Ergänzend
möchte ich diese Beiträge ergänzen weil dort etwas wesentliches nicht
berücksichtigt wurde:"Die erste grundsätzliche Bardo-Erfahrung ist die
Erfahrung der Ungewissheit darüber, ob man wirklich sterben, das heißt
den
Kontakt mit der materiellen Welt verlieren wird, oder ob man weiterleben kann. Diese Ungewissheit bezieht sich nicht darauf,
ob man den Körper verlassen wird, sondern alleine auf den Verlust des festen Bodens; es geht um die Möglichkeit, aus der
wirklichen in eine unwirkliche Welt einzutreten.
Man könnte sagen, die wirkliche Welt sei die, in der wir Freude und Leid, Gut und Böse erfahren. Es gibt einen Akt der
Einsicht, der uns Kriterien dafür liefert, wie die Dinge sind, eine grundlegende dualistische Vorstellung. Stehen wir jedoch mit
diesen dualistischen Gefühlen ganz und gar auf Tuchfühlung, dann ist diese absolute Erfahrung der Dualität selbst die
Erfahrung der Nicht-Dualität. Dann gibt es überhaupt kein Problem, denn dann sehen wir die Dualität aus einem vollkommen
offenen und klaren Gesichtspunkt, in dem es keinen Konflikt gibt; da ist dann nur eine wunderbare umfassende Schau der
Einheit. Konflikt entsteht, weil wir die Dualität einfach nicht sehen, wie sie ist. Wir sehen sie nur voreingenommen, auf eine sehr
schwerfällige Art und Weise. Ja, wir sehen überhaupt nichts wirklich angemessen, und so beginnen wir uns zu fragen, ob solche
Dinge wie ›wir selbst‹ und unsere Projektionen überhaupt existieren. Sprechen wir also von der dualistischen Welt als der
Verblendung, so ist diese Verblendung nicht die gesamte dualistische Welt, sie ist nur halbherzig, und das lässt uns schrecklich
unbefriedigt und unsicher werden; all das steigert sich immer mehr, bis wir an einen Punkt kommen, wo wir fürchten,
wahnsinnig zu werden, den Punkt, an dem es Möglichkeiten gibt, die Welt der Dualität zu verlassen und in eine Art wattige,
verschwommene Leere einzutreten, welche die Welt der Toten ist, der Friedhof, den es mitten im Nebel gibt.
Das Buch beschreibt, wie die Erfahrung des Todes in Begriffen der verschiedenen Elemente des Körpers immer tiefer und
tiefer vordringt. Körperlich fühlst du dich schwer, wenn das Element Erde sich in Wasser auflöst, und wenn das Wasser sich in
Feuer auflöst, dann merkst du, wie der Kreislauf aufhört zu funktionieren. Löst sich das Feuer in Luft auf, dann löst sich auch
jedes Gefühl von Wärme oder Wachstum auf; und löst sich Luft in Raum auf, dann verlierst du das letzte Gefühl eines Kontaktes
mit der physischen Welt. Schließlich, wenn sich Raum oder Bewusstsein in das zentrale Nādī auflöst, dann ist da die
Empfindung eines innerlichen Lichtes, eines inneren Glanzes, dann hat sich alles ganz und gar nach innen gekehrt.
Solche Erfahrungen ereignen sich andauernd. Der greifbare, logische Zustand löst sich auf, und man weiß nicht recht, ob man
Erleuchtung erlangt oder den Verstand verliert. Jedes Mal, wenn es zu einer solchen Erfahrung kommt, lassen sich vier oder
fünf verschiedene Stufen unterscheiden. Zuerst verschwimmt die greifbare Eigenschaft der physischen, lebendigen Logik; du
verlierst, mit anderen Worten, den physischen Kontakt. Dann suchst du automatisch Zuflucht in einer funktionaleren Situation,
das ist das Wasser-Element; du versicherst dich, dass dein Verstand noch funktioniert. Auf der nächsten Stufe ist dein Verstand
sich nicht mehr ganz sicher, ob er noch richtig funktioniert, irgendetwas in seinem Kreislauf hört auf zu arbeiten. Der einzige
Weg, sich noch auf etwas zu beziehen, ist der des Gefühls, du versuchst an jemanden zu denken, den du liebst oder hasst, an
etwas sehr Lebhaftes. Die wässerige Eigenschaft des Kreislaufes arbeitet nämlich nicht mehr, und so wird die feurige
Temperatur von Liebe und Hass zunehmend wichtiger. Doch auch diese löst sich langsam auf in Luft: du hast ein unbestimmtes
Gefühl von Offenheit, dir entgleitet leicht die Fähigkeit der Konzentration auf Liebe oder die Erinnerung an einen geliebten
Menschen. Alles kommt dir irgendwie hohl vor.
