Sonntag, 12. Juni 2022

der Unschätzbare

hat das zeitliche gesegnet

hier bin ich

-

wo sucht das Vergebliche meinen Namen?

und wenn ich schlafe?


wieviel Zeit fließt von meinen Haaren

wenn weiße Rosen für mich atmen


wie wertvoll ist mein Leben oder mein nicht-leben?


blaß färbt sich das Licht

weil es nichts mehr weiss

wenn ich weine


und wenn ich lache

ist mein Lachen so alleine


hier bei den Gräsern

ist noch die Erde

sie riecht nach dem Vergehen und Werden

wenn ich das kühle Gras berühre

und in den Nachthimmel sehe

ist das Liebe?


wenn Wind in letzten wilden Bäumen raunt

und Sterne funkeln

hab ich Sehnsucht im Gemüt


Sinne sind wie betäubt

meine Dummheit ist mein Freund

und mein Vergessen Gnade


Schleier schleichen sich an

gegen die ich noch ankämpfe


ich wollte erwachen

doch meine Kräfte verlassen mich


ich schaue den Erleuchteten noch nach

fasziniert und unerreichbar

ich höre die Chöre der Engel

und mein Vergessen lässt mein Gehirn schlafen


müde trägt das Chaos mich in ein Kokon

ich warte noch auf meinen Stern - hör ich mich flüstern


ich hab so viel gekämpft


ich hatte immer Angst das Leben nicht zu verstehen

als wüssten alle wie es geht, außer mir


so liegt der Krieg

im Schlachtfeld meines Geistes

der ein Schachmatt setzt

an den Gewinner

der Zeit


wie sind alle meine Zellen zusammen einsam

und meine Seele heimatlos


wie sich das anfühlt hat noch nie jemand gefragt


sie denken es ist Poesie

aber es ist Realität


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Wir stehen angelehnt an den Pfeilern und sehen die Schiffe sinken und wie Sterne winken. Irgendwie so und irgendwie dort kann man ja kaum un...