Diese Worte werden im griechischen Text der Evangelien als Transkription der aramäischen Übersetzung des 22. Psalms (Ps 22,2 EU) im Evangelium nach Markus mit ελωι ελωι λαμμα σαβαχθανι eloi eloi lamma sabachthani beziehungsweise im Evangelium nach Matthäus mit ηλι ηλι λαμα σαβαχθανι eli eli lama sabachthani (eigentlich אֵלִי אֵלִי לְמָה שְׁבַקְתָּנִי ’eli, ’eli, lema schewaktani oder ܐܹܝܠ ܐܹܝܠ ܠܡܵܢܵܐ ܫܒܲܩܬܵܢܝ ’il, ’il, lmana schwaktan, im hebräischen Original des Psalms אֵלִ֣י אֵ֭לִי לָמָ֣ה עֲזַבְתָּ֑נִי ’eli, ’eli, lama ‘asawtani)
wiedergegeben, in dem Jesus den Klageruf eines von Gott verlassenen
Dieners aufgreift bzw. den Psalm als Sterbegebet spricht. Auf der einen
Seite wird dieser Ausspruch als Ausdruck von Jesu Verzweiflung
verstanden, der sich von Gott verlassen sieht: Nicht nur von seinen
Jüngern verlassen, auch von der Volksmenge und seinen Leidensgenossen
verhöhnt. Andererseits gilt dieser Ausruf als Beleg des vollkommenen –
leiblichen, seelischen wie geistlichen – Leidens, das Jesus auf sich
nahm. Der Psalm bringt aber später das tiefe Gottvertrauen des scheinbar
Verlassenen zum Ausdruck und folglich ebenso das tiefe Vertrauen Jesu
selbst in seiner größten Verzweiflung. Die Kirche sieht dies auch als
Erfüllung der im Buch Jesaja
(Kap. 53) geschilderten Sündenübernahme des unschuldigen Dieners
Gottes. Manche Auslegungen betonen statt des „von Gott Verlassenseins“
mehr das „Getrenntsein vom Vater“, also dass Jesus in diesem Moment von
seinem Vater getrennt war und dass darin sein eigentliches Leiden bestan
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