Die nächste Erfahrung ist der Glanz. Du bist bereit, aufzugeben; denn du kannst nicht mehr kämpfen, und im gleichen
Moment stellt sich eine Art von Unbekümmertheit ein. Es ist, als ob Schmerz und Freude gleichzeitig auftreten, oder als ob ein
starker Schwall eiskalten und kochend heißen Wassers sich gleichzeitig über deinen ganzen Körper ergießt. Es ist eine sehr
intensive Erfahrung, sehr mächtig und voll, die Erfahrung der Einheit, in der Schmerz und Freude dasselbe sind. Der
dualistische Kampf um den Versuch, etwas zu sein, ist durch die beiden widerstreitenden Kräfte des Hoffens auf Erleuchtung
und der Angst vor dem Wahnsinn vollkommen verwirrt. Die beiden Extreme sind so ausgeprägt, dass es zu einer gewissen
Entspannung kommen kann; und wenn du nicht mehr kämpfst, dann offenbart sich ganz von selbst der Glanz.
Der nächste Schritt ist die Erfahrung des Lichtes im täglichen Leben. Der Glanz ist der neutrale Grund oder Hintergrund, eine
Lücke bei Nachlassen der Intensität. Und dann beginnt irgendeine Einsicht, diese mit dem erleuchteten Bewusstseinszustand zu
verbinden, und es kommt zu einem plötzlichen Aufblitzen der meditativen Erfahrung, des Buddha-Wesens, oder, wie wir es auch
nennen können, des Dharmakāya. Haben wir jedoch keine Möglichkeit, uns mit der fundamentalen Einsicht zu verbinden und
beherrscht verwirrte Energie weiterhin unseren geistigen Prozess, dann steigert sich die Energie blindlings immer mehr und
fällt schließlich ab auf verschiedene Ebenen ›verdünnter Energie‹, wie man sie im Vergleich zur absoluten Energie des Glanzes
nennen könnte. Eine Grundtendenz des Ergreifens beginnt sich im Zustand des Glanzes zu entwickeln, und je nach ihrer
Intensität entwickelt sich daraus die Erfahrung der sechs Bereiche der Welt. Doch jene Spannung oder Anspannung funktioniert
nicht ganz von selbst, ohne aktivierende Energie; so wird, mit anderen Worten, Energie zum Ergreifen verbraucht. Jetzt können
wir die sechs Bereiche der Welt unter dem Gesichtspunkt verschiedenartiger Instinkte betrachten.".Mit anderen Worten kurz nach dem Augenblick des Todes erfährt man einen blauen "Raum" in dem es kein vorne und hinten und kein oben und unten gibt.Man hat das Gefühl des Fallens und dennoch gibt es dort nichts womit man eins werden kann.Hat man zu Lebzeiten das Nicht-Denken geübt und ist auch frei von allen Leidenschaften kann man sich dort halten und überspringt damit alle Dimensionen indem man sich im Nirvana hält.Neigt man jedoch zum Denken oder zu Leidenschaften wird man in die entsprechende Dimension gezogen in die man sich bereits entwickelt hat weil:Die Leere und der Glanz sind nicht zwei verschiedene Dinge,
sondern das Wesen der
Leere ist Glanz, und das Wesen des Glanzes ist Leere . . .
oder es gibt nichts es wird nie etwas geben und es hat auch nie etwas gegeben.Das einzigste was es gibt ist eine Leere ein Vakuum und der Glanz in den wir alles hineininterpretieren ist nichts anderes als Vakuumenergie .Diese Energie nenne ich Gott oder das Alles und das Nichts .Wir sind teil eines reinen Bewusstseins alles andere ist Illusion (in meinen Augen)
Text : Michael Schuleweit
Kontakt mit der materiellen Welt verlieren wird, oder ob man weiterleben kann. Diese Ungewissheit bezieht sich nicht darauf,
ob man den Körper verlassen wird, sondern alleine auf den Verlust des festen Bodens; es geht um die Möglichkeit, aus der
wirklichen in eine unwirkliche Welt einzutreten.
