Sonntag, 10. Mai 2026

"Begreifen das Lieben und Erkennen das selbe sind, ist der erste Schritt auf dem Weg zur Erleuchtung. Der finale Schritt ist Loslassen"

Sich selbst verlieren und alles gewinnen - Markolf Niemz

 


Mittwoch, 6. Mai 2026

Es gibt nichts zu sehen.

Nichts-

Eindringlich, ein wenig bedrohlich...

Haltlos?

Ja so nebulös neben meinem Kopf der es doch besser weiss.

Kann man sich meiden, davon laufen... Wahrheiten vertuschen..

holt einen doch alles ein?


Nichts. 

Bin ich falsch? Verkehrt? Was ist mit mir?

Die Gedanken finden keinen Halt.

Nichts.


Ich sitze hier.

Lausche.


Die Wahrheit?

Vielleicht näher als meine Nasenspitze.


Ich suche mich, was finde ich?

Zuerst eine Person. Diese Ich Struktur. Geschichten.

Definitionen, Glaubenssätze,.. all das. 

Und dann... Still.


Nichts.


Doch, warte...

Bewusstsein, Energie.. ohne Namen...

Keine Beschreibung.

Bin.


Silles Bin.

Sein.


Worte...

rauschen...


Still.


Lassen Sie mich jetzt!

Was will sie? Der Blickaustausch ist wirr.

Lass Sie mich jetzt endlich!

Das Ehepaar steht vor dem Raum und weiss sich nicht zu helfen.
Und ihr erst recht nicht.

Irgendwas mit Sturm ist draußen.

Man hört sogar Sirenen.

Aber die Vorhänge sind zugezogen.
Nur Ahnungen.

Ein Schuss.
Jemand stirbt.

Vielleicht auch nur Ahnung.

Ist das Leben mehr als Ahnung.
Kann es nur ein Traum sein?


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Die Stadt wurde nicht verlassen aber beseitig.
Niemalsgassen.
Blinde Worte hängen an kaskadenartigen Verglasungen
die zu Wassern brechen.
Wer hat die Zugluft herein gelassen? Ruft ein alter Herr.

Alles hat Vernunft, selbst der Tod.

Letzte Worte. Niemand spricht sie aus.
Aber das Wissen ist wie Flüstern...
In allem lebt es fort.

Wir liegen Bruchreif zu Boden geworfen.
Immer noch ganz.
Unser Blick ist Erstaunen.
Geprägt vom Himmelblick.
Es ist immer die Gnade jener die am Boden liegen.


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Um mich herum stehen die Dinge die ich vermeide

und schauen mich mit großen Augen an.

Nachts im Zimmer beginnen sie zu singen.


Ich versuche mich aufzuwecken

bis ich bemerke das ich wach bin,

dann versuche ich einzuschlafen.

Irgendwie entkommen.


Ich bin auf der Flucht.


Auf der Flucht vor einem Leben dem ich nicht gewachsen scheine.


Die Drogen stehen auf dem Nachttisch.

Sie singen nicht. Aber sie stehen da, loyal.

Fast wie Freunde.


Der Arzt ist mein Dealer.


Ein Schmunzeln huscht über mein Gesicht.

Ist das nicht grotesk?


Ich drehe mich zur Wand.

Der Vollmond darf meinen Rücken bescheinen.

Ich habe gerade keine Lust auf Licht.


Der Gesang wird etwas milder.

Die Dinge beginnen müde zu werden.

Mein Vermeidungsverhalten ist verfestigt.

Ich weiss; Depression.

Sie sitzt schon wieder vor meiner Türe.

Dick und unbeweglich mit dem immer wieder

mitleidserregenden Blick.

Also bitte ich sie herein.

Sie plumst vor mein Bett.

Ich schenke ihr eine Decke.

Ich kann sie nicht alleine lassen.

Sie kuschelt sich ein.

Wenigstens das, murmle ich und schlafe langsam ein.


Ich gleite über in diese andere Welt...

frei von meinem Körper und allen Räumen dieser Zeit.






"Ich hasse die ganze Welt in der ich jeden Tag leben muss,

sie überfordert und unterfordert mich"

sie legt müde ihren Kopf auf ihre Knie und schaut traurig aus dem Fenster.


