Donnerstag, 20. Januar 2022

Depressionen

müde.

und der Schlaf nagt

an meiner Seele

ungefragt

ein Tag verlässt 

den Schatten

das die Nacht

sich über mich

legt

das etwas Geborgenes

meinen Namen

durch die Wälder trägt

das etwas müdes

abgewandt von mir

die Welt versteht

wo sich etwas offen legt

das sich meinem Blick entzieht

wenn alles dunkel ist


.....


sie fühlte sich wie etwas müdes

weggeworfenes

an

das aus dem dunkel schleicht

und alles an ihr vorbei geht

das kein blick

an ihren augen hängt

und nur das leere

zwischen den ritzen im asphalt

kaum eine junge blume gebärt

so ungesehen war alles leben

und jetzt fällt müder erster schnee


.........


in den wortlosen fingern

die an armen sind

die hängen von den schultern

wenn der rücken krumm

vom tragen

der lasten

kein wort mehr kommt

wenn auch der mund

wie versiegelt erscheint

weil die worte darin

keinen raum haben

zum entstehen

und weil die lippen

wie aufeinander geklebt

oder genäht

das nur der letzte schnee

von etwas weiss


....


die kerze leuchtet unbeirrt

im lichtschein

so da

und nicht fort

und warm

und hell

wie eine freundin

die einfach da ist


.....


im schnee liegt meine hoffnung

schneeflocken

die leicht vom himmel fallen

wie federn

so weiß

wie in kindertagen

so schön

etwas ganz besonderes

geschieht

weil es alles

in eine weiße

decke hüllt

die vielleicht liebt


danke



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