Sonntag, 12. Juli 2026

Sie wollen dieses zerfurchte Land nicht.

Mein Körper spricht.

Ich halte meine Augen zu damit ich sehen kann.

So gehen wir dahin.


Ratlose Wände halten die Hände auf.

Bäume stehen und schweigen.

Bis ein Blatt lachend von den Ästen fällt,

ein Tanz.


Es ist ein müder Nachmittag.

Der Himmel ist so blass dass ich ihm ein bisschen Sonne wünsche.


Alles erscheint lustlos. Schlaffe Körper und hängende Mundwinkel.

Jemand kauft Eis. Als wäre dass die Rettung der Welt.


Ich hebe meine Gedanken auf und gehe Richtung Wald.

Meinen Verstand zu verlieren und meine Seele zu finden.


Wortlos stehen wir uns gegenüber; Der Wald und ich.


Rehe fliehen meinen Blicken.

Ich fühle mich verwandt. 

Der Wind weiss alle meine Geschichten.

Hier atmen noch meine Träume.

Die Wasser sind voll von meinen Tränen.


Keiner spricht. Der Wald nicht. Und ich nicht.

Denn es gibt nichts mehr zu sagen;

als dieses eine letzte Lied

das nie geschrieben wurde.


Ich hänge meinen absichtsvollen missmutigen Verstand

an die alte Eiche und betrete dieses Geflecht

aus altem Wissen. Die Bäume summen leise.

Ich bin bereit und offen.


 

 




God Is an Astronaut - Hellfest Open Air 2026 - ARTE Concert

 



Samstag, 11. Juli 2026

 

„Manchmal zeigt sich der Weg erst,
wenn man anfängt ihn zu gehen.“

Paulo Coelho

Sonntag, 5. Juli 2026

Innere Aufräum- und Klärungsarbeiten

sind immer folgenreich.
Die Folgen sind in ihrem Ausmaß nicht vorherzusehen.

Wir vollziehen Alchemie auf energetischer, emotionaler, mentaler und vorallem struktureller Ebene. Letzteres ist die Konsequenz; eine strukturelle Veränderung und Klärung im gesamten Körper-Seele-Geist Feld. Denn alles bedingt sich gegenseitig und ist miteinander vernetzt.

Ich sehe den alchemistischen Charakter ganz direkt
in meiner Arbeit mit inneren (durch Trauma und andere belastende Erfahrungen) abgespaltenen Anteilen.
Zuerst erscheinen in mir belastende Gedanken und Gefühle.
Nicht selten in Formen von emotionalen Flashbacks, Selbstablehnung,
Depressionen, Ängsten, psychotischen Elementen, suizidalen Gedanken...
die Liste ist lang.

Ich bin in der Regel zuerst damit identifiziert, wie die meisten Menschen.
D.h. ich leide und halte die Gedanken/Gefühle für die "Wahrheit" und bin, je nach schwere, auch von einer Amnesie betroffen.
Das bedeutet dass ich auf mein Wissen und meine Metakognition nicht,
oder nur noch sehr bedingt zugreifen kann. Oft vergesse ich was ich bisher gelernt habe, was meine Ressourcen sind, dass das gerade mit Trauma zu tun hat und; wichtig! Ich vergesse dass das gerade ein emotionaler Flashback ist. In Folge wütet der innere Kritiker los und macht mich für meinen Zustand verantwortlich, beschuldigt mich und erklärt mir dass ich ein schlechter/unliebsamer/dummer/fauler.. etc
Mensch sein muss, da es mir gerade so geht wie es mir geht.

Das Gefühl von Zeit geht dazu verloren.
Dieses Leiden kann sich wie Ewigkeit anfühlen
und dass es kein davor und danach geben würde.

Das ist typisch für einen Flashback.

Ich habe verschiedene Therapieformen kennengelernt
und von verschiedenen Menschen und Therapeuten gelernt.

Ich habe für mich eine Form der Anteile-Integration entwickelt.

Das war ein langer Weg. Denn für diese Arbeit brauche ich den "inneren Beobachter" und einen "fürsorglichen Erwachsenen Anteil".
Und Co-Bewusstsein. Und im Grunde auch ein Umfeld dass mich re-erinnern kann an die die ich eigentlich bin. Oder was ich eigentlich bin
( das Selbst )

Und ich brauche einen Anker in der Gegenwart.
Bei mir geht das nur über den Körper.
D.h. ich muss zunächst ein sehr gutes Körpergefühl entwickeln
(auch energetisch).


Es ist komplex und mehrschichtig und hat viele Ebenen.
Ich merke dass mir die Worte gerade nicht reichen.

Dazu kommt noch das Nervensystem und die übernommenen Glaubenssätze.


