Dienstag, 24. November 2009

Verena Glöggler-Wehinger

Thema; Wie kann ich mich von entwicklungshemmenden Rollenmustern und
von Vorwürfen lösen? Geht das?


Wir erfüllen alle Rollen als; Frau/Mann, Freundin/Freund, Schwester/Bruder,
Arbeitnehmer, Eltern etc.

Es kann sein dass wir uns eines Tages in einer Rolle nicht mehr wohl fühlen.
Wir sollten uns fragen; warum und woher kommt das?
Die Ursachen ergründen und angehen.

Welche Bedürfnisse habe ich? Und werden diese noch erfüllt?
Oder erfülle ich ständig nur die Bedürfnisse des anderen?

Und warum?

Weil ich denke dass ich nur so gemocht werde? Weil ich nicht "verletzen" möchte?

Aber was ist der Preis für mein ständiges "brav" sein?
Es kann in Depressionen münden.

Wichtig ist sich nicht zu verlieren.
Was sind meine Ziele? Was meine Bedürfnisse?
Diese mitteilen in einem "ich brauche dies" Gespräch.
Kein "du musst" oder aufrechnen wer was verdient hat.

Machen wir uns wieder zu Menschen mit Bedürfnissen.
Das ist zutiefst menschlich. So können Beziehungen gelingen.
Einander vermitteln was man braucht.
Sich entgegen kommen. Gemeinsam einen Weg finden.

Es kann auch sein dass manche Bedürfnisse anders gestillt werden müssen.
Dann kann man danach suchen was noch helfen könnte.


Meistens sieht ein solcher Weg etwas so aus;

1. Ich erfülle deine Bedürfnisse (und verleugne meine)

2. Ich gehe in die Rebellion (Zwischenzustand)

3. Ich übernehme Verantwortung für mich und gebe dir deine Verantwortung
für dich zurück

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Selbstliebe ist ebenso wichtig!!!

Allzuoft verurteilen wir uns selbst wenn wir etwas "falsch" gemacht haben.
Man wertet sich schnell ab und fühlt sich schuldig.

So ist macht man sich klein und handelt aus Schuldgefühlen heraus.
Es ist keine echte eigen Verantwortlichkeit da und es kann kein echtes
Mitgefühl entstehen da man immer nur aus der vermeintlichen Schuld heraus handelt.

Anders ist es bei echter Schuld. Bspw wenn ich einen Unfall baue und
durch mein Verhalten jemand zu Schaden kam.
Dann kann ich mein Bestes geben um dass wieder gut zu machen.
Aber mehr kann ich nicht tun. Damit ist es erledigt.


Es gibt viele Menschen die anderen Schuldgefühle machen (wollen) um sie
klein zu halten und sich groß zu fühlen.
Man kann in die Position des sich verteidigens und erklärens gehen.
Man kann sich ergeben (bspw. Ja du hast recht ich bin ein schlechter mensch)
Oder man kann damit spielen (humorvoller losgelöster umgang)
letzteres gelingt aber nur wenn ich die schuldgefühle nicht auf mich nehme
und die veranwortung für die gefühle des anderen nicht auf mich nehme.


ich trage keine verantwortung für die gefühle anderer.
ich bin nicht dafür verantwortlich dass andere glücklich sind.
das passiert in ihnen drin. darüber habe ich keine "macht".

der andere entscheidet selbst wie er sich fühlen möchte.

bspw. kann ich 2 menschen sagen "ich mag dich".
der eine freut sich darüber, der andere erschrickt sich und sagt dass ihm das viel zu nah ist.

das hat mit der geschichte des jeweiligen menschen zu tun.

ich sage in beiden fällen das gleiche aber jeder mensch reagiert unterschiedlich.

jeder sollte lernen verantwortung für seine gefühle selbst zu übernehmen.
dann kann man auch loslassen von erwartungen wie "mein parnter soll mich glücklich machen".
oder aber auch anderen schuld zu geben weil man traurig ist, wütend, sich nicht wohl fühlt etc.

hilfreich ist es dann mit "ich brauche" zu kommunizieren statt anderen etwas vorzuwerfen.


Wenn ich etwas falsch gemacht habe gebe ich mir Schuld, werte mich oft ab.

Man könnte sich aber stattdessen auch fragen;
was für ein Bedürfnis ist dahinter?
Was möchte ich?

Mit sich selbst liebevoll umgehen.


Statt; Was hab ich falsch gemacht?

Lieber; Was brauchte ich jetzt?


alles hat seinen Preis.
Was zahle ich für meine Harmoniebedürftigkeit bspw.?

oder wenn ich bei einem Mann bleibe der mir schlägt und ich angst vor dem Alleinsein habe...

Wir entscheiden selbst


1. Beobachten
2. Gefühle
3. Bedürfnisse
4. Bitten

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