Donnerstag, 25. Februar 2021

 Die Wirkung der Meditation

Viele Menschen haben schon die heilsame und positive Wirkung von Meditation für Ihr Leben entdeckt.
Meditation ist eine Geistesschulung, bei der man ohne Ehrgeiz Ergebnisse erzielt, die das Leben positiv verändern. Mit Geduld, Vertrauen, Regelmässigkeit, Disziplin und Entschlossenheit ergeben sich die Resultate mit der Zeit von selbst.
Einige davon stellen wir heute vor.
1. Angst reduzieren
Mittlerweile ist durch die moderne Hirnforschung nachgewiesen, dass Meditation den Bereich im Gehirn verkleinert, der für Angst-/ und Stressreaktionen auslösend ist. Die Folge ist, dass wir weniger Angst empfinden.
2. sich selbst entdecken
Während der Meditation betrachtet man alle Vorgänge und Phänomene im Körper aus einer Beobachterposition, ohne zu werten. Gedanken, Gefühle, Geräusche, Körperempfindungen. Dadurch lernt man mit der Zeit, wie man „tickt“ und im speziellen wie Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen zusammenwirken. Darüber hinaus entwickelt man auch für den Alltag die Fähigkeit, Situationen, die immer wieder zu Belastungen führen, schneller wahrzunehmen und diese Situationen zu verändern, zu verlassen oder zu vermeiden.
3. Entspannen
Meditation ist keine Entspannungsübung. Dennoch kann Entspannung entstehen, wenn man nur das beobachtet, was ist. Mit Akzeptanz, Neugierde und Fürsorglichkeit. Wenn man schwierigen Gedanken und Gefühlen keinen zusätzlichen Widerstand entgegenbringt, kommen Körper und Geist zu Ruhe.
4. Grübelei durchbrechen
Durch die Beobachtung der Gedanken aus der Beobachterposition nimmt die Tendenz des Geistes ab, automatisch immer neue Gedanken rund um das gleiche Thema zu produzieren. Dadurch wird repetitives und diskursives Denken und Grübeln reduziert.
5. Gleichmut entwickeln
Schwierige Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen verlieren an Dynamik und Kraft, wenn man sie so annehmen kann, wie sie gerade sind. Der Geist entwickelt sich von Unruhe und Aufgewühltheit in Richtung Gleichmut und Gelassenheit.
6. Ins Jetzt kommen
Durch Meditation kommt man dort an, wo man sein ganzes Leben schon ist. Im Jetzt. Der Moment, in dem sich das Leben und unsere Erfahrung der Welt abspielt. Gedanken an Zukünftiges oder Vergangenes tragen einen immer weniger aus der Gegenwart fort.
7. innere Ruhe finden
Das vegetative Nervensystem kommt in die Balance zwischen Anspannung und Entspannung. Man entwickelt wieder ein Gefühl dafür, wie sich dieser „Nullpunkt“ anfühlt und kann die innere Ruhe genießen und kultivieren.
8. Konzentration trainieren
Unser Geist hat die Tendenz immer wieder abzuschweifen und sich in Gedanken zu verlieren oder die nächste Ablenkung zu suchen. Dadurch, dass man sich in der Meditation immer wieder auf die Beobachtung dessen konzentriert, was jetzt gerade ist, steigt die Konzentrationsfähigkeit. Auch dieser Effekt ist wissenschaftlich belegt und im Gehirn von Meditierenden messbar.
Entspannung und Gelassenheit sind trainierbar
Der Wechsel von Anspannung und Entspannung ist das Prinzip des Lebens. Sind diese zwei Grundkräfte in Balance, leben wir gesund und ausgeglichen. Auch im Leistungssport gilt das Prinzip: Je größer die Belastung, desto intensiver die Entspannung. Der Tag hat 1440 Minuten, aber wann herrscht wirklich Ruhe in unserem Kopf? Wenn es uns gelingt, nur ca. 1% täglich davon zurückzugewinnen, können Körper und Geist wieder in Balance kommen.
Denn die Fähigeit körperlich zu entspannen und geistig abzuschalten ist grundlegend zur Bewältigung von Belastungen. Entspannung und Meditation ist trainierbar. Regelmäßige Üben über drei, vier Monate ist wie so oft der Schlüssel zum Erfolg. Dann haben die meisten Menschen ihre Entspannungsfähigkeit so weit trainiert, damit sie diese auch vor und während schwieriger Situationen für sich gewinnbringend einsetzen können.
Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen die positiven gesundheitlichen Effekte durch Meditation und Achtsamkeitstainings. Der Abbau körperlicher Anspannungen und stressbedingter Beschwerden verbunden mit einem subjektiven Gefühl von mehr Wohlbefinden, Ruhe, Gelassenheit und Selbstsicherheit.
Meditation und Achtsamkeitstraining verändern Gehirn
Zahlreiche neurowissenschaftliche Studien belegen: regelmäßige Meditation bewirkt in mehreren Regionen des Gehirns positive Veränderungen. Die Achtsamkeitsmeditation führt zur stärkeren Vernetzung im präfrontale Cortex (situationsangemessene Handlungssteuerung), der Insula (emphatische Fähigkeiten) und dem Hippocampus (Erinnerungs- und Lernfähigkeit).
Mediation hat stressdämpfende und resilienzfördernde Wirkung und eine förderliche Wirkung auf unser Denken und Wohlbefinden. Bereits nach einem Training von 3 Monaten zeigen in Vergleichsstudien die Teilnehmenden eines Meditationstrainings positive psychische Veränderungen. Sie fühlen sich ausgeglichener, weniger stressempfindlich, konzentrierter und gelassener – nicht nur während der Mediation, sonder auch lange danach.
Zu den zahlreichen positiven Effekten zählen u.a.: Stärkung des Immunsystems, Senkung der Stresshormone, Cholesterinwerte und des Blutdrucks, erhöhte Konzentration des Neurotransmitters GABA (entspannend wirkender Botenstoff), Anregung der Produktion von Telomerase (verlangsamt Alterungsprozess), erhöhte Aufmerksamkeit (kräftige Oszillation im Bereich der Gamma-Wellen) und verstärktes Mitgefühl.
durch das schrumpfen der zellen der amygdala verspürt man weniger angst und emotionalen schmerz


(gefunden)




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