Man könnte sagen, die wirkliche Welt sei die, in der wir Freude und Leid, Gut und Böse erfahren. Es gibt einen Akt der
Einsicht, der uns Kriterien dafür liefert, wie die Dinge sind, eine grundlegende dualistische Vorstellung. Stehen wir jedoch mit
diesen dualistischen Gefühlen ganz und gar auf Tuchfühlung, dann ist diese absolute Erfahrung der Dualität selbst die
Erfahrung der Nicht-Dualität. Dann gibt es überhaupt kein Problem, denn dann sehen wir die Dualität aus einem vollkommen
offenen und klaren Gesichtspunkt, in dem es keinen Konflikt gibt; da ist dann nur eine wunderbare umfassende Schau der
Einheit. Konflikt entsteht, weil wir die Dualität einfach nicht sehen, wie sie ist. Wir sehen sie nur voreingenommen, auf eine sehr
schwerfällige Art und Weise. Ja, wir sehen überhaupt nichts wirklich angemessen, und so beginnen wir uns zu fragen, ob solche
Dinge wie ›wir selbst‹ und unsere Projektionen überhaupt existieren. Sprechen wir also von der dualistischen Welt als der
Verblendung, so ist diese Verblendung nicht die gesamte dualistische Welt, sie ist nur halbherzig, und das lässt uns schrecklich
unbefriedigt und unsicher werden; all das steigert sich immer mehr, bis wir an einen Punkt kommen, wo wir fürchten,
wahnsinnig zu werden, den Punkt, an dem es Möglichkeiten gibt, die Welt der Dualität zu verlassen und in eine Art wattige,
verschwommene Leere einzutreten, welche die Welt der Toten ist, der Friedhof, den es mitten im Nebel gibt.
Das Buch beschreibt, wie die Erfahrung des Todes in Begriffen der verschiedenen Elemente des Körpers immer tiefer und
tiefer vordringt. Körperlich fühlst du dich schwer, wenn das Element Erde sich in Wasser auflöst, und wenn das Wasser sich in
Feuer auflöst, dann merkst du, wie der Kreislauf aufhört zu funktionieren. Löst sich das Feuer in Luft auf, dann löst sich auch
jedes Gefühl von Wärme oder Wachstum auf; und löst sich Luft in Raum auf, dann verlierst du das letzte Gefühl eines Kontaktes
mit der physischen Welt. Schließlich, wenn sich Raum oder Bewusstsein in das zentrale Nādī auflöst, dann ist da die
Empfindung eines innerlichen Lichtes, eines inneren Glanzes, dann hat sich alles ganz und gar nach innen gekehrt.
Solche Erfahrungen ereignen sich andauernd. Der greifbare, logische Zustand löst sich auf, und man weiß nicht recht, ob man
Erleuchtung erlangt oder den Verstand verliert. Jedes Mal, wenn es zu einer solchen Erfahrung kommt, lassen sich vier oder
fünf verschiedene Stufen unterscheiden. Zuerst verschwimmt die greifbare Eigenschaft der physischen, lebendigen Logik; du
verlierst, mit anderen Worten, den physischen Kontakt. Dann suchst du automatisch Zuflucht in einer funktionaleren Situation,
das ist das Wasser-Element; du versicherst dich, dass dein Verstand noch funktioniert. Auf der nächsten Stufe ist dein Verstand
sich nicht mehr ganz sicher, ob er noch richtig funktioniert, irgendetwas in seinem Kreislauf hört auf zu arbeiten. Der einzige
Weg, sich noch auf etwas zu beziehen, ist der des Gefühls, du versuchst an jemanden zu denken, den du liebst oder hasst, an
etwas sehr Lebhaftes. Die wässerige Eigenschaft des Kreislaufes arbeitet nämlich nicht mehr, und so wird die feurige
Temperatur von Liebe und Hass zunehmend wichtiger. Doch auch diese löst sich langsam auf in Luft: du hast ein unbestimmtes
Gefühl von Offenheit, dir entgleitet leicht die Fähigkeit der Konzentration auf Liebe oder die Erinnerung an einen geliebten
Menschen. Alles kommt dir irgendwie hohl vor.
