Dienstag, 22. März 2022

hunderttausend gesagtes, ungesagtes

hunderttausend meinungen, bedüfnisse, interessen, sichtweisen, gewohnheiten

unvereinbahr

hunderttausend pflichten

im chaos zerfallen zu fragmenten

spuren im sand

und für mich nicht sichtbar

menschen wechseln

wie gesichter die sich verändern

aber alles bleibt

wie ein chaos 

hunderttausend gespräche

augenkontakte

hunderttausendmal lächeln

hunderttausendmal schritte

hunderttausendmal sympathie für mich


und ich bin so allein


hunderttausend worte über mich

mich zu beschreiben, dir

keines kommt an

immer jemand anderes

dort und hier

du in mir

wir wechseln

das gespräch verliert sich


kann gespräch nur echt sein

wenn wir die sterne berühren?


dort 

ist alles echt


keiner sieht mit mir die sterne an

und nimmt mich am feuer in den arm

kein kuss auf meine stirn

der echt ist

keine verbindung

von herz zu herz

das bleibt

bis in eine ewigkeit


ich in der welt

die so wechselt

wie ich wechsel

und alles verliert sich

alles verliert sich

hier und dort


hände die greifen

um sich zu verlieren

herzen die mich meinen

ohne mich zu halten

oder zu wollen


worte wie hülsen

blicke wie tonlos


wechselhafte gestalten

lachen und weinen

für mich allein


weil nichts echt ist

weil hier nichts echt ist


weil keiner mich sieht

wie ich wirklich bin


so greift die sehnsucht 

ins außen

und öffnet alles

was ich habe

und läuft immer und immer wieder gefahr

zu ertrinken

im chaos der welt


so greift die sehnsucht

in jede hoffnung

wenn augen 

mich sehen


und mein herz

läuft voraus

und prüft

und sehnt

und wartet


wie ein retter

da muss doch jemand

sein

der uns kennt


oder zumindest weiss

was wir meinen


eine der den selben

stern bewohnt


einer

so

hier

wir


du

ich


das 


kann dann

leben sein

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Wir stehen angelehnt an den Pfeilern und sehen die Schiffe sinken und wie Sterne winken. Irgendwie so und irgendwie dort kann man ja kaum un...