Freitag, 30. September 2022

die Welt hält die Hände auf
wir fallen hinein
alles will von Anfang sein

wie Gott es schuf und meinte

wo Mensch noch Mensch ist
wird er wieder sein

keiner bleibt allein

~


es zirkuliert vibriert
und bricht sich Bahnen

es atmet und agiert
im Unsichtbaren


wir fassten die Welt so groß an
und grob gab sie sich weil wir es waren
ihr Gesicht ist sanft
es war unser´ Gebaren
das den Wert von Leben nicht verstand

wir Maßen mit den Dingen die wir kannten
und legten die Schablonen an

und Maßen Mensch und Ding und Kind und Tier
und Haus und Hof und ...Gott

Gott schlugen wir in Gemäuern ein
mit Lärmenden Glocken darauf
ein Sünder musste kommen
zum Gebet
die Buße machte frei

so hieß es
so war es mal vor langer Zeit

in Neuzeit pulst das leben hier in dir
du bist eine Falte Gottes
sein Lachen in dir und sein Herz schlägt mit dir
Du bist es
genau du bist hier und heute gemeint
genau dort wo du bist
genau so wie du bist

du bist ein Aspekt Gottes

Gott entfaltet sich in dir

alles was Odem hat will ans Licht
will atmen und frei sein

es soll glücklich sein
das ist sein Geburtsrecht

von der Liebe ohne Bedingungen

~


Mittwoch, 28. September 2022

es hat mich in alle Winde zerrissen

da wo sie mich finden

da war ich noch nie


es hat mich in aller Unkenntlichkeit

in alle Gesterns dieser Welt

wie in ein einsames Schloss gesetzt

das Schloss des Chaos

wer es betritt betritt auch den Wahnsinn

so lieblich er auch scheint

so echt ist er


wir haben nie leben gelernt


aber so steht es da und es will uns, das Leben


und uns zerreisst es erneut


süß schmeckt der Tod

wie ein Frieden und eins sein

mit dem was Geborgenheit ist


wir sind unplanbar

und planen die ganze Zeit

wir sind unstrukturierbar

und strukturieren die ganze Zeit

vielleicht sind wir unhaltbar

und unliebbar

aber wir lieben in echt

wenn auch immer jemand anderen


seit er tot ist

haben wir jeden Halt verloren

er war unser Traumann

da war es noch weniger

im Chaos

und das Fühlen war klar für ihn

bis heute sogar


nur kommt er als Mensch

so nie wieder


und wir sind geblieben


soli

soli

soli


nicht nur ohne Traum oder Mann

auch ohne Seelenversteher und Freund


komm Tod

soviel Angst hab ich nicht mehr vor dir


und wenn du kommst, wirklich kommst

werde ich mich vielleicht furchtbar ängstigen


je nach dem wie du kommst und mit wem oder was

und ob mich jemand abholt


was hab ich zu verlieren?


ich weiss es nicht mehr.


someone new? oder befreit? integration process

war so lange im Gefängnis

und plötzlich bin ich da

weiss nicht wo ich war


alles viel

alles neu


jetzt ein Ziel?


Überforderung

was soll ich damit tun

mit dem Raum, dem Körper, dem Sein und der Welt


und plötzlich bin ich da...


weiss nicht wo ich war...



BRAIN CALMING MUSIC || Stress Relief & Nerve Regeneration || Brain Wave Therapy Music

 


Dienstag, 27. September 2022

 

Was ist Ego?

Das Ego, bzw. der Verstand ist primär ein Interpretations- und ein Werteprogramm. Es filtert, sortiert und vergleicht Informationen aller Art und bewertet diese z.B. nach Nützlichkeit.

Außerdem ist das Ego das Ausdrucksmittel der abgespaltenen Seelenanteile. Diese erzeugen Programme, um sich in Erinnerung zu rufen und um zu überleben. Solange diese Anteile nicht in der Mitte wieder vereint sind, werden sie immer wieder Egoprogramme erzeugen

Wir benötigen unser Ego um ein individuelles Persönlichkeitsprofil zu verkörpern. Ohne Ego wären wir unfähig, Dinge zu erkennen und zu benennen oder abstrakte Denkprozesse durchzuführen. Wir hätten keine Vorlieben, Wünsche, Fähigkeiten, oder Vorstellungen und somit auch keine Definitionen von Zeit und Raum.

