbefugt

und bedürfnisse

durcheinander springen

perfekt ist nicht genug


weil welt ja so bedrohlich

und ich bin nie genug


ich tu alles was ich kann

doch jeder hat genug


ich verwechsle mich

ich wechsle auch


mal bin ich scham, wut

irgendein gefühl

eine absicht eine handlung

ein impuls


und schau ich selten

von weit auf mich


oh sehnsucht

mich zu sehn

in der beobachtung


ohne reaktion

ohne impulsentscheidung


ich muss langsamkeit lernen

in der ruhe liegt die kraft

und endlich 

endlich

wieder vertrauen


step by step


neben mir der wahnsinn der welt


step by step


ich tue zuerst das notwendige

und danach

das mögliche

und vielleicht schaffe ich irgendwann das unmögliche


 Dachverband Geistiges Heilen e.V. | (dgh-ev.de)

Freitag, 9. Dezember 2022

die Tage sind Wagnisse in denen ich dich frage

ich liege nun hier
unter dem Blau
dieser großen Welt
die wir atmen

was macht es mit uns?

du fasst den Mut nicht an
und das Schweigen zerbricht uns

wir orchestrieren Wirklichkeit
und keiner hinterfrägt sie
so scheint es

du wisperst die selben Sätze
die in Wiederholungen
schon Warteschlangen bilden

ich bleibe alleine an meinem besonderen Ort

atme ein
in das Azurblaue 

und aus

das leuchtendgrüne Gras kitzelt an den nackten Füßen
es riecht nach... ich atme tief ein
ja! Nach Frühling!

Ich rufe ein "Aho!" in die Welt

Die so ruhig über mir liegt
und so freundlich
und mir - fast - ein Lächeln schenkt
oder zumindest ein heiteres Gefühl
der Losgelöstheit

Danke Erdenwelt.
So viele Eindrücke hast du mir geschenkt.

Ich lächle dem was wir Himmel nennen entgegen







 


Ein Leben jenseits von Raum und Zeit - Pressestelle der Universität Heidelberg (uni-heidelberg.de)


Kann ich sehr empfehlen. Ich liebe sich verbindende Wissenschaften und Glaubenssätze die zusammen ein Ganzes ergeben und einen Blick frei geben können auf eine höhere Komplexität dessen was wir Suchen; die Wahrheit. Ich glaube die Wahrheit ist holografisch 🙂 Sie enthält alles und alles ist sie selbst. Den Mikrokosmos im Makrokosmos und den Makrokosmos im Mikrokosmos. Das scheinbar paradoxe ist aufgelöst ein Rätsel das sich selbst die Antwort ist. Das Mysterium ist alles Leben und Sterben. Für mich hat es einen eigenen Namen den ich noch im Finden bin. Wie heisst das was alles umfasst und wir erleben? Die Frage ist auch; erleben wir im Tod noch etwas? Oder sind wir dann nur noch "Sein". Ist Erleben an Raum und Zeit gebunden und an Sinneseindrücke, also den Körper? Und an ein "Außen"? Ist Sterben vollendete Philosophie? Und der Tod das Tor in die Wahrheit? Oder ist es das (Er)Leben? Beides... ? Ist alles tiefstes Jetzt, das Ich-Bin dass jeder sucht... das eigene Selbst, das nicht denkbare... das Ewige...

Donnerstag, 8. Dezember 2022

neue Zeit

 



was ich war


reiss von mir

zieh von mir aus

zerstäubt

und verzwickt

- ich war es nicht


du nimmst es mit

was ich war


es dringt dicht

in Nebel des Vergessens

ist wie fort von mir


Verzweiflung


ich vergaß wer ich war


bin ich neu?

oder war ich noch nie?


es mardert mich

es sitzt in mir und quält


doch ich wehr mich nicht

vergaß ich jeden Sinn


was Leben ist

oh Aufschrei


Leben leben

Tränenmeer


kein Heimathafen

keine Wurzeln (mehr)


wie lebt ein Baum

der niemals blüht?


und wenn es Abend wird

er nur leise zu den Sternen spricht

ehe er stirbt


(stirbt er in Frieden(?))

