Dienstag, 25. April 2023

Ein Tag watet durch meine Erkenntnisse

Ich habe Sprachlosigkeit neben mir


Nichts das festzuhalten wäre


Ich bin irgendwo abgetaucht

und irgendwo aufgetaucht

ohne sichtbar zu sein


Ohne verstanden oder gefühlt zu werden


Nebel hüllen den Schmerz ein

Unbestechlich ist etwas erwacht


Etwas Geborgenes hält mich im Arm

Etwas Weiches fasst mein Wesen an

Bis ich erkenne dass beides mein Wesen selbst ist


Die Erde ist eine atmende Freundin

Die Welt eine Fremde und wie weit weg

Gerade so als wäre sie Plastik


Ich sitze unerreichbar neben einem Freund

Er sitzt neben mir und wäre erreichbar

Manchmal tauche ich ab... in Details

In einer Zeichnung oder einem Wort

Und bin so darin dass alles andere verschwindet


Manchmal tauche ich im Raum der anderen wieder auf

Der Kontakt mit dem Freund ist unbedrohlich

Und freundlich

Die anderen sind verschieden

Manche Gesichter wirken so müde

Und ebenfalls unerreichbar

Eine nette Bekannte lächelt mir manchmal zu

Ich versuche ein Lächeln zurück

Ich mag sie wirklich

Aber ob ich es zeigen kann- ich glaube eher nicht


Dazwischen rutscht wieder die Fremde

Und in mir eine Stille

Ohne Gedanke oder Emotion

Und ich beobachte die Gespräche


Ich kann mich nichts mehr wirklich über mich selbst fragen

Weil da keine zwei sind

Ich und selbst wären zwei


So bin ich da.

Spüre meine Beine die heute eher schwer sind

Meine Arme die entspannt auf dem Tisch liegen

Bewunder manche Augen die leuchten

Und vorallem die Seelen dahinter 

Die ich mag


Ich seh mir die müden Gesichter an

Und weiss von den inneren Kämpfen

Trotzdem spüre in in mir eine leichte Antipathie einer Frau gegenüber

Wahrscheinlich deshalb weil sie mich immer wieder kritisch betrachtet

Ich sollte es längst gewohnt sein


Als sie mich im Freibad traf war das Gespräch sehr freundlich

Aber trotzdem ignoriert sie mich öfter seit dem oder schaut missbilligend

Ihr letzter Kommentar "Du hast aber arg abgenommen"


Die Dame links spricht vom Glücklich sein und werden

Pastoralreferentin steht dort

Mein Wissen wird aktiviert

Ich schreibe alles auf was durch mich hindurch fließt


Viele sprechen davon was sie glücklich macht

Ich höre bestimmte Lebensmittel essen, die Enkelkinder sehen, etwas lernen...


Als ich ansetze zu sprechen merke ich bereits dass das was ich sage eine andere Energie hat

Es ist wie eine Entschuldigung als ich beginne mit "Ich weiss nicht ob das gerade passt..."


Ich spreche davon dass Glück doch bedingungslos sein sollte.

Und erzähle was ich gelernt habe...


Die Stille überwältigt mich immer wieder.

Ich höre die Gespräche eher wie einen fernen Zug.

Manchmal horche ich auf.


Ich merke dass ich irgendwie aus der Zeit gefallen bin.


Seit einigen Wochen erlebe ich mich völlig verändert.

Es sind irgendwie Prozesse...


Es verändert sich immer wieder etwas und ich habe keine Ahnung wohin.


Dabei war so etwas wie Existenzpanik.

Haltlosigkeit und Trauer.


Weil die Welt so fremd für mich ist

weiss ich nicht was ich in ihr soll.


Ich bin da.

Und vielleicht ergibt sich alles andere...

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