so lange Zeit wusste ich nicht was mit mir ist.
Ich war auf vielen Ebenen aktiv. Tausend Ideen in mir.
Innen - außen. Fast überall zugleich. Und dann noch sortieren.
Es fühlte sich an wie Chaos. Und zwar innen wie außen.
Extrem kreativ zwar mit vielen Ideen. Aber zu schambesetzt um jemanden in mein buntes Chaos einzuladen. Und das meine ich tatsächlich innen wie außen.
Also diagnostizierte ich mir ein schweres ADHS.
Relativ emotional war ich schon immer.
Dazu kam und verstärkte sich starker Bewegungsdrang und vermeintliche Konzentrationsschwierigkeiten.
Aber langsam dämmert es mir; vielleicht ist an mir in diesem Sinne gar nichts falsch.
Nicht so, wie ich oft dachte.
Ich bin einfach nur auf vielen Ebenen gleichzeitig. Ich kann mit Linearität manchmal nicht so viel anfangen und sie fällt mir schwer. Ich bin eher sprunghaft unterwegs und mache einiges parallel. Das ist mein "normal".
Meine kPTBS (eine komplexe Traumafolgestörung) drängte mich immer weiter vor
in eine art Geburtskanal (bildlich gesprochen). Eine Art Metamorphose.
Und wie sich immer weiter herauskristallisiert benötigt eine Erschütterung und Verletzung
auf allen Ebenen (Trauma) auch eine Heilung auf diesen allen.
Und genau das erscheint dann wie die Symptome die ich lange nicht verstand
weil ich dachte dass sie zu einer "Erkrankung" gehören.
Nein; das ist Heilung!
Meine persönliche Heilung.
Selbst mein Waschzwang beginnt in einem Licht von Sinn zu erscheinen.
Es ist meine Form mich von draußen aufgenommenen Energien (ich bin ein empathischer "Schwamm") zu reinigen. Und dann fühle ich mich wieder klarer und rein.
Ich gehe meist relativ neutral oder neugierig und offen aus dem Haus.
Und komme erschöpft, angespannt, ausgelaugt und manchmal auch genervt, nach Hause.
Bin ich nachts im Stadtpark bei den Bäumen bin ich klar und verbunden.
Auch wenn ich dann wieder Zuhause bin.
Das hat mich nachdenklich gemacht.
Ich hab mich so oft mit anderen Menschen verglichen.
Aber Hey, das hier ist meine persönliche Geschichte.
Es wär doch langweilig wenn sie nicht einzigartig wäre.
Und jeder denkt eh was er will. Da kann ich doch gleich ich sein :-)
und das tun was mich glücklich macht (solange ich dabei niemandem schade).
Ja so denke ich.
Ich habe eine gute Verbindung zu Bäumen und allgemein zur Natur.
Das ist immer wieder meine Rettung weil es lebendig ist und archaisch.
Und mich rückverbindet mit dem Sein, mit dem Kosmos und auch dem göttlichen
in mir und überall. Dann bin ich wieder verbunden und das ist wunderschön.
Und so friedlich.
Ein Baum sagte mir neulich;
Welchen größeren Lehrmeister gibt es als die Natur?
Leben und Tod sind ganz natürlich.
Es ist die Angst die am Leben behindert.
Ja und die Natur macht mich mutig.
Ich bim im Großen Ganzen angebunden.
Sag mir, vor was sollte ich Angst haben?
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