Donnerstag, 27. Januar 2011

das zweckentfremdete wacht neben mir
nach für nacht
bereit mich zu befallen
mit seinen sinnentleerten phrasen
seinem gequälten lächeln
und der gier nacht macht und geld

draußen werde ich verfolgt
von erfolgsmenschen
die mir ihre ellenbogen
in meinen weichen körper rammen

leuchtreklamen preisen kurzfristiges glück an

ich lese in der zeitung von neuen drogentoten

die anderen, die geblieben sind
und hinter die kulissen schauen
wirken müde und ausgelaugt

sie finden keinen sinn in den leeren vorgaben der welt
und erkennen die mechanisierung des menschlichen

zurecht weigern sie sich

doch finden sie keinen raum
fühlen sich ausgeschlossen
unten

sprechen von suizid
vom großem glück
der nicht-existenz

ich sehs mir an
und eh es zu spät wird
dreh ich mich um

überall dickicht

geh ich zurück?

unter umständen würden sie mich wieder aufnehmen

ich soll funktioneren

dann schimmert wieder suizid
durch meine sinne

und ich denke,
ehe ich so gehe
werde ich mich durch
das dickicht schlagen
mir einen eigenen weg bahnen
ohne zu wissen
ob es sich lohnt
wohin es führt
ob es weh tut
und ob ich es schaffe

und manchmal halte ich inne
ich bin nicht alleine

mein herz ist dabei

und ich gewinne distanz
zur lauten kalten maschinen welt

in meinem herzen bin ich glücklich

ich bin erfüllt
von meiner mission

meine hingabe an gott
stillt meine sehnsucht


und ich weiss,
egal welche weg ich auch nehme, ich gehe nach hause

  Leben nach dem Tod Diana Markus   · 4 S t d .   · Am Ende kehrt jeder Tropfen(Seele) in den Ursprung zurück. Das universelle Gesetz, das ...