Mittwoch, 1. Dezember 2021

ich geh durch die Nacht

es schneit - es wird Winter

du stehst schon von weit

und ich erkenn dich

du wartest im Kalten

und hast mir Licht angemacht

und ich dank dir. Ich dank dir so sehr.

endlich ein Spiegel - endlich sehe ich mich

und ich sage nichts. Und bin bei dir

wir gehen durch Gänge - du brauchst irgendwas

wir lachen und scherzen - das soll nicht Sightseeing sein -sagst du

ich bin hier so selten und mit dir bin ich es gern

auf dem Weg bei den Bäumen, im Schnee, in der Nacht

bin ich irgendwie wieder angekommen

erst wollt ich noch sterben und jetzt bin ich da

du gehst an meiner Seite. es ist alles so selbstverständlich

dabei kennen wir uns kaum. Und kennen uns so alt

und ich erinner mich. Und ich erinner mich. Das ich dass schon kenn

und ich dachte es wiederholt sich nie mehr

erst wollt ich sterben. Und nun dreht die Erde die Richtung

einfach weil es dich gibt



....


mein Herz seuftzt

ich hör ihm wieder zu

mein Leben wird leicht

weil Leben mich ruft und lebt

und ist es im Schneesturm draußen in der Nacht

nichts kann von der Schönheit etwas nehmen


......


in deinen Augen ist es

müdes Suchen

ganz nah am Abgrund stehen

sich schon fallen sehn

wer hätte das gedacht

das es soweit kommen kann

es war haarscharf

mein tiefster Schmerz ist mein größtes Glück

und du erinnerst mich du erinnerst mich

du musst nicht mal was tun

und ich erwarte nichts eigentlich

weil da etwas selbstverständliches ist

das ich nicht in Worte kleiden kann

weil es vielleicht 

nicht von dieser Welt ist

es ist erwartungsfrei

etwas so neues.- altes

danke


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