Montag, 5. Dezember 2022

Perlentaucher
Wenn du zu den Menschen gehörst, die die Fähigkeit haben, auf den Grund des Ozeans hinabzusteigen, die Fähigkeit, ohne Angst durch dunkle Gewässer zu schwimmen, die erstaunliche Fähigkeit, durch die schlimmsten Tücken des Lebens zu gehen und nicht zu sterben, dann hast du die Fähigkeit, etwas Unterstützendes an die Oberfläche zu bringen, das andere von alleine nicht erreichen können.
~ Lidia Yuknavitch

Donnerstag, 24. November 2022

soll ich dir was verraten

ich glaub dir ich glaub dir

wenn du sagst dass es nichts bringt


soll ich dir was verraten

ich glaub dir ich glaub dir

wenn du sagst es ist ohne Sinn


...


wenn Nebel ziehn

und Wolken verlieren

denn Regen

macht noch keine Menschen satt


wenn Sonnen gewinnen

und Sterne 

erst nachts


wenn Flüsse

über Berge

wer hält ihren Fall


wohin ziehn deine Gedanken

wenn ich dich anseh

und du gehst


...


und du gehst


wer zerbricht in Gefühlen

das Alte 

das Neue

wer trägts


wer triumphiert wenn du stirbst

und wer überlebt


wer hat das Gefäß

zur Hälfte gefüllt


wenn du lebst wenn du lebst

wer atmet

mit dir


wenn du stirbst wenn du stirbst

wohinein


wer atmet Gefallen

wer trägt an der Schuld

wer Schamvoll den Wald sieht

wer Trauert im Meer


wer lässt in Oktaven

den fernen Wind ziehn


hier.


ist alles

leer




Dienstag, 22. November 2022

weiches zu mir kommen

verebbt an Lippen - wie genommen

weiche Gischt gibt sich frei

und führt

zu mir selbst


verhinderndes lindern

der äußeren Struktur

wer will was ändern

führt zerstreut die Wege nur


oh Schmerz

oh Mittelpunkt

oh Herz


hier!! atme ich

ja bin ich


hier... oh Schmerz

hier. Ich bin ja


in letzter Dunkelheit

so wie ein Tod

ich trag mich hinein

Wunder tragen mich hinaus


so klein mich selbst umschlungen

der Körper in so großer Pein

das ich mein Denken fast verlor

weil alles Blei war an und in mir


nur....


mein Herz schlug

warm und weich



ich kann nicht sterben

ich kann nicht 


mein Herz ist so warm

was ist das?

die Kerze leuchtet 

was ist das?

der Wald leuchtet im Herbst

was ist das?

und die Luft schmeckt klar und rein


was ist das was ich nicht mehr wollte


mein Geist kam sich auf die Spur

ist sich auf der Spur

wir suchen den Mittelpunkt

dort wo ich bin




kosmischer Tanz - fluoreszierende Acrylfarbe






 

Wir stehn hier wie fremdes Müssen

und wir sind schon längst zerrissen

In einer Welt die jeden Schein wahrt

aber jedes Sein verdeckt hält

wenn es will.. wenn es wirklich wirklich leben will


Wir stehn hier

wie abgespannt wie an die Wand gepflanzt wie fremdbestimmt

wir sind lichterloh--- entbrannt


Kalte Straßen warten auf

unsere Herzen beben warm

und nichts ist heute hier und jetzt verloren

Wann... wann fangen wir an


mit diesem Leben

mit diesem Leben


Wann fangen wir an


Sonntag, 20. November 2022

auf meiner Suche nach der Geborgenheit

komme ich immer wieder am Tod vorbei


...


wie merkwürdig wäre es

wie merkwürdig grotesk

wenn meine Verwirrung

einen Sinn hat

und ich das erfahre..

und wenn der Sinn der wäre

dass ich am Leben bleibe

weil ich in der Verwirrung

keine richtige Entscheidung treffen kann

weil noch etwas kommt

das ich ...  das wundervoll wäre




wir sind zwischen Leben und Tod Zuhause

weil wir nicht leben können wollen wir sterben

und weil wir nicht sterben können leben wir



...


die Gesellschaft fröhnt dem Konsum, dem Genuss und dem positiven Denken das den Schmerz in die Einsamkeit schiebt

wo er doch gerade heraus wollte, in die Sichtbarkeit

mit der bangen Hoffnung gesehen und angenommen zu werden..


die Gesellschaft lebt sich einseitig weiter.

Wie ein Mensch der nur ein Bein benutzt zum gehen...

und da es alle machen, fällt es kaum auf, dass er eigentlich nicht geht

sondern hüpft... da das andere Bein ignoriert wird, mit aller Macht, und Hohn und Ignoranz,

dass ein Sehender kurz an Dummheit denken muss oder an echten Irrsinn.


