Ihre Art, die Dinge zu durchschauen, die Zusammenhänge zu erfassen, die Untergründe zu erspüren und von der Metaebene aus zu betrachten, ist für alle anderen Menschen völlig unverständlich.
Unweigerlich werden ihre kommunikativ präsentierten Erkenntnisse nur auf der Oberfläche gegriffen und dort interpretiert - eine schmerzvolle Angelegenheit, da kein wirkliches Verstehen möglich ist.
Es ist eine kinästhetische Erfahrung, ein anstrengendes Sich-durch-den-Trichter schütten, ohne auf wirkliches Verständnis zu stoßen, das die so Betroffenen oft die ganze Kindheit hindurch, manchmal das ganze Leben lang leiden macht.
Viele von ihnen erleben früh die Hänseleien in Kindergarten und Schule und finden sich im Laufe der Zeit mit einer Form von Einsamkeit ab, die nur diejenigen nachvollziehen können, die es selbst erlebt haben. Es ist eine Einsamkeit des Herzens, eine Einsamkeit des Intellekts, eine Einsamkeit im Sozialen, eine Einsamkeit im Geistigen.
Erst dann, wenn ein Gleicher ins Leben eintritt, kommt es zu der Erfahrung, doch nicht verrückt zu sein, sondern dass es einfach ein Abyss des Bewusstseins ist, der gewöhnlich die Trennung total macht.
Sie sind die Künstler, die großen Weisheitslehrer, die ihre Kunst und Weisheit in die Welt schütten mit einer Hoffnung, die die Geduld der Jahrtausende hat, wohl wissend, dass das, was sie zu verschenken haben, oft nicht nur nicht gewünscht ist, sondern aus unverständlichen Dimensionen kommt, die unweigerlich falsch verstanden werden.
In den alten Zeiten waren das die Schamanen - wir werden neue Plätze für sie finden müssen, denn wo ihre Begabung früher die Verbindung mit den Ahnen war, muss man sie heute das Wissen um die Zukunft nennen."
gitta peyn
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Allein zu sein mit sich ist ein Grundbedürfnis.
Mensch kann nicht mit sich in Ruhe sein, ist er immer nur in Gesellschaft.
Gesellschaft bedeutet Rolle, aber Rolle ist nicht Selbst.
Auch wird Rolle zum Gefängnis, gibt es keine Ausgewogenheit zwischen Alleinsein und Sozialkontakten.
Der freie Mensch wechselt seine Rollen bewusst in Relation zum sozialen Umfeld.
Das setzt voraus, dass er in sich die Stille gefunden hat, denn Stille ist Voraussetzung für Bewusstheit.
Wer aber in sich die Stille gefunden hat, wertschätzt sie über allem anderen.
Es gibt eine Gemeinsamkeit unter jenen, die die Zärtlichkeit in ihren Augen haben, die im Gespräch dich sehen, nicht ihre inneren Dialoge: Es ist in ihnen still. Wenn sie allein sind, ist dort kein innerer Dialog, sondern nur bewusste Wahrnehmung des Tuns und des Erlebens - unkommentiert, weit, in Frieden.
Allein zu sein bedeutet, in Frieden zu sein.
Wer allein nicht in Frieden ist, der ist nicht allein, sondern beschäftigt mit inneren Zwängen, Gesprächen, Abbildungen von Personen.
Einem still gewordenen Menschen ist der Sozialkontakt kein tägliches Bedürfnis. Allen stillen Menschen ist gemein, dass sie ihn eher meiden, als dass sie ihn suchen. Und wenn sie in Gemeinschaft mit anderen sind, suchen sie immer noch in sich die Stille.
Stille und höchste Intensität der Wahrnehmung, effektive Handlung und mitfühlende soziale Aktivität sind tatsächlich eins. Der umfassende Intellekt bildet sich von allein dazu, er wird in der Stille zu einem natürlichen Produkt.
