"Wie lange war ich fort?" fragte sie in den Spiegel
Das Bild darin lächelte nur.
"Und wohin werde ich gehn?
Diese Welt ist voll von tausend Schlössern
für die ich nur einen Schlüssel habe".
Einer klopfte an. Von innen.
Regen verlor sich auf ihrem Haar.
Eine Nachtigall war es nicht. Der Klang war bedrückend.
Ein Wimmern auch. Fremdartiger Duft lag in der Luft.
Leise Erinnerung an etwas Entferntes.
Etwas nicht spürbares aber immer näher kommendes.
Sowas wie Nebel?
Ja das war es auch.
Die Stimme war fort.
In ihrem Kopf ein leerer Ort.
Der Regen tanzte zu ihren Tränen.
Leise, stetig, fremd.
Aber ein Freund. Ja das muss ein Freund sein.
Im Nebel war der Duft verschwunden. Dafür weich, ganz weich
um ihre Schultern. Ein Sein. Ein Wesen. Etwas Gutes.
Auch der Regen wurde ein Freund.
Ein stiller neutraler. Aber da. Immer.
Wie ihre Tränen. Die Zeit verlor sich.
In einem Immer. Und sie war ganz mit sich allein.
Das Bedrohliche hob sich selbst auf.
Sah sich selbst an.
Und verschwand darin.
Sie seufzte tief.
Im Regen wie frisch geduscht
lief sie Nachhause.
Kuschelte sich zurück in ihr Bett und schlief ein.
Und über Nacht ward sie wie neu.
Wie das Vertrauen.
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