Einer der beide Beine nutzen will wird anders sein.

Vielleicht so anders, dass er kein Mensch mehr ist...

oder wie man sagt dass ein Mensch zu sein habe.


Er wird sich entziehen.


warum ich nicht sterben konnte

umso mehr ich mir bewusst werde
desto weniger kann ich sterben wollen.
wenn ich mir bewusst bin, vielleicht wieder um so mehr.

es ist grausam köstlich
sterben zu können, jederzeit.

das es (fast) ein Verbrechen ist

weil es alles lebende negiert

(da alle Biologie leben will, wer will da sterben?)

aber eigentlich im letzendlichen Sinne nur sich selbst meint
und sich selbst wirklich betrifft

niemand stirbt durch den eigenen Tod vollständig

oder andersrum;
der der sich stirbt ist woanders oder anders, davon kann man ausgehen

aber man selbst lebt im selben Leben weiter
auch wenn es nun ein völlig anderes ist
und man vielleicht gar nicht mehr wirklich lebt

so ist der Gestorbene der Glückliche letzendlich?

es fühlt sich manchmal so an
bis an eine Umkehr
und eigentlich bleibt ein fahles Nicht-Wissen

aber wenn es doch einen Gott gibt
muss das danach nicht gut sein?

Es muss.

Es muss lernendes Gut sein.
In meinem Verständnis.

In meinem existenziellen Kampf bleibt dann kaum ein Gedanke
daran, dass ich damit nicht völlig alleine bin
denn in dem Moment bin ich es ja

Es ist schwer emotionale Einsamkeit solange zu halten
und nicht einen "Ort" oder Gott oder ein Jenseits zu ersehnen
das all das befreit wenn es das Leben hier bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht kann.

Aber das Leben hat mir das Wunder geschenkt.
Gesegnet und verflucht - manchmal fühlt es sich so ein.

Das kostbarste entrissen, und ich weiss nicht warum und wohin.

Alle Sonne kann glühen
und ich friere.


...

Kurz-Zeit-Gast Menschen
erscheinen und fragen warum diese Todessehnsucht in mir sei...

Niemand bleibt bei mir.

Alle sehen und wissen etwas oder haben Ratschläge und Verweise.

Aber Zeit hat niemand.


...

In der Verwirrung dir mir dann mein Geist schenkt
schlittere ich geradewegs in die Sinnlosigkeit

die mich bei Nacht und Nebel raus schickt
auf die Suche

oder in den Herbstwald der schön und fremd ist

um Gott zu suchen

den ich in den Vier Wände und vielen Büchern
nicht (mehr) finde.

....


Gedanken... machen Gedanken den Tod?

Was trifft sich denn zu einer Entscheidung und führt sie aus?

Ich bin im Mehr-Blick Zuhause.
Meine einzige wirkliche Kunst.
Die Vielgestaltigkeit und den Vielblick auf ein Ding.
Ich kann etwas von vielen Perspektiven beleuchten und verstehen
inklusive den vermeintlichen eigenen Standpunkt zu lassen
oder ständig neu anzupassen.

Ich kann ein Ding/eine Situation mehrheitlich sehen
aber kaum wiedergeben weil ich dafür ja MICH bräuchte.

So verstehe ich jeden auf sein eigenes
ohne dass sich es in mir auf die weise setzt
dass daraus mein eigenes Bild ergänzt oder vervollständigt wird.

Ich schein Bildfrei zu sein oder ich weiss nicht.

Mein Eigen ist mir das fremdeste von allem.
Aber soll ich dort doch ich sein.
Das verlangt die ganze Welt.

Mir fehlt ein Spiegel.
Jemand der mich sieht bist in existenzielle Seelentiefe
die mein ganzes war und ist erleuchtet.

Zuviel verlangt?

Nein. Es gibt ihn.
Nur jetzt ist er jenseitig von hier.

Ich wuchs spiegellos auf.
In Kinderjahren war mein Gespür die Einsamkeit.
Darauf baute ich Leben auf... in der Dissoziation.

Ich wurde nie ganz.
Ich hatte keine Basis.

Alles war brüchig und durchlässig an mir.

Ich hatte Ideen, Visionen, und Vorlieben.

Es wurde selten zu einem ganzen.

Etwas das mich komplettiert... bräuchte ich für ein Leben hier.

Ich sollte Mensch werden und weiss nicht was das bedeutet und wie das geht.

