"Die Welt ist völlig verrückt"
Mara liegt an meiner Seite und sinniert.
"Das eigentliche Leben verfällt. Die Gesellschaft lebt daran vorbei
und nennt das normal".
Wir schweigen.
"Ich möchte mich behalten".
Wir lächeln beide.
"Es ist ein System das ausbeutet" merke ich an.
"Es geht nicht um dein Potential. Das liegt ungeachtet irgendwo.
Es interessiert niemanden. Du darfst nicht lernen was dich interessiert,
du sollst lernen was vorgegeben wird"
"Fremdbestimmung" merkt Mara an.
Mich fröstelt es und ziehe die Decke enger an mich heran.
Ich erinnere mich an die Stimmung in der Stadt.
An die vielen müden und angestrengten Gesichter.
Vorallem erinnere ich mich an das was ich vermisse;
die Seele in den Augen der Erwachsenen, die leuchtet
und staunt und begeistert ist. Für die das Leben ein unerklärliches
Wunder ist. So wie es noch die Kinder erleben.
Es ist verloren gegangen.
Ich lehne mich an Mara und seuftze.
"Fast niemand scheint irgendwas verantworten zu wollen
dass in ihm brennt und sich sehnt. Alle warten auf ...
deshalb ist das ganze so zäh und mühsam.
Vorallem neue Ideen in die Welt zu bringen und zu etablieren"
"Die Türen zur Welt gehen nach innen auf"
erinnert mich Mara.
Wir schauen mit verklärtem Blick aus dem Fenster.
Andersartigkeit ist kein Fehler, merke ich schlagartig.
Es belebt die Monotonie der Welt und ist doch so erfrischend.
Wir brauchen das. Es ist wie Sauerstoff.
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