Das ist UNSERE Zukunft!!
Mein kleinster Sohn kommt von der Schule nach Hause gerannt. Ich kann ihn schon von Weitem hören, er hĂŒpft und singt, manchmal ist es wieder kurz still und dann weiĂ ich, er ist gerade stehengeblieben, um sich eine Pflanze anzuschauen, die er vorhin im Unterricht durchgenommen hat. Oder um in den Himmel zu sehen, der strahlendblau ĂŒber uns steht und zu ĂŒberlegen, wonach die Wolke aussieht, die er gesehen hat.
"Mama, Mama" ruft er, "heute haben wir wieder was ganz Tolles gemacht. Wir haben in der Schule neue HeilkrĂ€uter durchgenommen, die gegen Bauchweh helfen. Soll ich sie Dir zeigen?" Ich schau ihn an und mein Herz will platzen vor Freude und Liebe. Sein kleines Gesicht leuchtet vor GlĂŒck, er strahlt eine unbĂ€ndige Energie und Lebenskraft aus.
" Gern, mein Schatz" sage ich zu ihm. "Wo ist denn dein Bruder?" "Ach" antwortet er, "der wollte mit zu Noah, dort sind heute morgen wieder KĂ€lbchen geboren worden."
"Schön" sage ich und nehme meinen Kleinen erst mal fest in die Arme. "Dann essen wir eben zu zweit" Mein GefĂ€hrte ist noch unterwegs, eine junges Paar baut gerade ein Haus fĂŒr sich und da helfen immer alle mit, wir arbeiten gemeinsam.
Zum Mittagessen gibt es Kartoffelauflauf, mit GemĂŒse aus unserem Garten. Wir pflanzen fast alles selber an, unser Boden ist sauber und nĂ€hrstoffreich. Und was wir selbst nicht haben, das tauschen wir mit unseren Nachbarn, die auch unsere Freunde sind. Denn Geld haben wir abgeschafft, es wurde unnötig. Ab und zu finde ich noch einen Schein aus der alten Zeit, der zum Flieger gefaltet wurde.
Fleisch gibt es sehr selten bei uns. Wir mögen es nicht mehr gern, die Zeit wo wir andere Lebewesen fĂŒr uns ausnutzten und quĂ€lten ist lĂ€ngst vorbei. Nur ab und zu, wenn ein Tier gestorben ist, kommt es auch mal als Mahlzeit auf den Tisch, die MĂ€nner hĂ€ngen doch noch ein wenig daran.
Unser Wasser holen wir aus den Quellen die es ĂŒberall gibt, sie sind rein und man kann alles bedenkenlos trinken. Die Krankheiten sind stark zurĂŒckgegangen seid wir keine Chemie mehr benutzen und unsere Alten schlafen in einem angemessenen Alter friedlich und ohne Qualen ein. Und niemals mehr ist jemand von ihnen alleine.
Ăberhaupt, wir kĂŒmmern uns alle gemeinsam um die Alten in unserem Dorf. Gemeinschaft, das ist das Wichtigste bei uns. Wir helfen einander, jeder nach seinen Möglichkeiten, niemand hungert, niemand ist ohne Obdach, jeder hat immer dann Gesellschaft, wenn ihm danach ist.
Nach dem Essen springt mein kleiner Wirbelwind schon wieder auf und rennt in den Wald, neben dem unser Haus steht. Dort wird nachmittags neben vielen anderen Dingen BogenschieĂen geĂŒbt. GlĂŒcklich ĂŒber seine Freude schau ich ihm hinterher.
Unsere Kinder wachsen zufrieden auf, im Einklang mit der Natur und ja, sie lieben die Schule. Feste Schulzeiten gibt es nicht mehr, jedes Kind kommt, wenn es ausgeschlafen hat und geht, wie es mag. Und dennoch werden sie zu selbstbewussten, starken Menschen, weil dort FĂ€cher gelehrt werden, die wirklich wichtig sind, fĂŒr die Entwicklung der Menschheit.
Schulnoten...? Brauchen wir nicht mehr. Jedes Kind ist sehr gut, so wie es ist, das wissen wir und dafĂŒr benötigen wir kein Zeugnis.
Zufrieden schau ich mich noch einmal in unserem kleinen, bunten und liebevoll eingerichteten Haus um und verlasse es, ohne abzuschlieĂen. Wozu auch? Jeder von uns hat genug, niemand hat es mehr nötig, dem anderen etwas wegzunehmen.
Unterwegs zur Dorfmitte, wo abends wieder ein Lagerfeuer mit Gesang und Tanz stattfinden wird, fĂŒr jeden der mag, sinniere ich kurz ĂŒber die alte Zeit...
Was hat sich doch alles verÀndert! Von da, als es die Regierungen und StaatsmÀchte noch gab, bis jetzt war ein weiter Weg. Aber wir haben es geschafft, mit vielen guten Menschen, die erkannt haben, dass dieses Leben vorher nicht das war, was wir leben sollen...
Oh, ich vergaĂ, unser Land, in dem wir leben, hat einen neuen Namen. Wir haben es: Freiland getauft. Deutschland fanden wir nicht mehr passend.
besonders schöner Netzfund 
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