Samstag, 25. Dezember 2021

"Komm nach Haus" flüstert sie.

Seine Seele hält sich an den müden Ästen eines Baumes fest.

So zwischen der Welt muss es wunderbar sein.

Aber keiner weiss es. Keiner hat die Welt je gesehn.

Sie frägt noch einmal nach morgen und wartet in der Stille.

Ein Gebet schleicht um die Häuser.

Der Wind hält Nachtwache.

Keiner ist da der das Feuer schürt.

Leise geht es aus.

Es knackt im Unterholz. Ein kleiner Fuchs sucht nach etwas Verlorenem.

Dahinter ist Wald. Groß dunkel und alt.

Irgendwo ist Tanz. 

Elfen im Mondschein. Eine ferne Lichtung. 

Im Nebel sieht alles anders aus.

Sie setzt sich auf einen Baumstamm der über dem Weg liegt.

Maroder alter Duft steigt in ihre Nase und in ihr Gedächtnis.

Er ist nicht soviel anders als dies; und sie erklärt sich selbst das Leben.

Werden und Vergehn.

Im Dorf hinter der Tanne beginnen verhaltene Kirchenglocken zu läuten.

Die Elfen tanzen noch immer. Schemenhaft zwar aber leuchtend und frei.

Sie muss tief atmen. Seine Seele ist frei.

War ein Mensch je freier in ihrem Raum?

Sie vernimmt das Lachen der Elfen. So von innen heraus frei.

Die Zeit kapituliert an den Enden.

Sie lauscht dem Endlichen das sich ergibt und sich dem Unendlichen frei gibt. Es übernimmt die Regie in eine göttliche Richtung.

Komplett frei. 

Sie steht auf und beginnt zu tanzen. 

Schwerelos frei.

Ah ho! Großer Geist in allem.



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