Jede Identifikation mit einem realen Ding, oder abstrakten Thema bzw. deren Nutzen, kommt aus dem Ego und ist wichtig, um sich auf einzigartige Weise erleben zu können.

Das Ego kann keine Gefühle erkennen und unterscheiden. Es agiert mit der Abstraktion von einem Gefühl, nicht mit dem erlebten Gefühl selbst.

Wir muten dem Ego zu, über einen Bereich zu herrschen, von dem es keine Ahnung hat und wundern uns über das verzerrte Ergebnis seiner “Berechnungen”, die wir dann auch gefühlt erleben. Z.B. “Mein Chef traut dem anderen mehr zu, als mir”.
Hier wird die Qualität eines Gefühls als Quantität abgebildet.

Das Ego kann wunderbar eine große Tasse von einer kleinen Tasse unterscheiden.

Das Ego reagiert situationsbedingt zustimmend, ablehnend oder neutral auf sich selbst und seine Umwelt.

Ein unerlöstes Ego agiert auf der Basis von fressen und gefressen werden, also recht haben zu wollen oder sich unter Widerstand unterordnen zu müssen.

Das Ego will keine oder nur eine langsame Veränderung. Das kommt auch wieder durch die Abspaltungen auf Seelenebene, da diese mit aller Macht verhindern werden, dass sie im Unterbewusstsein verloren gehen.

Ein Ego, das Angst vor Veränderung hat, sieht in jeder Veränderung ein Problem und geht in den Widerstand, um die Komfortzone nicht verlassen zu müssen.

Das Ego setzt gerne eine Erkenntnis VOR den Zeitpunkt an dem die Erkenntnis gemacht wurde und bestraft sich dadurch selbst.

Das Ego kann nur kontrollieren und nicht vertrauen!

Das Ego braucht ein Gestern, um sich heute ein Morgen vorstellen zu können.

Das Ego will Macht und Kontrolle und erlebt ein ständiges Wechselspiel aus Macht und Ohnmacht.

Das Ego verwendet scheinbare Machtmittel um sich Energie durch Aufmerksamkeit zu ziehen:

  • Zurückhalten von Wissen
  • Ausübung von Druck
  • Lügen
  • Zuweisung von Schuld
  • Jammern
  • Selbstbedauern
  • Aufopferung

WICHTIG:
Das Ego kann man weder auflösen, noch verhindern. Das Ego lässt sich lediglich integrieren bzw. transformieren.



Was ist Ego? - Blog | Divine Transformation (divine-transformation.de)

Liebe

 




das heiligste von allem ist die Liebe

sie trägt mich am Verstand vorbei
sie ist mein Tragetuch
mein Vertrauenstest
mein Willkommensfest


mein Neuland
mein Einssein

~

Montag, 26. September 2022

Was ist Selbstliebe?


