Donnerstag, 27. Januar 2011

das zweckentfremdete wacht neben mir
nach für nacht
bereit mich zu befallen
mit seinen sinnentleerten phrasen
seinem gequälten lächeln
und der gier nacht macht und geld

draußen werde ich verfolgt
von erfolgsmenschen
die mir ihre ellenbogen
in meinen weichen körper rammen

leuchtreklamen preisen kurzfristiges glück an

ich lese in der zeitung von neuen drogentoten

die anderen, die geblieben sind
und hinter die kulissen schauen
wirken müde und ausgelaugt

sie finden keinen sinn in den leeren vorgaben der welt
und erkennen die mechanisierung des menschlichen

zurecht weigern sie sich

doch finden sie keinen raum
fühlen sich ausgeschlossen
unten

sprechen von suizid
vom großem glück
der nicht-existenz

ich sehs mir an
und eh es zu spät wird
dreh ich mich um

überall dickicht

geh ich zurück?

unter umständen würden sie mich wieder aufnehmen

ich soll funktioneren

dann schimmert wieder suizid
durch meine sinne

und ich denke,
ehe ich so gehe
werde ich mich durch
das dickicht schlagen
mir einen eigenen weg bahnen
ohne zu wissen
ob es sich lohnt
wohin es führt
ob es weh tut
und ob ich es schaffe

und manchmal halte ich inne
ich bin nicht alleine

mein herz ist dabei

und ich gewinne distanz
zur lauten kalten maschinen welt

in meinem herzen bin ich glücklich

ich bin erfüllt
von meiner mission

meine hingabe an gott
stillt meine sehnsucht


und ich weiss,
egal welche weg ich auch nehme, ich gehe nach hause

Schneewittchen - Du musst an dich glauben

http://www.youtube.com/watch?v=0FBPF0SQvKk

Donnerstag, 6. Januar 2011

Ich steh alleine
Im Flur ohne Licht

Es weinen die Steine

Zinnober
Flüstert die Kälte

Ein Flügel streift mich

Ich entzünde die Kerze
Wärme und Licht
Du sagst es mir am Telefon
Es ist nur Kälte
Ohne Herz

Langsam bröckelt
Mein Halt

Ich schieb es weg
Das Grauen

Ich will es nicht sehen
Nicht sehen
Nicht fühlen

Das kalte Schwert
Dass du in mein Herz stößt

Und ich dachte
Du hast mich lieb

Mittwoch, 5. Januar 2011

M.H.

Wenn deine Augen senden
Sag mir bitte
Dies ist bestimmt für mich

Wenn deine Worte necken
Zeig mir bitte
Was du meinst damit

Wenn deine Hände meine Halten
Was ist das für dich?
Das gleiche was es ist für mich?


Du bist wieder da
Ich weiche dir aus

Ich schäme mich
Meiner Gefühle für dich

Und ich fürchte so sehr
Dass du es merkst

Und heimlich frag ich an Tagen ohne dich
Wann du wieder kommst

Nur noch einmal in deine Augen sehen
Die so leuchten
Wie ich noch keine leuchten sah

Wenn du wüsstest wie du bist
Für mich
Wie wunderbar

Für einen Moment wünschte ich
Es wär so

Aber im Großen und Ganzen
doch lieber nicht

Ich bin zu feige
Was mein Herz spricht
behalt ich für mich
und tu alles ab
als Spinnerei
hoffe dass es so ist
und dabei bleibt


sieh mich nie mehr so an!
wähle deine worte kühler!
und berühr mich nie mehr!

wenn du wüsstest


und es ist gut so
du weisst es nicht

nur manchmal....
Er grüßt lässig
Beinah vulgär

Ich schließe die Augen
Und atme nicht mehr

Kalt der Mamor
Unter mir

Meine Hände greifen
Und bleiben leer

Stürzt sich Scham auf mich
Und Ekel fällt ein

Wenn du wüsstest
Wie ich dich hasse
Wie sehr!

Dein Spiel mit der Macht
Und deine Freude an meiner Ohnmacht

Kalt ist der Mamor
Ich atme nicht mehr
Er starb über Nacht
er hatte nur
die Augen zu gemacht

Und ich blicke noch immer
in das selbe Bild
in das gleiche Gesicht

Das nichts gibt
und doch alles verspricht


Und sie schieben dich
Vor sich her
Durch den langen
Kalten Flur
Unter einem weißen
Leinentuch

Dann irgendwann
Betten sie dich um
In einen schwarzen Sack
Und sie fahren dich fort


Ich seh dir nach
Und die Ärztin tritt
Aus dem Raum
In dem du vorhin kurz verschwandest

Ich will fragen
Woran du
gestorben bist

Doch ihre Augen sprechen für sich
Und sie wendet den Blick

Und ich weiss
Und bin allein
damit



  Leben nach dem Tod Diana Markus   · 4 S t d .   · Am Ende kehrt jeder Tropfen(Seele) in den Ursprung zurück. Das universelle Gesetz, das ...