Ich bin von den Menschen erschrocken.
Vielleicht weil ich Mensch sein nicht verstehe?

Oder bin ich so zart? 
Und wer schützt mich?

Ich soll vertrauen und entscheiden.
Ja liebend gerne.

Ich bin aber verwirrt zuhause.
Ich vertraue falsch, impulsiv oder verwirrt...
Genauso entscheide ich auch.

Ich bin wie zersplittert im Ich.

Aber auf dieser anderen Ebene...
Seelenebene...
bin ich ganz, vollständig und klar.

Ich bin nicht ganz inkarniert.

Mir fehlt etwas...
Und ich weiss nicht ob ich will.




Mit deinen Augen seh ich süßes Licht,

das ich mit meinen blinden nicht mehr schaue


(Michelangelo)

Freitag, 18. November 2022

sprich die Wahrheit aus

sieh dem Zwielicht ins Gesicht

was es war, was es ist


sperr die Wege ab

tausend Möglichkeiten

keiner bricht den Morgen auf

vor dem Sonnenaufgang

vor dem Sonnenaufgang


so macht es dich sehend

was in das Blinde stößt


so macht es dich tastend

wo es Dunkel wird


und wenn du ohne Wege irrst

bist in deinen Füßen Zuhaus

die die Wege finden


es pulst und vibriert


und es tanzt

wie durch ein Nadelöhr

zu dir selbst


damit du dich selbst wirst





Samstag, 12. November 2022

 Suizidalität (medizin-im-text.de)

 Angst vor dem ewigen Leben, Angst vor der Unendlichkeit (Apeirophobie) (medizin-im-text.de)

 

"Ich liebe Die, welche nicht zu leben wissen, es sei

denn als Untergehende, denn es sind die Hinüber¬
gehenden.

Ich liebe die grossen Verachtenden, weil sie die
grossen Verehrenden sind und Pfeile der Sehnsucht
nach dem andern Ufer.

Ich liebe Die, welche nicht erst hinter den Sternen
einen Grund suchen, unterzugehen und Opfer zu sein:
sondern die sich der Erde opfern, dass die Erde einst
des Übermenschen werde."


(aus "Also sprach Zarathustra", von Nietzsche)


Freitag, 11. November 2022

 


we tasting through

this losting memories

in way we can not see


we tasting through

in a way we can not see

we can not see


the ways

we sleep

the dark

we ceep

in our losting memories


in our losting memories


we fall we ceep

we cry we deep

and hope

and keep

this life alive


 

Mittwoch, 9. November 2022

in Gottes Händen


 

es ist vor halb zwölf

und niemand reist mehr an


es ist mitten in der nacht


der bahnhof ist leergefegt

bis auf dass eine katze

auf leisen pfoten

durch die leeren flure geht


wartehallen

in denen müde menschen unruhig harren

sobald der tag sein anglitz zeigt


nicht einer

der das ahornblatt noch tanzen sieht

wenn der wind es nimmt und dreht

und alles sich bewegt

in meinem herzen


nicht einer 

der mit mir in den himmel singt

und hört 

wie herbst nun klingt

wenn wind im haar

und bäume ächzen

und rostbraun blattgemälde

von den letzten ästen fasten

bis ein neuer wind sie nimmt


nicht einer

der mit meinen füßen wippt

wenn musik aus einem andern nachbarhaus

bis in den bahnhof klingt


und wenn die katze um die beine schleicht

und schnurrt und weich

sich an den wangen zeigt


nicht einer der in dieser welt mitlebt

die meiner welt mein leben gibt


es quetscht sich aus

und bricht sich ab

es zirkelt nicht

und wartet keinen fall


es verändert nur das gewässer

und fließt wohin es zieht


...


zerbrochene landschaften

fliehen an trauernden augen vorbei

es ist vor halb zwei


niemand steht an der autobahn

und wartet auf geduld


wer hier schon war

ist niemals mehr


wir gehen über letzte scherben


....


es atmet sich aus

langsam geduldig

es ist wie gestank

oder morast

wo das tote ganz oben schwimmt

und das neue

im untergrund

gluckernd, wie kichern

die wege zwischen den steinen

und den algen

findet

weil die wege 

das wasser finden

und eigentlich schon immer waren

und jede neue wasser

findet den strom


hinaus.


....



  Leben nach dem Tod Diana Markus   · 4 S t d .   · Am Ende kehrt jeder Tropfen(Seele) in den Ursprung zurück. Das universelle Gesetz, das ...