Donnerstag, 4. Mai 2023
Keiner weiss morgen
Ist das nicht ein Fakt?
Aber jeder handelt damit
Jeder hat eine Projektion in das später
Und wenn es nur eine Hoffnung ist
Zeig mir den der im Gleichmut weilt
Weil alles immer Jetzt ist
Der Erwartungsfrei
In sich ruht
Zeig mir den Erleuchteten
Der Authentizität
Ist
Der Verstand ruft zur Eile
Das Morgen erwarten
Und das Gestern festhalten
Tiefste Ruhe
In einem Herzen
Das sieht und weiss
Nur bis zu den Rosen lächeln
Nur diesen letzten Stern berühren
Nur kurz, das nasse Gras berühren
...
Er saß unter dem Baum und lächelte
Wenn das Herz weiss
Und ruht
Lächelt alles
In tiefstem Frieden
An das Leben
Was muss ich denn haben, was muss ich denn sagen
Dass dich nicht verneint
Was muss ich denn machen, was muss ich loslassen
Damit es dir heller scheint
Hier auf den Stühlen wiederholt sich im selben Raum
Ein anno dazumal
Man muss nichts machen, man muss es nur lassen
Und verstehen was sonst niemand kann
Ohne das Wissen dass du behälst
Wie einen Stift und das Blatt Papier
Malst du die Worte geschliffen und rund
Aber ich bins nicht... ich war es noch nie
Über den Rand deiner Brille
siehst du mich nicht
Und ich sehe durchdrungen
in diesen Raum
der kein Bild mehr abgibt
und kein neues erzeugt
weil alles vergilbt das wir halten
und alles stirbt was wir fassen
ich kann den Tanz schon nicht mehr
als meine müden Kreise drehen
vor deinen Augen kommt kein neues mehr
weil du mich festhälst
in den Mauern deiner Aufsicht
die Türen müssten blau sein
und die Teppiche Wasser
die Decken sind offen
und man muss den Wind hören
vielleicht kann ich dann wieder kommen
Dienstag, 2. Mai 2023
Für Peer
Du und ich
auf dieser Reise
auf dieser merkwürdigen Reise
Mensch-Sein zu erfahren
So viel Gefahren und Hindernisse
Verwundungen und Verluste
So viel Unverstandenes und so viel Fragen
So viel Traurigkeit und Sehnsucht
So viel Einsamkeit
Aber auch so viel Stärke
So viel Lachen und so viel Schönheit
So viel Einmaligkeit
Und so viel Einzigartigkeit
So viel Moment für Moment
So viel bist du für mich
So viel Begleitung
So viel Nähe
So viel Seite an Seite
So viel Dank
und so viel Tapferkeit
So viel bist Du
Viel mehr als du denkst
Das Leben als Mensch
dieses Leben gerade
ist nur ein Wimpernschlag für die Seele
und ihre wundervolle Ewigkeit
Jedes Leben das ein Aspekt deiner ewigen Seele erlebt
fügt ihr etwas Fehlendes hinzu
und komplettiert sie
Das Leben hat etwas gnadenloses
Vielleicht ist es einfach das geheimnisvolle
Das überall ist und alles umschließt
Der Schmerz, der danach aussieht dass er nicht zu erlösen ist
Weiss von etwas, wie ein stummer Zeuge mit großen Augen
Da niemand die Bilder darin sieht versteht auch niemand die Tränen
Und die Fragen
Und die Suche
Das Leben würde das Geheimnis atmen
Aber die Welt macht einfach weiter
Schnell und ignorant und gnadenlos
Niemand bekommt darin den Raum den er braucht
Oder die Zeit die alles heilt
Vielleicht ist es das was ich meine und gnadenlos nenne
Die Natur hat ihre eigene Zeit
Sie ist zeitlos und von einer Ewigkeit berührt
die alles nährt und hält
Die Menschen im System
sind daran nicht interessiert
sie machen weiter, schneller höher und immer weiter
mehr, und noch mehr...
Wer darin atmen will und anhalten
und braucht um zu heilen
wird darin mitgerissen, ob er will oder nicht
und ob er kann oder nicht
oder er bleibt liegen
auf dem nackten Asphalt der toten Städte
Wieviel Leben ist das?
Zu wenig um zu heilen