Sonntag, 6. Oktober 2013
Samstag, 5. Oktober 2013
noch bist du da
hälst meine hand
hälst mich warm
in deinem arm
morgen soll es anders sein
der wechsel der gezeiten spiel mag ich nicht mehr
bin so müde geworden
vom leben
und satt an allen spielen
das ich mich ins hinterste eck
dunkel verkrieche
lasst mich einsam sein
in mein herz passt nichts mehr rein
ich schließe alle welten zu
und hinter mir das haus
ich verneine die dinge
die mich erst groß machten
und dann wieder fallen ließen
das leben lacht laut
wärend ich leise weine
hälst meine hand
hälst mich warm
in deinem arm
morgen soll es anders sein
der wechsel der gezeiten spiel mag ich nicht mehr
bin so müde geworden
vom leben
und satt an allen spielen
das ich mich ins hinterste eck
dunkel verkrieche
lasst mich einsam sein
in mein herz passt nichts mehr rein
ich schließe alle welten zu
und hinter mir das haus
ich verneine die dinge
die mich erst groß machten
und dann wieder fallen ließen
das leben lacht laut
wärend ich leise weine
Ich habe kein Vaterhaus,
und habe auch keines verloren;
meine Mutter hat mich in die Welt hinaus
geboren.
Da steh ich nun in der Welt und geh
in die Welt immer tiefer hinein,
und habe mein Glück und habe mein Weh
und habe jedes allein.
Und bin doch manch eines Erbe.
Mit drei Zweigen hat mein Geschlecht geblüht
auf sieben Schlössern im Wald,
und wurde seines Wappens müd
und war schon viel zu alt; -
und was sie mir ließen und was ich erwerbe
zum alten Besitze, ist heimatlos.
In meinen Händen, in meinem Schooß
muß ich es halten, bis ich sterbe.
Denn was ich fortstelle,
hinein in die Welt,
fällt,
ist wie auf eine Welle
gestellt.
(Rilke)
Freitag, 4. Oktober 2013
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