Montag, 28. Juni 2021

im Schmerz ist ein Vergessen wach

das leise wimmert, frägt

das sich nach allen Seiten räckt

und keiner es erträgt

säuseln kann der Wind alleine

die Bäume beugen sich vor ihm

die Wände zittern

der Wind atmet im Vergehen

die Welten gehen über

die Schafe klagen laut

und die Gebärdensprache ist das einzige das bleibt

weils keiner weiss

weils keiner wissen will

weils keiner kann

jeder rettet sich alleine

und alles ist Übergang

immer nur Übergang

und stellt sich selber fremd


.......


wenn du wach bist

möchte ich dich fragen

ich möchte an deinen Klagen

Bäume pflanzen

deine Wände neu tapezieren

bis du sie müd geworden bist

in deinen Hecken gehen Rosen auf

und alle rufen nur; Vergiss mein Nicht

und wenn der klagende Wind

und die Sonne zerrt an den Nerven

weil alles zuviel wird

dann will ich hier sein


.....


wir stehen alle wie wunderbar

nur dass keiner mehr an Wunder glaubt

wir atmen die Vergänglichkeit

nur das keiner vergänglich sein will

und alles schmückt sich

und fährt fort 

und ich ergeb mich

jeden neuen Tag


.......


"so wie du es hier vorfindest"

und sie kämpft

und es lohnt sich

rufen die Geier

und warten auf ihren Tag

und sie kämpft

weil sie glaubt

dass es dann besser wird

die Sonne brüllt auch im Schatten

die Menschen sind wie fahle Geister

und selbst das Gras ist gelb

der Fluss zieht lange Schlieren

und wirkt matt und braun

ein Baum hat alles verloren

und ihr Lächeln hat alles müde

ein bisschen Wind noch im offenen Haar

ja der Himmel ist noch blau

aber matt ist die Welt geworden

und dreht sich weiter und weiter

und alles geht weiter

immer weiter

und immer so schnell

das sie kaum atmen kann

das sie kaum leben kann

- sie ist ausgestiegen




Mittwoch, 23. Juni 2021

Niemand ist ein Arschloch, weil es sich gut anfühlt ein Arsch zu sein.

Sie meinen keine Wahl zu haben, denn ihre eigene Ohnmacht lähmt sie, weshalb sie Macht auf andere ausüben müssen ‐ es ist eine Kurschlussreaktion aus dem Instinkt des Überlebens geboren, wie ein Wolf der beißt, wenn er in die Ecke getrieben wird.
Dabei findet diese Unterdrückung und in die Enge treiben psychologisch statt ‐ der "Arsch" führt aufgrund seiner traumatischen Erlebnisse eine toxische Kommunikation mit sich selbst und projiziert auf dich.
Du fungierst als Kanal und bist nicht verantwortlich für die Taten und Worte anderer an dir, doch dafür verantwortlich, ob du Macht an dir ausüben lässt. Das bedeutet jedoch nicht, dass du Mauern hochziehen sollst und dich wehren musst, denn damit blockiert du nur deine eigene Weite im Herzen.
Niemand hat Macht über dich, wenn du ihm diese nicht unbewusst zusprichst und es hilft allgemein damit umzugehen, wenn du verstehst, dass es nichts mit dir zu tun hat. Es hat nur mit dir zu tun, wenn du darauf emotional anspringst.
Es findet lediglich immer eine Schmerzprojektion statt, wenn man andere für sein Leiden verantwortlich macht und seinen Frust an ihnen ablädt.
Wenn du nicht länger als emotionale Müllhalde fungierst, bist du in der Lage die Situation ganz zu fassen, was es dir ermöglicht, klar und besonnen zu reagieren, was jedem Täter‐Einst‐Opfer die Angriffsfläche nimmt.
Dann schaltet sich dein Bewusstsein ebenfalls um: von unbewussten Verteitigungsmechanismen, hin zu Verständnis und Sanftmut, was in manchen Seelen einen Funken der Veränderung weckt.
Du hast die Macht den Stein der inneren und äußeren Veränderung ins Rollen zu bringen. Sei der Funke der Liebe, anstatt das Messer der Verurteilung und der Rache.

Oliver Ribbert

  Leben nach dem Tod Diana Markus   · 4 S t d .   · Am Ende kehrt jeder Tropfen(Seele) in den Ursprung zurück. Das universelle Gesetz, das ...