es ist vor halb zwölf
und niemand reist mehr an
es ist mitten in der nacht
der bahnhof ist leergefegt
bis auf dass eine katze
auf leisen pfoten
durch die leeren flure geht
wartehallen
in denen müde menschen unruhig harren
sobald der tag sein anglitz zeigt
nicht einer
der das ahornblatt noch tanzen sieht
wenn der wind es nimmt und dreht
und alles sich bewegt
in meinem herzen
nicht einer
der mit mir in den himmel singt
und hört
wie herbst nun klingt
wenn wind im haar
und bäume ächzen
und rostbraun blattgemälde
von den letzten ästen fasten
bis ein neuer wind sie nimmt
nicht einer
der mit meinen füßen wippt
wenn musik aus einem andern nachbarhaus
bis in den bahnhof klingt
und wenn die katze um die beine schleicht
und schnurrt und weich
sich an den wangen zeigt
nicht einer der in dieser welt mitlebt
die meiner welt mein leben gibt
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