Sonntag, 31. August 2025

Ich geh durch dies Dunkel

Und breche auf

Was ich wär wenn ich mich wär


So ein Selbst

das sich kohärent erlebt

Ein Bewusstsein das nie abbricht

Sondern bleibt

In jeder Begegnung und in jedem Erleben

Innen und außen sind stimmig


Ich bin Bruchstücke

Jedes ringt um sein Leben

Bedürfnisse drängen an die Oberfläche

Manchmal alle gleichzeitig

Ich fühle mich geflutet von Drängen und Qualen

Und weiss nicht wohin mit mir


In der Außenwelt suche ich vergeblich nach Halt

Nach meinen alten Beziehungen

Nach jemandem der mich halten will und kann

Und ich erschöpfe mich daran

Ich greife nur in leere Luft

Die Menschen schweigen und sind einfach weg


Ich stehe sprachlos

In einer Welt die ich nicht verstehe

Und ich bin diese Welt auch


Meine Meinung, mein Empfinden, meine Haltung

mein Wunsch...

Ich lebe die Vielgestaltigkeit in Form und Farbe

Und ich habe die ganze Zeit das Gefühl

ich kann mich nicht ausdrücken, nicht verständlich machen

dabei mach ich mich schonungslos nackt

Seelenstripties...

Und trotzdem bin ich nicht gesehen


Ich gehe zersplittert

Alle ichs die ich bin


Was das bedeutet was nur der der es selbst erlebt


Immer wieder wird mir gewahr;

nicht lebensfähig

am Leben gescheitert

kein Selbst kein Ich

ich kann mich nicht leben

immer lebt ein Fragment von mir

und die anderen sind nicht dabei




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