Sonntag, 31. Oktober 2021

Freitag, 29. Oktober 2021

Mittwoch, 27. Oktober 2021

 


wir hoben den Morgen an
und sie zweifelte
sie zweifelte bis ins Gebet
es war ein Unterfangen
eine Prophezeiung 
die sich selbst nicht verstand
wenn das güldene innewohnt
sind wir bereit

später, hoch auf dem Berg
trug die Aussicht alle Zweifel fort
Licht kündigte sich an

der Schrei des Adlers

ein Hauch von Muskat, fast
es war Herbst

wir ließen die Drachen los
Fackeln brannten im Wind

wir standen zusammen, vereint
auf dem Berg
der alles war

und schauten gen Norden

wartend
wenn Sonne und Mond gemeinsam erscheinen
kommt ein Stern

alle Wasser, Feuer, Erde und Luft
werden in ihren Wesen erkannt

plötzlich wirkt alles gemeinsam
wie in einem Fest
für unsere Mutter Erde

ich begleite uns in die Freiheit ~


.......


der Zweifel an dir ist nicht unbedingt ein Gefallen an Gott.

Vielmehr wäre es doch die Liebe an seine Schöpfung - die du bist.

Auch unvollkommen. 

Dann verändert sich alles an dem du zweifelst selbst.

Liebe transformiert.

ich glaube dem Bild der "Sünde" in der Kirche liegt das Gefühl zugrunde

Gott gegenüber nicht würdig zu sein.

Den Ursprung mag es in dem loyalen Wesen des Kindes gegenüber den Eltern haben.

Wenn Eltern das Kind misshandeln hört es nicht auf die Eltern zu lieben sondern sich selbst.

Solange der Mensch (hier erwachsen) die Eltern idealisiert (so vermeidet er Schmerz) kann er sie kaum authentisch kritisieren. Er sucht die Schuld bewusst oder unbewusst bei sich selbst

um so das Bild der "guten Eltern" zu erhalten. Vermutlich kompensiert das noch ein viel tiefer liegendes Gefühl das schwer aushaltbar ist, so dass der nun erwachsene Mensch lieber sich

als Sünder sieht und den Fehler in sich sucht (den Ausgleich dafür findet er in der Kirche die ihm dafür "Gemeinschaft" anbietet) als sich dem Gefühl von "ungeliebt" zu stellen.

Und das die Eltern nicht unfehlbar sind. Zu echter (bedingungsloser) Liebe nicht fähig waren/sind (begründet wiederum auf ihrer eigenen unerlösten Geschichte -> transgenerationale Weitergabe).

Solange Gott mit den Eltern verwechselt wird (und bedingter Liebe)

anstatt sich dem Wunder der bedingungslosen Liebe (das man noch nicht kennt) anzuvertrauen

bleiben viele lieber in Angst und Schuld verhaftet und kreieren neues Leid.

Den Sprung in Gottes bedingungslose Liebe fordert etwas, wofür ich noch kein richtiges Wort gefunden habe.

Es ist wie an einer Klippe stehen und springen, im Vertrauen Gott fängt dich auf.

Vielleicht passiert gerade dies beim Sterbeprozess. Irgendwann also dürfen wir das alle tun.

Hingabe oder Vertrauen passt am besten. Gottvertrauen. Lebensvertrauen. Letzlich; Selbstvertrauen.

Und diese befreiende Erkenntnis; du bist gut so wie du bist.

Das ist der Weg in die Freiheit.



......


vermutlich geht die Transformation des Egos nicht über Ablehnung

sondern über Akzeptanz. So transformiert es sich seltsamer weise von selbst nach und nach.

Deshalb halte ich auch "Schuld" für eine so schwierige Energie. Sie bringt nichts in den Fluss und in Veränderung. Es ist eine schwere drückende Energie. Und hat ihre Heimat vielleicht auch in Angst.

Verantwortung wäre eine Energie die Veränderung ebenso als notwendig erkennt (als Not-wendend) und in den Fluss bringt.




  Leben nach dem Tod Diana Markus   · 4 S t d .   · Am Ende kehrt jeder Tropfen(Seele) in den Ursprung zurück. Das universelle Gesetz, das ...