Wir backen einen Kuchen.
Und dazu braucht man ganz bestimmte Zutaten.
Eine davon hast nur du,
eine andere habe nur ich.
(und andere menschen haben andere bestimmte
zutaten die man für den kuchen braucht,
und die nur sie haben)
sagen wir;
ich hätte Erdbeereis
und du Schokoeis.
Ich bin ganz glücklich mit meinem Erdbeereis
und finde es köstlich.
Dann zeigst du mir dein Schokoeis und ich bin fasziniert davon.
Du lässt mich sogar probieren.
Begeistert und gedankenverloren lasse ich mein Erdbeereis
fallen und komme zu dir.
Dein Schokoeis ist so interessant und lecker.
Das freut dich.
Aber ich hab sonst nichts dabei an dem du dich an mir freuen könntest.
Ich bin leer.
Ich versuche auch Schokoeis zu sein und leide an meiner schlechten Kopie.
Ich genüge nicht.
Du schmeckst viel besser nach Schokoeis
als ich jemals danach schmecken könnte.
Vielleicht fühlst du dich mit der Zeit auch etwas bedrängt
weil ich dir näher komme, immer mehr probieren möchte,
damit ich den Geschmack von Schokoeis besser kopieren kann.
Ja vielleicht bekommst du sogar Angst das ich dich ganz aufesse beim
probieren und es kostet dir viel Energie so viel Schokoeis zu sein
das ich mich davon mit-ernähren kann.
Ich denke ich sei leer.
Du bist meine Identiät.
Ich füle mich nie ganz, nie richtig,
lebendig, vollkommen ...
Ich liebe mich nicht.
Weiss nicht wer ich bin.
Ich bin ungenügend.
Durch mein Leid,
deine Äußerungen,
dass du dich bedrückt fühlst,
meine Leere, du siehst mich nicht,
äußeren Beobachtungen anderer ...
erinner ich mich an das schmerzhafte Bild meines
Erdbeereises.
Zunächst kann/möchte ich es nicht wahrhaben.
Mich von dir zu entfernen würde bedeuten
Leere zu fühlen und Chaos, bis ich mich (wieder)
gefunden habe.
Außerdem ist mein Erdbeereis schon etwas geschmolzen
und liegt schon so lange im Dreck.
Viel Arbeit wartet auf mich.
Und plötzlich merke ich;
Ich kann gar nicht nicht-genügen oder nicht vollkommen sein.
Wenn ich ganz Erdbeereis bin bin ich einmalig.
Mich gibt es nur einmal.
Ich bin Ich. Original.
Niemand sonst ist Erdbeereis.
Höchstens immer nur eine Kopie.
Und original schmeckt doch viel besser
Ich bin gut wie ich bin und ich bin an nichts messbar mehr.
Ja manche finden mich sogar köstlich.
Aber Erdbeereisliebhaber hätten mich kaum
hinter einer Schokoeis-Kopie erkannt.
Jetzt kann auch der Kuchen gelingen.
Denn dazu braucht es meine einzigartige Zutat.
Und jetzt wo ich wieder mehr ich selbst bin,
kann ich Schokoeis erst richtig genißen und
es dient mir als Inspiration.
Lecker finde ich es nach wie vor,
auch von hier aus
Und Angst dich zu verlieren habe ich (bestenfalls)
nicht da wir Kuchen sind.
Zutat eines Großen .... Kuchens ^^
Nach dem Tod in veränderter Form sicher auch und
dann probieren wir vom Kuchen endlich mal
ps: wenn man bei sich ist und sich ausfüllt ist man auch nicht mehr neidisch auf andere. vergibt. empfindet andere als inspiration und wunderschön.
hat nicht den wunsch sie zu werden da man sich ist.
hat auch nicht die angst sich in anderen zu verlieren.
muss deshalb keine mauern errichten.
ich bin. du bist. zusammen sind wir teil etwas größeren.
man ist in seinem göttlichen mittelpunkt/selbst/fluss ... angekommen,
verankert, verwurzelt, zuhause.
und erkennt nun auch in anderen ihre göttlichkeit.
man liebt sich. und die anderen.
viele ängste packen die koffer und ziehen aus einem aus.
ohne wiedersehen.
man fühlt sich verbunden mit allem, allen.
ist nie mehr einsam.
kann gar nicht mehr einsam sein.
weil man in sich ein zuhause hat und in der welt.
man muss nichts besitzen.
man beginnt auch den wellengang des lebens zu lieben.
die veränderungen.
man beginnt so gerne darin zu schwimmen.
man sucht nicht mehr nach land.
man leidet nicht mehr so am leben wie zuvor.
denn man hat land in sich selbst gefunden.
~
ich danke euch allen für alles.
das ihr mich begleitet habt und begleitet
für eure weisen worte,
euren zuspruch, eure hoffnung, euren mut,
eure wärme und liebe,
eure anteilnahme,
eure konstruktive kritik,
mich wachstupsen,
und an mich erinnern.
ich liebe euch ♥