Die meisten Menschen glauben, dass Liebe und Selbstliebe etwas mit Emotionen und Gefühlen zu tun hat. Dem ist aber nicht so. Selbstliebe heißt, voll und ganz zu dem zu stehen und damit auch die Verantwortung zu übernehmen, für das, was du JETZT denkst, tust und fühlst. Nicht mehr und nicht weniger. Als Kind warst du reine Selbstliebe und konntest daraus alle anderen Menschen lieben wie dich selbst. Als dann die ersten kritischen Stimmen kamen, was du alles nicht darfst, was man alles nicht macht etc. wurdest du quasi programmiert und verzerrt. Irgendwann hast du jeden Sinn für "Das bin ich" und da ist meine Mitte verloren und warst viel zu sehr Spielball dieser inneren Kritiker die jetzt noch vollkommen automatisch in dir agieren. Denn im Außen wird gerade nicht deine Mama dastehen und dir mal wieder sagen, was alles nicht ok ist. Wenn du dich mal beobachtest, merkst immer wieder Stimmen die dir jedes positive Gefühl zunichte machen, weil sofort ein Zweifler kommt, der das in Frage stellt, was du da so toll findest. Jeder Mensch hat ein bis zwei Lügen die er sich über sich erzählt und auf dieser Lüge fußt jede Beziehung zu anderen Menschen. Wenn deine Lüge z.B. lautet: Ich bin nicht liebenswert, dann tust du entweder alles um liebenswert zu sein und überschreitest permanent deine und andere Grenzen, oder du bist frustriert und ziehst dich zurück, weil dich ja eh niemand lieben kann und sabotierst unbewusst jede deiner Beziehungen. Sobald das Gefühl aufkommen könnte, doch geliebt zu werden, dann geht das mit deinem Glaubenssatz nicht einher und als Folge wird eher die Beziehung gekippt, als der Glaubenssatz als Lüge enttarnt. Die Lösung: Beobachte dein Denken und Handeln und finde heraus welche Glaubenssätze dahinter stecken und entlarve sie als Lüge. Verzeihe dir alles, was jemals bei dir schief gelaufen ist. Du KONNTEST dich nie anders verhalten, als du es getan hast. Verzeihe anderen die dir weh getan haben, auch sie konnten sich aus denselben Gründen nicht anders verhalten. Wenn Gefühle hochkommen, finde das Muster das dahinter steckt, es wird einer deiner Glaubenssätze sein. Nimm das Gefühl voll wahr. Du konntest es als Kind nicht ertragen und hast es abgespalten. Es will jetzt voll wahrgenommen werden und wird damit wieder integriert. Lerne immer entspannter im Beobachterbewusstsein zu bleiben. Am Anfang fällst du immer wieder raus, einfach wieder reingehen und nicht werten, warum du rausgefallen bist. Du BIST der Beobachter, alles andere sind Gedanken von dir, die dazugehören und nicht abgelehnt werden wollen. Selbstliebe nimmt ALLES an was da ist, in der prinzipiellen Akzeptanz. Sie bringt dich aber nicht dazu dich von anderen demütigen zu lassen, wie du es vielleicht früher so getan hast. Wenn du Verantwortung für dein Denken und handeln übernimmst, grenzt du dich auromatisch dort ab, wo Grenzen überschritten werden und überschreitest selbst auch immer seltener die Grenzen anderer.

R. Armando Morabito - Wild & Free (Official Video)

 


Samstag, 24. September 2022

Vorstellungskräfte können nichts neues.

Sie können in Wahrheit nur Altbekanntes in scheinbar neuer Form replizieren. Das wirklich Neue ist außerhalb.

SAMUEL HARFST - Privileg zu Sein (Trio live)

 


Als Kind war ich auf eine merkwürdige weise wach.
Ich erinnere mich an Momente in denen ich die Welt so merkwürdig fand.
Ich wusste irgendwie das alles anders sein kann.
Weicher und fließender und harmonischer.
Und ich wunderte mich zutiefst dass es in diesen Zeiten in denen ich Kind war oft nicht so war.

Ich kam mit einer Selbstverständlichkeit hier her
und war jedesmal aus mir heraus gerissen in eine merkwürdige Welt
die etwas trauriges hatte, etwas einsames und etwas... das einfach nicht passt. 

Ich spürte all das aber konnte es nicht benennen.
Ich konnte auch mit niemandem darüber sprechen.

Ich versuchte es ein paar mal.
Mit meinen Eltern war ich in einer anderen Stadt und erkannte
das wir dort schon mal waren in einer anderen Inkarnation.
Ich rief "Mama guck wir waren hier doch schon mal".
Meine Mutter sah mich nur irrtiert an und sagte "Nein wir waren hier noch nie".

Sie verstand mich nicht.

Wir waren in 2 Welten die gar nicht passten.
2 Welten prallten aufeinander.