Was ich eigentlich sagen wollte ist,
das die Integration von Anteilen ein alchemistischer Vorgang ist.
Mir zeigen sich meine Anteile sehr oft zunächst als dunkle, verlorene Wesen. Oft in Kellern oder Verließen. Oder im Wasser, nah dem Ertrinken.
Es sind meist kleine Kinder. Ich lese ihre Energie. Und sie zeigen mir sich in inneren Bildern. Ihr "Aussehen" ist metaphorisch und zeigt ihren Zustand durch die Traumatisierungen. Immer mal wieder bin ich auch geschockt. Es ist direkt und schonungslos. 
Manche glauben von sich sie wären böse und schlimme Wesen.

Wer ständig seine Schatten aus dem Alltagsbewusstsein halten muss
kann daran erschöpfen.

Diesen Wesen, mit meiner bedingungslosen Liebe, begegnen,
ihnen meine ganze Aufmerksamkeit schenken, die Erlaubnis so zu sein wie sie gerade sind und ihnen zeigen dass ich da bin und sie ernst nehme, verwandelt sie schließlich.

Sie zeigen später, kurz vor der Integration in mein Herz,
ihre Qualitäten. Ich sehe dann dass sie sich von den dunklen Wesen
und den belasteten Energien wie Scham, Hass, Ohnmacht
verwandeln in leuchtende Wesen die sanft sind, sensibel, verspielt, offen, verträumt und liebevoll. Das berührt mich jedesmal.

Trotzdem braucht es von mir Unerschrockenheit und eine gute Verankerung. Im Körper (der Verstand muss dafür pausieren, sonst zieht es mich aus dem Körper wieder hoch in die Gedanken),
aber auch in dem bedingungslosen Raum der ich bin, und dem inneren Beobachter. 

Ich finde die Anteile fast immer im Unterbauch bzw in den Chakren.

Ich reise an die dunklen Orte um sie zu finden. Dieses Reisen erinnert mich an das Reisen der Schamanen in die Unterwelt um Seelenanteile zu finden.

Meine innere Arbeit ist somit eine ganze Mischung aus
vielen Ebenen die sich hier vereinen (Körper, Energien, inneres sehen, Emotionen und auch das Rufen von Erzengeln zur Hilfe. Es braucht Bedingungslosigkeit und die wahrhaftige Vermittlung dass die Anteile nun sicher sind und willkommen. Ich spreche mit ihnen bzw es gibt Dialoge. Desto tiefer sie abgespalten sind desto länger braucht es meist.
Manche erreiche ich auf diese Art nicht mehr. Dann summe ich tief in den Bauch. Manchmal singe ich leise in einer intuitiven Sprache.
Es braucht eine bestimmte Frequenz die sich anfühlt wie Reinheit und leuchtende Liebe. Eine Liebe die ihr Kind sucht.
Irgendwann spüre ich eine Bewegung, etwas zeigt sich als lebendig. Etwas wurde aufmerksam und wach.. und traut sich schließlich sich bemerkbar zu machen. Viele Anteile haben sich selbst aufgegeben,
daher ist es so wesentlich selbst nicht aufzugeben bis eine Verbindung entstanden ist. Es braucht Zeit damit der kleine Anteil vertrauen fast.
Er liest meine Energie. Sie muss authentisch sein.

..

Das interessante ist, dass ich oft in emotionalen Flashbacks hänge
und manchmal das Leid so intensiv ist, dass ich glaube es nicht mehr auszuhalten. Vor der Arbeit gibt es oft verzweifelte Anrufe meinerseits bei anderen Menschen... meist hilft nichts...
bis mich irgendwas erinnert; das ist ein Flashback, da ist ein Anteil... 

Die Integration kann 1 Stunde dauern oder etwas länger.
Aber kurz danach erlebe ich jedesmal wie mein Körper kurz zuckt,
etwas gluckert, setzt sich, ich fühle mich aufeinmal ruhig, ganzer.
Erstaunt öffne ich die Augen.

Es fühlt sich an wie Frieden.
Und als käme ich frisch aus dem Urlaub.

Das Leiden ist verschwunden.


Das schwierigste sehe ich in dem merken dass da eigentlich gerade ein Anteil ist.

Denn wenn Leiden so intensiv ist, hat das meiner Erfahrung nach, fast immer mit der Vergangenheit zu tun. Etwas dass in Zeitschleife in der Vergangenheit festhängt und sie immer wieder erleben muss.
Durch Trigger in der Gegenwart wird es reaktiviert.
Und ich verliere meine Alltagskompetenz, mein Wissen, meine Selbstregulation, mein Erwachsen-sein.
Und bekomme dazu diese Amnesie.

Es gab Ärzte die meinten ich hätte schwere Depressionen.
Defacto waren sie immer über Anteile Arbeit auflösbar.

Und das andere Problem sehe ich im Fehlenden Wissen
bei Ärzten und Psychologen über diese Dynamik
und was hilft!!!






Wir stehen angelehnt an den Pfeilern und sehen die Schiffe sinken und wie Sterne winken. Irgendwie so und irgendwie dort kann man ja kaum un...