Bruchhaltezonen
WartehallenIrgendwo dort
zwischen Gepäck das niemandem gehört
und Geräuschen
die nicht zuzuordnen sind
lebe ich
kalte Gänge
führen nach irgendwohin
Schritte und Stimmengewirr
dringen bis hierher
ich harre in dieser Daseinskälte
bis in die Erschöpfung
aus
mein Körper ist wie Eis erstarrt
mein Geist bindet sich in Schlaufen
die sich tiefer drehen in den Morast
aus Versagen und Schuld
mit den Händen ist nichts mehr zu greifen
sie erschlaffen
an meinen Armen
die noch einmal
etwas halten wollen
aber auch dort wird das Signal fallen gelassen
ich fühle mich wie fallen an
ich schleppe meinen müden schweren Körper durch die Tage
an den Blicken der Menschen vorbei
mein Gesicht hängt bis in die Keller der Welt hinab
jedes Lächeln liegt irgendwo zwischen den Akten der To Do Listen und Rechnungen begraben
und ich wittere Feindseligkeit
weil ich die Projektion nicht erkenne
und winde mich
in einem Sud
der nach Abdanken riecht
aber Sehnsucht feiert
nach mehr
weil da Mangel sitzt
dick und unbeweglich
und immer im Weg
Druck klingelt alle paar Minuten an der Türe
meines empfindlichen Nervensystems
Prokrastination öffnet
natürlich nicht
So liegen wir alle hier rum
wortlos
zu Musik die mich nicht mehr berühren kann
ich fühle mich wie ein Fels
und von innen hohl
und frage mich ernsthaft
wie ich jemals leben konnte
und wie das nochmal ging
alles wirkt unerreichbar
die Menschen die Zeit das Lachen das Leben
alles was leicht war
wirkt aus einem abgedunkeltem Raum
schemenhaft in mein inneres Verließ
die Schatten könnten auch Bestien sein
wer weiss das schon
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