Es entstand viel Leid.
Meine Art machte etwas neues im Leben meiner Eltern.
Sie hatten Angst davor. Und so ließen sie mich alleine.
Sie konnten mit mir nichts anfangen.
Wir fanden zueinander keinen Zugang.

Meine Oma war Gott sei Dank da bis ich 9 Jahre wurde und mit ihr war eine tiefe seelische Ebene möglich in der sie mich abholte und ich Zuhause war.
Ich bin so froh.

Da meine Eltern mich nicht verstanden
und meine Wahrnehmung und Fühlen und Denken auch nicht
begann eine Odysee an Problemen.

Ich war nicht wie die anderen Kinder.
Ich war da und fragte die ganze Zeit was ich hier mache.
Und warum ich hier bin.

Mein Vater fühlte sich durch mich bedroht in seinem Glauben
den er in der Familie für alle festlegte.

Heute weiss ich dass dieser "Glaube" etwas recht wahnsinniges hatte.
Double-bind Botschaften und Feindseligkeiten gegenüber den eigenen Kindern sind ein Beispiel von mehreren.

In mir kam mit der Zeit so eine starkes Gefühl zusammen
dass sich als Wut Impulsdurchbrüche ausdrückte in dem ich anfing
meine Mutter anzuschreien.

Ich brauchte Hilfe von ihr.
Aber sie reagierte darauf mit Wut
und schützte mich nicht vor meinem Vater
sondern lieferte mich erst recht aus.


...



zur Spiritualität


manche Menschen sehen sich als spirituell an

und das bedeutet für sie dass es andere in ihren Augen nicht sind.


Es gibt aber nichts spirituelleres als Seele zu sein.

Wir sind immer Seele. Wir waren noch nie etwas anderes.

Und es ist gleich wie man seine Erfahrungen hier nennt

und auch ob man im Tagesbewusstsein davon spricht dass man Seele ist.


Es gibt also keinen unsprituellen Menschen weil jeder Seele ist.

Jeder macht hier seine Erfahrungen in der Materie.

Und letzendlich gibt es auch keine Materie.

Albert Einstein fand heraus dass Materie eigentlich Energie ist, dessen Schwingung so gesenkt wurde dass sie für unsere Sinne wahrnehmbar ist.


Der einzige Unterschied, wenn es überhaupt einen gibt,

ist ob wir an unseren Erfahrungen leiden oder lernen uns vom Leiden zu erlösen.


Mit der Erlösung tritt wieder das natürliche Komplexitätsbewusstsein ans Licht

dass das Leben wesentlich leichter macht.


Aber selbst die verdichteste Energie und Erfahrung und Dunkelheit und Kälte

hat einen tiefen Sinn. Krokuss Zwiebeln setzt man im Herbst bis kurz vor Weihnachten. Sie brauchen diese Zeit. Und im Frühjahr wenn die erste warme Sonne kommt beginnen sie sich zu zeigen in all ihrer Schönheit.




So nehmt euer Schweigen


weil Schrei meiner Seele
weil Krieg meines Kopfes
weil Leid meines Körpers

so nehmt euer Schweigen
und geht.








Freitag, 23. September 2022

„In Zeiten, in denen Niedergangskräfte dominieren, kommt es auf den ganzen Menschen an, auf den Entschluss, nicht mit dem Strom und nicht gegen den Strom zu schwimmen, sondern Neuland zu schaffen, in sich selbst und in seinem Wirkungskreis."

- Rudolf Steiner -

Donnerstag, 22. September 2022

Mittwoch, 21. September 2022

R. Armando Morabito - Angel (Official Audio) ft. Julie Elven

 



 

starke Worte einer Freundin




Ein in sich völlig freies Wesen MUSS naturgemäß ein Feind seines Umfeldes... seiner Familie... dieser kollektiven Hypnose sein, die hier „Realität“ genannt wird. Es beweist in seinem Sosein die Lüge dieser gemeinschaftlichen Realitäts-Kreation allzu offensichtlich. Und ihre angebliche Alternativlosigkeit.... allein deshalb, weil es atmet.

