die Anwesenheit einer Katze
Du, Katze, die du in den Raum gezeichnet
und an uns Fragen stellst
die sich katapultieren
wo unser Herz schlägt
du anschmiegsame Zeitgenossen
du ins Bild gelebtes Wesen
du geheimnisvolle Anvertraute
auf deinen leisen Pfoten
aber vorallem;
in diese Nacht gemalt
die aus einzelnen verlorenen Gestalten bestand
ein Gähnen, ein müde auf den Bus warten
eine Gruppe noch wacherer Männer, mit Essenstüten
die schwachen Lichter am Busbahnhof
Kaugummi auf den Kacheln
ich mit Freude weil Musik auf den Ohren
aber Müdigkeit in den Knochen und mein Kopf will heim
du streichst um unsere Beine
wie als wären wir deine Anvertrauten
dein Blick ist klar und direkt auf mich gerichtet
wärend deine Pfoten zu mir gehen
die Nacht hat eine Gefährtin
eine gestreifte sanfte, rothaarige
eine die schnurrt wenn man sie streichelt
und eine die großen Hunger hat
Abwehr in den Blicken der Wartenten
oder große Freude
bei deiner Sichtung
manche bücken sich zu dir, gespannt
andere halte die Hände dir hin
ein Mann auf der Bank schaut missmutig
die Männer mit den Essenstüten sind in ihre Unterhaltung vertieft
ich schaue und staune
und staune und schaue dich an
alles ist so... verbunden
ich gehe in dich über und du in mich
wir sind zwei und eins gleichzeitig
es gibt nichts das anders sein müsste
und ich staune und ich streichle dich kurz
und ich gehe zum einfahrenden Bus
und schaue aus dem Fenster dich noch an
wie du dich setzt und dich putzt
und alles ist so wie es ist
lebendig, ein Standbild, eine Wandlung, ein Leben
ich weiss nicht
die Anwesenheit einer Katze
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