Sonntag, 11. März 2012

ich werde ewig leben

um gottes willen!!!

irgendwann wird irgendwer mich lesen
und ich werde hier nicht mehr schreiben
und mit diesem bewusstsein schreibe ich gerade

vielleicht liest mich ein mensch
der atmet, isst und schläft
der denkt und fühlt
der riecht und schmeckt
der lebt...

und er wird nicht wissen wo ich bin

und ich werde niemals so schreiben können
mit dem wissen wo ich dann bin

doch; da wo ich gerade bin war ich schon immer und werde es immer sein
und ich weiss nicht einmal wo

obwohl ich schon ewig existiere

EWIG
macht mir angst...

es ist wie immer wach sein...

ewig... wer hilft mir?
alles reisst mich mit ohne halt

meine besten freunde

WO SIND SIE?

wenn sie mir doch eben noch so nah waren
ich konnte ihren herzschlag hören
die warme hand fassen
wir lächelten uns entgegen

unsere gefühle, gedanken...

WO SIND SIE?

ein bisschen wie nie gewesen
und doch immer da

und erst recht; wer bin dann ich?

die anderen sehe ich sterben

aber meinen tod ERLEBE ICH SELBST!!!

SELBST
oh, so gern möchte ich verschwinden
in einer nährenden geborgenheit...
in dem bauch einer liebenden mutter...

verbunden
symbiose

schutz
halt

bloß kein selbst sein
so allein
so getrennt...

so ohnmächtig

und ich soll ewig sein?
warum weiss ich davon nichts?

warum jagt es mir solche angst ein?
die angst meines lebens?

siehst du mensch,
der mich liest,
du bist nicht einsam.

teilst du meine gedanken?

wo ich bin frägst du dich?
ich frag es mich auch

und doch bleibt in uns allen nicht ein kleiner rest
vom gefühl;

die toten sind in einer höheren weisheit
geborgen


~ om~


in liebe an mutter erde

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