In diesem Winter werden ganz viele auf die Straßen gehen, um eine kollektive Realität zu bekämpfen, die sie selber gleichzeitig mitkreieren & mittragen. Und damit meine ich kein Mittragen durch politische Wahl. Das ist bloß Ablenkung. Auf der raumzeitlichen Auswirkungsebene kreiert man nichts Nachhaltiges. Das ist nur der Nonsens, den wir darüber gelernt haben, weil es uns zu Analphabeten des Lebens macht & diese Unkenntnis jemandem nutzt.
Sie erschaffen die Realität, die sie eigentlich ablehnen dadurch, dass sie sie für wahr halten. Nur, um sie dann ablehnen zu können. Wie das funktioniert, ist beispielsweise gut zu sehen am Kampf um das Klopapier vor 2 Jahren. Es genügt völlig, etwas für wahr zu halten, damit es das Potential hat, wahr zu werden, weil der Glaube daran (Geist) kreiert. Und jeder in die Läden rannte aus Angst vor Mangel, und Klopapier hamsterte, als gäbe es kein Wasser & Waschlappen auf dieser Welt. Und den Mangel damit unnötigerweise erst erschuf. Denn weder die Geschäfte, noch die Hersteller waren darauf vorbereitet. Seit Jesus ist das offiziell gesagt, dass der Glaube uns rettet. DAS darf mal ganz langsam & nachhaltig zwischen den Ohren massiert werden, was DAS wirklich bedeutet.
Niemand hat den Erdlingen heute die Konsequenzen gezeigt, was passiert, wenn sie etwas für wahr halten. Und weil sie glauben, es gäbe nur diese eine Realität, die sie gerade erleben & für wahr halten sollen & die nun mal so zu akzeptieren oder zu bekämpfen ist, wie sie einen antrifft. Auch hier scheint es alternativlos. Und es werden Unmengen an Ressourcen zur Ablenkung verbraten, um diesen Glaubenskult der einheitlichen alternativlosen Realität weiterhin aufrecht zu erhalten. Sonst würde ihnen das Leben selbst längst das Gegenteil beweisen. Und alles würde wieder auf seinen natürlichen Platz fallen. Weil Leben einfach lebt, sobald man es in Ruhe lässt.
Sie sind abgeschnitten von Gott in sich, nach dessen Ebenbild sie gemacht sind. Sie könnten ihre eigene Realität kreieren, aber man hat ihnen das Werkzeug dazu geklaut. Zuerst durch die Verschiebung von Gott in allem Lebendigen in einen kirchlichen, dem Leben fernen Gott im Himmel hinein, der ein narzisstisches & strafendes Arschloch wurde. Und jetzt durch die Entgottung der ganzen Welt, hinein in die „belegbaren Fakten“... die auch schon längstens beweisen, was Realität ist & wie sie zustande kommt. Doch Quantenphysik ist nicht grundlos kein Studienfach ☺️
Individualität ist keine Illusion. Individuelle Freiheit schon. Und diese Realitätssimulation hier ist wirklich wirklich gut gemacht, weil sie alle Wahrheiten berücksichtigt.... eben nur für eigene Zwecke verzerrt. Doch auch wenn individuelle Freiheit am Ende nur eine Illusion ist, muss mensch SICH erstmal bis dorthin erleben, um das zu merken. Dafür müsste er sich frei genug fühlen oder genug Mut & Offenheit besitzen, es trotz geglaubter Unfreiheit zu versuchen. Vorher ist das nur eine ungeheuerliche Kränkung, die als Beschränkung empfunden wird. Die Täuschung wird gebraucht. Jede. Um sich herauszuschälen aus der Lüge, die nur erlebt entlarvt werden kann, in die wir alle ganz tief eingetaucht sind. So tief, dass wir den Rückweg kaum noch finden.