Die innere Stille ist der höchste Ausdruck von Kreativitätsbereitschaft. Dort sind auch die Unterschiede zwischen linear und holistisch aufgehoben - was geschaffen wird, ist eine Angelegenheit dessen, was der Fall, der Augenblick benötigt, und es wird auch in der größten äußeren Unruhe (die sich ruhig auch auf der Oberfläche des Inneren abbilden kann) noch aus der Stille heraus geschaffen.
Wo keine Stille ist, gibt es keine adäquate Abbildung der Welt.
Allein und still zu sein, ist ein Überlebensbedürfnis nicht nur für den Einzelnen, sondern für alle.
Dass so viele Menschen in unserer Gesellschaft nicht allein sein können und überhaupt nicht wissen, was Stille ist, ist das größte Symptom der Krankheit unseres Sozialsystems. In seiner Konzentration auf die Befriedigung äußerer Bedürfnisse sind die Seelen seiner beteiligten Individuen verkrüppelt.
Das Alleinsein und Alleinseinkönnen müssen wir suchen.
Haben wir es gefunden, kehrt Stille ein.
Dann wissen wir, was richtig und was falsch ist.
Vorher können wir nur schätzen und raten.
gitta peyn
Mensch kann nicht mit sich in Ruhe sein, ist er immer nur in Gesellschaft.
Gesellschaft bedeutet Rolle, aber Rolle ist nicht Selbst.
Auch wird Rolle zum Gefängnis, gibt es keine Ausgewogenheit zwischen Alleinsein und Sozialkontakten.
Der freie Mensch wechselt seine Rollen bewusst in Relation zum sozialen Umfeld.
Das setzt voraus, dass er in sich die Stille gefunden hat, denn Stille ist Voraussetzung für Bewusstheit.
Wer aber in sich die Stille gefunden hat, wertschätzt sie über allem anderen.
Es gibt eine Gemeinsamkeit unter jenen, die die Zärtlichkeit in ihren Augen haben, die im Gespräch dich sehen, nicht ihre inneren Dialoge: Es ist in ihnen still. Wenn sie allein sind, ist dort kein innerer Dialog, sondern nur bewusste Wahrnehmung des Tuns und des Erlebens - unkommentiert, weit, in Frieden.
Allein zu sein bedeutet, in Frieden zu sein.
Wer allein nicht in Frieden ist, der ist nicht allein, sondern beschäftigt mit inneren Zwängen, Gesprächen, Abbildungen von Personen.
Einem still gewordenen Menschen ist der Sozialkontakt kein tägliches Bedürfnis. Allen stillen Menschen ist gemein, dass sie ihn eher meiden, als dass sie ihn suchen. Und wenn sie in Gemeinschaft mit anderen sind, suchen sie immer noch in sich die Stille.
Stille und höchste Intensität der Wahrnehmung, effektive Handlung und mitfühlende soziale Aktivität sind tatsächlich eins. Der umfassende Intellekt bildet sich von allein dazu, er wird in der Stille zu einem natürlichen Produkt.
Die innere Stille ist der höchste Ausdruck von Kreativitätsbereitschaft. Dort sind auch die Unterschiede zwischen linear und holistisch aufgehoben - was geschaffen wird, ist eine Angelegenheit dessen, was der Fall, der Augenblick benötigt, und es wird auch in der größten äußeren Unruhe (die sich ruhig auch auf der Oberfläche des Inneren abbilden kann) noch aus der Stille heraus geschaffen.
Wo keine Stille ist, gibt es keine adäquate Abbildung der Welt.
Allein und still zu sein, ist ein Überlebensbedürfnis nicht nur für den Einzelnen, sondern für alle.
Dass so viele Menschen in unserer Gesellschaft nicht allein sein können und überhaupt nicht wissen, was Stille ist, ist das größte Symptom der Krankheit unseres Sozialsystems. In seiner Konzentration auf die Befriedigung äußerer Bedürfnisse sind die Seelen seiner beteiligten Individuen verkrüppelt.
Das Alleinsein und Alleinseinkönnen müssen wir suchen.
Haben wir es gefunden, kehrt Stille ein.
Dann wissen wir, was richtig und was falsch ist.
Vorher können wir nur schätzen und raten.
gitta peyn
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