Ein Tag watet durch meine Erkenntnisse
Ich habe Sprachlosigkeit neben mir
Nichts das festzuhalten wäre
Ich bin irgendwo abgetaucht
und irgendwo aufgetaucht
ohne sichtbar zu sein
Ohne verstanden oder gefühlt zu werden
Nebel hüllen den Schmerz ein
Unbestechlich ist etwas erwacht
Etwas Geborgenes hält mich im Arm
Etwas Weiches fasst mein Wesen an
Bis ich erkenne dass beides mein Wesen selbst ist
Die Erde ist eine atmende Freundin
Die Welt eine Fremde und wie weit weg
Gerade so als wäre sie Plastik
Ich sitze unerreichbar neben einem Freund
Er sitzt neben mir und wäre erreichbar
Manchmal tauche ich ab... in Details
In einer Zeichnung oder einem Wort
Und bin so darin dass alles andere verschwindet
Manchmal tauche ich im Raum der anderen wieder auf
Der Kontakt mit dem Freund ist unbedrohlich
Und freundlich
Die anderen sind verschieden
Manche Gesichter wirken so müde
Und ebenfalls unerreichbar
Eine nette Bekannte lächelt mir manchmal zu
Ich versuche ein Lächeln zurück
Ich mag sie wirklich
Aber ob ich es zeigen kann- ich glaube eher nicht
Dazwischen rutscht wieder die Fremde
Und in mir eine Stille
Ohne Gedanke oder Emotion
Und ich beobachte die Gespräche
Ich kann mich nichts mehr wirklich über mich selbst fragen
Weil da keine zwei sind
Ich und selbst wären zwei
So bin ich da.
Spüre meine Beine die heute eher schwer sind
Meine Arme die entspannt auf dem Tisch liegen
Bewunder manche Augen die leuchten
Und vorallem die Seelen dahinter
Die ich mag
Ich seh mir die müden Gesichter an
Und weiss von den inneren Kämpfen
Trotzdem spüre in in mir eine leichte Antipathie einer Frau gegenüber
Wahrscheinlich deshalb weil sie mich immer wieder kritisch betrachtet
Ich sollte es längst gewohnt sein
Als sie mich im Freibad traf war das Gespräch sehr freundlich
Aber trotzdem ignoriert sie mich öfter seit dem oder schaut missbilligend
Ihr letzter Kommentar "Du hast aber arg abgenommen"
Die Dame links spricht vom Glücklich sein und werden
Pastoralreferentin steht dort
Mein Wissen wird aktiviert
Ich schreibe alles auf was durch mich hindurch fließt
Viele sprechen davon was sie glücklich macht
Ich höre bestimmte Lebensmittel essen, die Enkelkinder sehen, etwas lernen...
Als ich ansetze zu sprechen merke ich bereits dass das was ich sage eine andere Energie hat
Es ist wie eine Entschuldigung als ich beginne mit "Ich weiss nicht ob das gerade passt..."
Ich spreche davon dass Glück doch bedingungslos sein sollte.
Und erzähle was ich gelernt habe...
Die Stille überwältigt mich immer wieder.
Ich höre die Gespräche eher wie einen fernen Zug.
Manchmal horche ich auf.
Ich merke dass ich irgendwie aus der Zeit gefallen bin.
Seit einigen Wochen erlebe ich mich völlig verändert.
Es sind irgendwie Prozesse...
Es verändert sich immer wieder etwas und ich habe keine Ahnung wohin.
Dabei war so etwas wie Existenzpanik.
Haltlosigkeit und Trauer.
Weil die Welt so fremd für mich ist
weiss ich nicht was ich in ihr soll.
Ich bin da.
Und vielleicht ergibt sich alles andere...
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