Zu merken, dass Mensch getragen wird - egal ob er diese Unterlage Gott, Leben, Universum oder sonstwie nennt - muss erfahren werden. Erst dann kann er sich endgültig & voll verantwortlich dem Leben hingeben, das immer ihn höchst persönlich meint & das gleichzeitig ganz & gar unpersönlich ist.
Zuvor ist er ein mehr oder minder gehorsames Kind. Nicht umsonst redet man Menschen seit dieser Krise hier an wie Kinder. “Ist nur ein Pieks“! Da sind auch Kinder gemeint! Alle inneren Anteile, die es genießen, nicht verantwortlich sein zu müssen. Das ist völlig unabhängig von dem, was sich heute „Bildung“ nennt. Ich kenne mehrere Menschen, für die es Ausdruck höchster Freiheit ist, wenn sie ganzkörpergefesselt & völlig ausgeliefert vor einem anderen liegen & die Abwesenheit einer Wahl als höchste Freiheit empfinden (was letztendlich sogar wahr ist, nur eben nicht auf dieser Ebene. Aber dort kann das im begrenzten Rahmen erlebt werden).
Ich kann das komplett verstehen, weil es eine Wohltat ist, nichts verantworten zu müssen in einer Realität, die einem eigentlich simuliert, am Ende keine Wahl zu haben... in der man jedoch als verantwortlich erklärt wird, sich daran zu beteiligen, keine Wahl zu haben... „Sei weisungsgebunden wie ein Kind, aber verantwortlich dafür wie ein Erwachsener“ ist ein Konflikt in sich, dessen Auswirkungen überall in Form von Bindungstrauma sichtbar wird, das inzwischen so normal ist, dass es gar nichts anderes mehr gibt. Das wird nicht als Trauma wahrgenommen. Unsere Realitäten sind auf allen Ebenen gekapert & konditionell in den Grundlagen verzerrt.
Dieses Leben in der raumzeitlichen S-ich-tbarkeit ist in sich paradox. Bei tiefster voll bewusster & verantwortlicher Hingabe an das Leben... Gott.. oder sich selbst (was - wie dann zu erleben ist - dasselbe ist, weil wir höchstselbst Leben SIND & damit auch Gott)... ist zu bezeugen, dass die Freiheit der individuellen Wahl ab einem bestimmten Punkt von der Wahrheit & auch der Freiheit fortbringt... und die Auf-Gabe der Wahl zutiefst befreit.
Und dass der Umkehrpunkt, an dem man seine Wahl an Gott, das Leben, das Universum abgibt, einen zutiefst beschenkt & erblühen lässt. Hier gedeiht Mensch in sein ursprüngliches individuelles Sein... in das hinein, wie er schon immer gemeint war & kreiert seine eigene Realität bzw. lässt Gott sie durch sich kreieren... tausendfach schöner, als ihm persönlich einfiele. Weil Leben (oder Gott) eben alles kennt, was lebt & viel bessere Einfälle hat, als man selber. Dein Wille geschehe.... nicht der meine...
Hört einfach damit auf, Euch daran zu beteiligen, keine Wahl zu haben in Bereichen, wo Ihr eine habt. Sich selber sein ist keine Wahl. Keiner kann in Wahrheit was anderes sein. Aber alles einzustellen, das einen daran hindert, ist eine Wahl. Ihr verhaltet Euch wie Wesen, die sich eigenhändig an etwas klammern & gleichzeitig darüber schreien, dass sie so gefesselt sind. Kreiert Eure eigene Realität oder gebt diese Wahl ab an Gott... das Leben. Nicht dieser künstlichen Blase hier, die nichts von Euch übrig lässt. Nichts von Eurem Sein... nichts von Eurem Besitz & nichts von Eurem Leben.

