Sonntag, 18. September 2011

Väterchen Frost

Wir erstarren von Kälte
Du bist mir kein Trost

Ich such in der Weite

Du lässt mich los

Ich hörs in dir graben
Schneiden und brenn´
und unentwegt fragen;
warum

Ich starre von Kälte
Meine Haut wird ganz fahl
Mein Augenlicht flimmert
Das Lächeln gemalt

Ist wie von Eis unter eis
Und nicht zu unterscheiden
Es schneidet sich
Weiß
und kann nichts gleichen

Wie es schmückt
Und zugleich
Reisst

Väterchen Frost
Ich wag kaum zu fragen
Jahre oder Tage
Sie verändern sich nicht

Wie lang ich schon liege
Weiss ich nicht

Mein Herz schlägt von Sehnsucht
Eis zu Bruch

Leises brennen

Wer hält mich wach?

Väterchen Forst
Deine Hände sind Raureif

Meine Mutter
Schenkte mir
Augen und Licht

Mein Lächeln gemalt
Mein Herz biss es bricht

Väterchen Frost
Du bist so fern

Ich muss dich umarmen
Deine Kälte, deine Not
Meine Mutter
Wollte dass so

Ich friere bei dir
Kein Herz schlägt nach mir

Meine Mutter
Das Licht
Eist mich frei

Und du
brichst

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