Donnerstag, 13. April 2023

Mittwoch, 12. April 2023

 


Ich stehe in meiner Seele alt an dieser Klippe.

Weit seh ich ins Land und seh die Sonne untergehn.

Es gibt keinen neuen Tag für mich/für uns.

Ihr habt noch ein Leben.

Ich kann das Lachen und Tanzen der Leute verstehen.

Sie haben noch ein Leben.

Sie haben dass was ich sah noch nie gesehn.

Ich stehe hier in Sturm und Regen allein.

Und ich kann sehen.

Aber es reicht nicht, es reicht nicht für ein Leben.

Es reicht nicht für mein Leben.


Es tut immer noch.


Ich hab den Freifahrtsschein gebucht

Nun geb ichs endlich zu

Mir war es selbst nicht ganz klar


Jetzt ist es unmittelbar


Es gibt nichts drum rum zu reden

Und trotzdem muss es niemand so ehrlich wissen


Ich hab die Freiheit gebucht

Am anderen Schalter

An dem fast niemand stand


Keine Ahnung von den Strapazen bis hier her

Freiheit ist ein hartes Los


Auf den ersten Blick sieht es mir niemand an


Aber mein Herz weiss es schon


Mein Lotse und mein Steuermann

Irgendwann

Gehn wir über Bord

An neues Land



Ich steh vor dem Leben

Ein Berg sieht mich an

Wie macht ihr das?


Ich geh meine Runde

Und fange erst an

Wie macht ihr das?


Dort wo Asphalt jedes Leben zu Boden schlägt

Wenn Lärm in den Nerven, alles Achterbahn dreht

Stress und Hektik - in irgendeiner Stadt

Und es klingelt irgendwo ein Telefon

Wer geht ran

und was endet, was begann?


Rechnungen und Kalkulationen

Konsum und Angst vor Morgen

Druck und Optimierungswahn

Wie atmet man nochmal

Und wie geht Stressreduktion?


Ein Baum steht da

Und wurzelt ruhig in seine Tiefe

Frieden atmet alles ein und aus

Erde ruft und nährt und trägt

Und Himmel weiten alles


Nur wie macht ihr das?

Mit den tausend Regeln und Gesetzen

All den Normen und Pflichten

Der Moral und dem Druck

Mit dem immer erreichbar sein

Und immer gut drauf


Ich stehe schweigend neben dem Baum

Alles ist wie immer

Nur ganz anders

Freitag, 7. April 2023

Ein Traum sah mich an.

Schweigend. Freundlich.

Zielgerichtet aber absichtslos.

Manifest aber unschuldig.


Und ich hatte keine Ahnung von Plänen.


Mein Herz schrie so laut.

Das Universum bebte.

Alles konnte mich hören.


Der Traum schien zu explo- oder implodieren.

Und ich war nur das Gefäß in dem alles geschah

- ich bin es immer noch.


Aber es geschah.

In einer meiner dunkelsten Zeiten.

Als kein Licht mehr war.


Es geschah in mein Leben.

Wie ein Sturm oder Gewitter auf freiem Feld

dem man nicht ausweichen kann.


Ich hörte mich sprechen

und sah es geschehen.

Ich war in die Beobachterposition gedrückt.

Vielleicht damit es geschehen konnte.

Allzu gerne hätte Geist-der-stets-verneint sabottiert.

Hätte kritisiert und Angst gehabt.


Aber hier geschah eine Öffnung.

Und ich wurde stiller Zeuge.


Ich wurde an die Verlebendigung des Traumes geführt.


Der Schrei meines Herzens 

hatte das Universum ergriffen.

Es schickte Boten los.

Es orchestrierte mein Leben neu.


Es geschah wie ein Wunder.


Ich hörte mich zu dem Fremden sagen "Du lebst meinen Traum".

Er lachte freundlich. 

Seit dem lerne ich von ihm.


Ein Mann der wie aus einer anderen Zeit zu kommen schien.

Ein Nomade, ein Pilger, ein Reisender, ein Musiker, ein Abenteurer...

Wenn ich an seiner Seite ging leuchteten die Augen von Menschen

und schnell entstanden Gespräche.


Viel Lachen war darin. Viel Weisheit.

Viel spontane Lebensfreude.


Es ist als würde wir einen ähnlichen oder gar den gleichen Geist teilen.

Wenn wir sprechen sprechen wir durcheinander und schnell... aber verstehen uns.

Wir springen durch die Themen der Welt und laufen durch Wiesen und Wälder.

Jammen oder Kräutersammeln. Orientiert oder Orientierungslos.

Arm in Arm oder einander musternd.


Ich bekam wieder das Gespür von Präsenz.

Alles andere verflog und war so egal.


Ich erlebte Offenheit und Unbefangenheit.

Und mein Geist wiegte sich in erfüllter Neugier

seinem Wesen entgegen.


Ein wilder Kuss lies mich ebenso wild zurück.

Und das Mädchen das errötet wenn man es schön findet...

Und das Abenteurer Herz das schon so lange leidet

findet anklang und Geschichten zum schwelgen und 

die Möglichkeiten... den freien Himmel der Möglichkeit

nicht dort, sondern genau hier. Jetzt.


Und der Sprung ins kalte Wasser,

ich kenn das doch.

"Nimm die Angst mit" will etwas in mir sagen.


Und ich will mich bereit machen.

So wie es Zeit ist wird der Sprung sein.


"Einfach machen" sagt der Mann und lacht.


Wenn ein Sucher zum Abenteurer wird

Und wenn ungezähmte Wildnis das Leben weckt

sag mir wer es nicht braucht

um wieder atmen zu können

und es trägt das Strahlen der Kinder zurück

und erinnert an in Pfützen baden

und Erde im Haar

und an wildes freies Lachen.


- das wir die schweren Samtumhänge von Scham Schuld und Angst

frei und bestimmt hinter uns werfen

und lachen... weil wir erlöst merken

dass Freiheit so nahe war, schon immer






 kannst du mir noch ein paar Beispiele nennen wie ich Schuld aus meinem System schmeissen kann?

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Zuerst mal aus dem Beobachter erkennen, dass da nen Schuldgefühl hochkommt und evtl. den Trigger dahinter finden. Wenn du den kennst, dann hast du ja schon viel gewonnen. Dann kannst du dir angewöhnen zwischen Impuls und Reaktion eine Pause einzubauen. Niemand zwingt dich sofort auf einen Impuls zu reagieren. Und dann hast du die Freiheit in dein Schuldprogramm zu investieren oder dir zu sagen: Das mach ich nicht mehr länger und du lässt es einfach SEIN.

Gysi über Alice Weidel

  Kognitive Dissonanz oder besonderer Humor 😂