Freitag, 31. Juli 2026

Alles ebbt ab.

Was bleibt übrig, liegt fast brach.

Der Prozess ist zersetzend und seziert den Schmerz;

an den Rändern kaum auszuhalten.

In der Mitte ist Atem. Dieses Jetzt.

 

Halte ich die Stille aus?

Halte ich das alles aus?

Todesangst reisst an mir bis in die Panik.

 

Die Gefahr ist der Verstand.

Katastrophiert und ist wie vernichtend und für das kämpfende Ich

das den Halt verliert.

Alles was bleibt...

Ist der Raum des Gewahrseins

und der Zeuge dessen was geschieht.

In dem was kaum noch auszuhalten ist

zu bleiben.

 

Atmen.

Bestehen.

Und erleben;

was wirklich ist

unter all dem.

Montag, 27. Juli 2026

  Ich bin blickdicht.


Ich habe es mir ausgeredet.

Über die Jahre war ich gut.

Ein offenes Buch. Leicht zu lesen. Verständliche Sprache.

Notfalls Gebärdensprache, gemalte Bilder und all das Tanzen.


Alles war lesbar.

Ich dachte das auch.


Mir wurde ein "offenes Wesen" attestiert. Zugewandt und freundlich.

Fanden mich auch die Ärzte.

Aber verstanden hat mich trotzdem keiner.


Ich lies mich liegen um das Wesen der anderen zu fühlen.

Ich glaube ich habe vieles gelesen und gefühlt.

Es hat mir nur nicht geholfen dazu zu gehören und nicht mehr anders zu sein.


Die Farben dazwischen...

Bindungsstörung? Ist es das?


"Was du suchst sucht dich"


Ich bin wie ein Wolf der die Fährte wittert.

Auch gegen den Wind.

Aber da ist nichts.


Ich habe mir die "Augen ausgerissen" um sie mir anzusehen.

Aber nichts auffälliges.

Mich ins Dunkel eingeschlossen um mir zu begegnen.

Meine Schatten waren verstehbar und integrierbar.


An den äußeren Vergleichsmöglichkeiten scheitere ich.

Also lasse ich sie weg.

Definition und Schublade..


Etwas ist mystisch an mir.

Und ich bleibe wach.

So Rätselhaft dieses ganze Leben ist

was ist es was es lebt?


Was ist es das ich bin?

Ich kann mich nicht suchen, ich bin es.

Ich kann mich nicht sehen. Ich bin es.

Ich kann mich nicht denken.

Die Gedanken erscheinen bereits in mir.

Die Gefühle erscheinen in mir.


Die in der alles erscheint...

Was es ist.


Kann ich mich nie wissen?

Und Gott ist in mir, ich bin in Gott?

Dieses Schweigen?

Ist alles Nichts?

Und Ewigkeit?

Wie geh ich Heim?

In das ich schon bin?

Wo bin ich?

Bereits.

Freitag, 24. Juli 2026

 Dies Müde in mir.

Verkörperte Ruhe? Es ist wie Fehlalarm.

Wir gehen Nachhause, nein doch nicht.

 

Ich bin auf dem Absprung aber nichts geschieht.

Ich passiere die Schranke. Niemand ruft.

 

Wir sagen Freunde. Niemand sieht meine Sterne.

Oder mein Staunen. Ich bin mit meinen Wundern alleine.

 

Von den Menschen kommen Fragen die sich wie welke Blätter anfühlen

oder aufgeraute Arme. Ich schaue weit hinaus in mich hinein.

Weiss nichts mehr zu sagen. 

 

Ratlos und hilflos legen sie auf. Oder wechseln das Thema.

Als wäre mein Wesen ein Thema gewesen.

Samstag, 18. Juli 2026

Sonntag, 12. Juli 2026

Strukturelle Dissoziation: Die unsichtbare Wunde der Kindheit

 


"Dort wo wir waren werden wir nicht mehr sein.

Bereits dort wo wir sind ist es schon Vergangenheit. Siehst du?"


Er atmet und ich sehe wie Zeit zerfällt.


"Den Halt!" schreie ich.


Er lächelt so müde dass sein altes Gesicht tausend Furchen zu haben scheint.

"Ach" er sieht mich direkt an.

"So hast du es geglaubt?"


Er wirft mich in das kalte Wasser und wartet.


"Es ist kein Glück, es ist Bestimmung" ruft er lachend hinterher.


Das ich schwimmen kann hat er gewusst.

Das Element dem ich entstamme.. wie bloß...

Ich bin dies alles. 


Meine Gedanken ebben ab und ich tauche unter.





Sie wollen dieses zerfurchte Land nicht.

Mein Körper spricht.

Ich halte meine Augen zu damit ich sehen kann.

So gehen wir dahin.


Ratlose Wände halten die Hände auf.

Bäume stehen und schweigen.

Bis ein Blatt lachend von den Ästen fällt,

ein Tanz.


Es ist ein müder Nachmittag.

Der Himmel ist so blass dass ich ihm ein bisschen Sonne wünsche.


Alles erscheint lustlos. Schlaffe Körper und hängende Mundwinkel.

Jemand kauft Eis. Als wäre dass die Rettung der Welt.


Ich hebe meine Gedanken auf und gehe Richtung Wald.

Meinen Verstand zu verlieren und meine Seele zu finden.


Wortlos stehen wir uns gegenüber; Der Wald und ich.


Rehe fliehen meinen Blicken.

Ich fühle mich verwandt. 

Der Wind weiss alle meine Geschichten.

Hier atmen noch meine Träume.

Die Wasser sind voll von meinen Tränen.


Keiner spricht. Der Wald nicht. Und ich nicht.

Denn es gibt nichts mehr zu sagen;

als dieses eine letzte Lied

das nie geschrieben wurde.


Ich hänge meinen absichtsvollen missmutigen Verstand

an die alte Eiche und betrete dieses Geflecht

aus altem Wissen. Die Bäume summen leise.

Ich bin bereit und offen.


 

Wir stehen angelehnt an den Pfeilern und sehen die Schiffe sinken und wie Sterne winken. Irgendwie so und irgendwie dort kann man ja kaum un...