Montag, 19. Dezember 2022

du brichst die Mauern zweimal entzwei

und suchst an den Dornen vorbei

einen Weg

ich schlafe irgendwo dort

du sprichst leise

deine Füße tappen auf den lehmigen Boden

als wäre etwas nie versiegelt worden

und hält ein Bruchfest 

wenn man ruft

oder atmet

und du glaubst dass du das weisst


alles in diesen Räumen träumt

und atmet leise

und wähnt sich nicht da


deine Hände folgen einer Spur

und finden

meine Haare, mein Gesicht

findet mich schlafend dort

von einer fernen Welt

die aus meinen geschlossenen Lidern ruft

wenn du müde

bis an meine Lippen kommst

und Sehnsucht frei lässt

weiss ich Welt

und zwischen uns

ist mehr als nur das Flüstern der Winde

durch loses Gestein und zwischen raschelndem Laub

und mehr als eine Sonne die sich durch all die Schatten kämpft

denn dann wartet dort ein Leben

das in etwas Zuhause ist

das kostbar ist

weil wir es halten

gegen alles

und schützen

wie ein Lotus im Morast der Zeit


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