(Evin 💗)

Verblassende Erde

Sehnsucht aller Meere

Niederkunft und Einverständnis

Was dich sieht das will dich

Ehre, Lob hob Preis

Was ist das Werde


~

Dienstag, 20. September 2022

Kelly Sweet - We Are One

 



Ich lebe in einer Fernbeziehung.

Mein Partner lebt in der Zukunft.


Ich kann mir nicht vorstellen dass es dich nicht gibt.

Irgendwo musst du ja sein.

 

Irgendwann und irgendwo

 





 Inszenierung

ich inszenierte meine Kindheit
auf den Bühnen der Gegenwart
immer und immer wieder
wie in einem Wiederholungszwang gefangen
mit verschiedensten Darstellern
die wiederum ihre Geschichte mit einbrachten
wurde das ganze Stück nicht nur absurd und tragisch sondern auch komisch
keiner wusste was hier läuft
am wenigsten ich
im Kampf und Fluchtmodus gefangen
als ginge es jederzeit um mein Leben
empfand ich Leben als so erschreckend
das ich es meist nicht mehr wollte
ich glaubte das die Gegenwart nichts mit der Vergangenheit zu tun habe 
und die Gegenwart aus sich heraus gegen mich handle
ich erlebte Ablehnung in jedem fehlenden Wort oder merkwürdigem Blick 
jede aus mir heraus gewählte Handlung die auch nur ein wenig Lebensfreude zeigte oder einen echten Teil meiner Persönlichkeit wurde mit Scham so beladen von Introjekten das ich regelmäßig Gefühle von Ersticken hatte und Depressionen.
Quälende innere Unruhe brachten mich zu merkwürdigen Entscheidungen und Handlungen
und immer im Modus von Kampf Verteidigung oder Flucht
oder ich übernahm für eine Weile die Rolle der Retterin für andere
und entnahm sie ihrer Selbstverantwortung in dem ich dachte ich müsste sie pampern und eben retten
ich stilisierte unbewusst, Menschen die nichts mit meiner Vergangenheit zu tun hatten, zu Tätern
in jedem war für mich ein potenzieller Täter
also ging es immerzu darum mich zu schützen
was für ein absolut anstrengendes Leben
als ich Krebs bekam war es kein echter Schock
ich war noch nie wirklich für mein Leben gewesen
ich war noch nie wirklich ich gewesen
ich hatte keine Ahnung wie sich ein eigenes echtes Leben anfühlt
deshalb konnte ich es auch nicht wollen

eine langsame sanfte Freundschaft mit dem Tod begann
und der Tod sollte mich erlösen
nicht vom Leben
sondern von den Ketten der Vergangenheit

ich wurde von der Vergangenheit gesteuert kann man sagen
ich war getrieben von meinem dysfunktionalen Nervensystem
das nie zur Ruhe kam
das in allem Gefahr sah
und das doch insgeheim nur entspannen und vertrauen wollte
aber nicht konnte

in der Zerrissenheit legten sich Schatten ums Herz
und der bekannte Tod war immer sehr nahe
und er befreite mich erneut
er befreite mich so tief
das ich begann meine eigene Präsenz zu fühlen 

ich begann zu vertrauen
das ich sterben werde
ist eine nackte Tatsache
so ist Hingabe an das Leben die einzige Antwort
nach der Odysee an Leid dauert die Antwort länger
aber sie kommt




Montag, 19. September 2022

"Sie haben Glück"

sagte das Mädchen vom unteren Dorf

"Gerade aus und dann nocheinmal zurück.

Dort wo die netten Enten warten können sie durchs Wasser waten"

Der alte Mann sah sie lange an.

Gespannt warteten beide.

"Wir haben nichts gesagt" sagte der alte Mann zahnlos lächelnd.

Das Mädchen kicherte und drehte sich unter dem Apfelbaum.

So viel Vernunft lag unter den Häusern.

Und darin, ach. Alle wissen es, keiner spricht es aus.

Sie sind zu müde um es zu merken.

Das Mädchen war zwischen den Ästen des nahen Waldes verschwunden.

"So wie du bist war noch niemand" ruft ihr der alte Mann lachend nach.

Er schultert seine Habseligkeiten erneut und sucht mit den Augen den Weg ab.

Nette Enten schauen aufmerksam auf.

Der alte Mann muss herzlich lachen.

Er macht sich auf den Weg und der Weg zeigt sich im Gehen.

Schritt für Schritt. Schritt für Schritt.