Es regnet.

Niemand ist überrascht.


Ihre Stimmung und das Wetter sind kompatibel.


Ich streife sanft über ihre Haare und schaue mit ihr in die Welt.

"Ich weiss... " sage ich leise. Und mein Körper antwortet mit einem tiefen Atemzug.


Die Hündin liegt ganz nah an Marie geschmiegt.

Ihre Augen sind geschlossen und man hört ihre Atmung.

Ich habe manchmal das Gefühl dass Marie und Bella intuitiv verbunden sind. 


Jetzt regnet es in Strömen.


Marie zittert und weint. 

"Ich kann nicht mehr, verstehst du? Ich kann einfach nicht mehr"

Sie reisst die Decke von sich und schaut mich wütend an.


Ihr Blick ist so direkt und tief dass ich kurz auf den Boden schauen muss.

"Es tut mir so leid..."

"Du hast keine Ahnung. Wirklich!"


Sie steht auf und greift das Wasserglas vom Tisch

und wirft es gegen die Wand.

Alles zerspringt in tausend Glasscherben.

Bella schrickt auf.


Panik ist im Raum.

"Marie!!!" und ich merke mir versagt die Stimme.


Ich verstehe sie...aber fühle mich hilflos.

Wie gerne würde ich ihr eine andere Welt bieten als diese hier.


Schnell schalte ich und laufe ihr in ihr Zimmer hinterher.

In solchen verzweifelten Zuständen kommt es manchmal vor

dass sie sich selbst verletzt. 

Ich nehme sie fest in die Arme und halte sie umarmt.

Sie weint "Lass mich, lass mich...sterben"

"Sch... Schatz... ich halte dich gerade... spürst du?

Ich bin da. Ich verspreche dir wir finden eine Lösung.

Du musst das nicht mehr aushalten. Es tut mir so leid."

Traurig überrollt mich ebenfalls. Und Wut,

Wut darüber in einer Welt leben zu müssen die so fremd ist,

so kalt und so schwierig für uns zu verstehen.

Die Anpassungsleistungen die wir jeden Tag erbringen müssen

erschöpfen unsere Reserven, nehmen alles.

Vorallem die Lebensfreude.


Was ist der Sinn von so einem Leben?

Manchmal bete ich zu Gott, spreche.. warte auf Antworten..


Ich konnte von Marie von klein auf verstehen...

denn ich war und bin ihr sehr ähnlich.

Und ich verstehe wie schmerzhaft das Gefühl ist

von niemandem verstanden zu werden.

Es ist grauenvoll. Denn das nicht verstanden werden

ist real. Mehr als ein Gefühl.

Eine Realität mit der wir Leben müssen,

wir, neurodivergente Menschen in einer neurotypisch konstruierten Welt.

Die Menschen um uns herum verstehen nicht woran wir leiden.
"Reiss dich mal zusammen, denk mal positiv, sei halt nicht so"..

sind die dämlichen Sätzen die wir hören. Und das sind noch die freundlichsten.


Was sollen Kinder sagen?

Von Anfang irgendwie anders.

Aber sie wollen dazu gehören.


Am glücklichsten ist Marie in ihrer eigenen Welt.

Und ich lasse sie dort wann immer es geht.

Sie liebt unsere Hündin Bella

und kann stundenlang mir ihr in den Himmel schauen,

auf der freien Wiese liegend. 

Manchmal habe ich das Gefühl sie unterhalten sich...

auf einer intuitiven Ebene.

Während ich koche schaue ich manchmal zu ihnen

und stelle erstaunt fest wie sich beide immer wieder zeitgleich anblicken und es erscheint als hätten sie sich einen Witz erzählt den nur sie beide verstehen.


Es ist schön so ein besonderes Kind zu haben.

Sie hat eine große Phantasie und Kreativität.

Ich bin auch sensitiv und spüre manchmal dass wir Gäste in der Wohnung haben die keinen festen Körper haben.

Marie begrüßt sie und lädt sie zu Gesprächen ein

denen ich meist beiwohne.







  Leben nach dem Tod Diana Markus   · 4 S t d .   · Am Ende kehrt jeder Tropfen(Seele) in den Ursprung zurück. Das universelle Gesetz, das ...