im Schmerz ist ein Vergessen wach
das leise wimmert, frägt
das sich nach allen Seiten räckt
und keiner es erträgt
säuseln kann der Wind alleine
die Bäume beugen sich vor ihm
die Wände zittern
der Wind atmet im Vergehen
die Welten gehen über
die Schafe klagen laut
und die Gebärdensprache ist das einzige das bleibt
weils keiner weiss
weils keiner wissen will
weils keiner kann
jeder rettet sich alleine
und alles ist Übergang
immer nur Übergang
und stellt sich selber fremd
.......
wenn du wach bist
möchte ich dich fragen
ich möchte an deinen Klagen
Bäume pflanzen
deine Wände neu tapezieren
bis du sie müd geworden bist
in deinen Hecken gehen Rosen auf
und alle rufen nur; Vergiss mein Nicht
und wenn der klagende Wind
und die Sonne zerrt an den Nerven
weil alles zuviel wird
dann will ich hier sein
.....
wir stehen alle wie wunderbar
nur dass keiner mehr an Wunder glaubt
wir atmen die Vergänglichkeit
nur das keiner vergänglich sein will
und alles schmückt sich
und fährt fort
und ich ergeb mich
jeden neuen Tag
.......
"so wie du es hier vorfindest"
und sie kämpft
und es lohnt sich
rufen die Geier
und warten auf ihren Tag
und sie kämpft
weil sie glaubt
dass es dann besser wird
die Sonne brüllt auch im Schatten
die Menschen sind wie fahle Geister
und selbst das Gras ist gelb
der Fluss zieht lange Schlieren
und wirkt matt und braun
ein Baum hat alles verloren
und ihr Lächeln hat alles müde
ein bisschen Wind noch im offenen Haar
ja der Himmel ist noch blau
aber matt ist die Welt geworden
und dreht sich weiter und weiter
und alles geht weiter
immer weiter
und immer so schnell
das sie kaum atmen kann
das sie kaum leben kann
- sie ist ausgestiegen
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