Nach einer Zeit die kein Maß kennt weil sie sich höchstens am Stand der Sonne misst

die sich aber heute hinter den Wolken ausruht

kommt der alte Mann an.

In seinem Dorf warten die Ältesten freudig auf seine Wiederkunft

und begrüßen ihn mit einem festen Händedruck der in eine Umarmung mündet.

Am Feuer sitzen die Kinder. Frauen erzählen Geschichten. 

Andächtige Stille und große Kinderaugen.

Zwischendrin schlendert ein streunender Hund und sucht Streicheleinheiten.

Der müde alte Mann legt sein Gepäck ab und sucht mit den Augen den Horizont ab.

"Es wird regnen. Sieben Tage" murmelt er.

Seine Frau sieht auf. Das helle Haar fällt ihr in Locken in die Stirn.

Ihre Schönheit ist die Reinheit ihres Herzens.

Sie lächelt nachdenklich aus ihren mystischen Augen in eine andere Welt.

Das sie blind ist hat sie sehend gemacht.



Sonntag, 18. September 2022

Patricia Kaas & Erkan Aki - Unter der Haut

 



Es geht noch weiter

bis in die letzte Nacht

wir tragen das Licht

in uns mit

im Feuer deiner Meisterschaft;

Seele gebird

und Ego transzendiert sich in den Hintergrund

so nackt und so bloß

wie ein Gefäß dass das Leben 

genauso gewählt hat

und alles nimmt

weil es weiß

weil es einfach weiß

um die Notwendigkeit jeder Erfahrung

die frei machen will

von dem was wir glaubten aber nie waren

~




 

Samstag, 17. September 2022

Herr K.

er hat die Bilder von den Worten

weg gemacht

er vollzieht sich selbst durch diese Nacht

keiner hat ihn kommen sehn


er bricht ein 

und bleibt dort liegen

schamlos

und zerschlägt mit sich

allen Grund


weil soviel Kälte keiner aushalten kann

wird sie kompensiert


es drängt ihn zur Friedensbewegung

wärend alles in ihm Selbstablehnung schreit

weil er Empathie nicht so kann


schon gar nicht für das Weiche in sich

das Freundlich sein will

weil es einfach alles liebt


er hat Angst

und geht in die Wut


in seinen Worten schlägt er mich tot


immer wieder


Ich bin wie Wind


ich bin überall

und nirgends


Ich blute alte Schmerzen aus

die noch warten

reaktiviert

im Garten

meiner Seele


und dankbar geh ich hin


weil die Schmerzen warten

das man sie sieht und liebt

und befreit

weil man sie sein lässt

und annimmt


und nicht mehr weg machen will


und wenn ich sie in meine Arme nehme

werde ich mehr Wind denn je


und atme mich

durch die Welt

wenn sie will


oder gebäre

Träume





Ghostly Kisses - Blackbirds (Official Video)

 


Lyrikhandlung - warum Lyrik

 Warum Lyrik? - Lyrikhandlung am Hölderlinturm

Ich kann nichts sagen weil ich nichts weiss.


Ich kann nicht sagen dass ich nie mehr in eine schwere Krise stürze.

Ich kann nicht sagen dass ich nicht doch durch Suizid sterbe.

Ich kann nicht sagen dass ich keine Spontanheilung erleben werde.

Ich kann nicht sagen dass ich nicht doch meine größten Träume leben werde.

Ich kann nicht sagen das morgen nicht die Welt untergeht.

Ich kann aber auch nicht sagen dass ab morgen alle nicht erleuchtet sein werden.


Ich kann nicht sagen was morgen kommt oder im nächsten Moment.


Weil ich es nicht weiss.


Und auch da bin ich mir nicht so sicher :-)



ps: das Schöne am Leben ist doch dass man es immer selbst ist. Ganz gleich welche Erfahrung man macht. Man erfährt sich die ganze Zeit selbst. Und zwar immer im Augenblick

der uns von gestern und morgen erzählt. Und auch das immer nur im Augenblick.

Ist das nicht interessant?

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