Die nächste Erfahrung ist der Glanz. Du bist bereit, aufzugeben; denn du kannst nicht mehr kämpfen, und im gleichen
Moment stellt sich eine Art von Unbekümmertheit ein. Es ist, als ob Schmerz und Freude gleichzeitig auftreten, oder als ob ein
starker Schwall eiskalten und kochend heißen Wassers sich gleichzeitig über deinen ganzen Körper ergießt. Es ist eine sehr
intensive Erfahrung, sehr mächtig und voll, die Erfahrung der Einheit, in der Schmerz und Freude dasselbe sind. Der
dualistische Kampf um den Versuch, etwas zu sein, ist durch die beiden widerstreitenden Kräfte des Hoffens auf Erleuchtung
und der Angst vor dem Wahnsinn vollkommen verwirrt. Die beiden Extreme sind so ausgeprägt, dass es zu einer gewissen
Entspannung kommen kann; und wenn du nicht mehr kämpfst, dann offenbart sich ganz von selbst der Glanz.
Der nächste Schritt ist die Erfahrung des Lichtes im täglichen Leben. Der Glanz ist der neutrale Grund oder Hintergrund, eine
Lücke bei Nachlassen der Intensität. Und dann beginnt irgendeine Einsicht, diese mit dem erleuchteten Bewusstseinszustand zu
verbinden, und es kommt zu einem plötzlichen Aufblitzen der meditativen Erfahrung, des Buddha-Wesens, oder, wie wir es auch
nennen können, des Dharmakāya. Haben wir jedoch keine Möglichkeit, uns mit der fundamentalen Einsicht zu verbinden und
beherrscht verwirrte Energie weiterhin unseren geistigen Prozess, dann steigert sich die Energie blindlings immer mehr und
fällt schließlich ab auf verschiedene Ebenen ›verdünnter Energie‹, wie man sie im Vergleich zur absoluten Energie des Glanzes
nennen könnte. Eine Grundtendenz des Ergreifens beginnt sich im Zustand des Glanzes zu entwickeln, und je nach ihrer
Intensität entwickelt sich daraus die Erfahrung der sechs Bereiche der Welt. Doch jene Spannung oder Anspannung funktioniert
nicht ganz von selbst, ohne aktivierende Energie; so wird, mit anderen Worten, Energie zum Ergreifen verbraucht. Jetzt können
wir die sechs Bereiche der Welt unter dem Gesichtspunkt verschiedenartiger Instinkte betrachten.".Mit anderen Worten kurz nach dem Augenblick des Todes erfährt man einen blauen "Raum" in dem es kein vorne und hinten und kein oben und unten gibt.Man hat das Gefühl des Fallens und dennoch gibt es dort nichts womit man eins werden kann.Hat man zu Lebzeiten das Nicht-Denken geübt und ist auch frei von allen Leidenschaften kann man sich dort halten und überspringt damit alle Dimensionen indem man sich im Nirvana hält.Neigt man jedoch zum Denken oder zu Leidenschaften wird man in die entsprechende Dimension gezogen in die man sich bereits entwickelt hat weil:Die Leere und der Glanz sind nicht zwei verschiedene Dinge,
sondern das Wesen der
Leere ist Glanz, und das Wesen des Glanzes ist Leere . . .
oder es gibt nichts es wird nie etwas geben und es hat auch nie etwas gegeben.Das einzigste was es gibt ist eine Leere ein Vakuum und der Glanz in den wir alles hineininterpretieren ist nichts anderes als Vakuumenergie .Diese Energie nenne ich Gott oder das Alles und das Nichts .Wir sind teil eines reinen Bewusstseins alles andere ist Illusion (in meinen Augen)
Text : Michael Schuleweit



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