Freitag, 20. September 2024

Posttraumatische Belastungsstörung

Der feindliche Geschmack von Welt.

Die Welt die ich erlebe ist nicht die deine.

Hier bei mir ist Krieg.

Die Bomben fallen, Menschen schreien, jeder empfindet Qual

und ich bin nie sicher, niemals sicher. Es gibt keine Zuflucht.

Es ist kalt. Auch im Sommer. Und ich kämpfe ganz allein.

Manchmal, ganz kurz, kann ich euch sehen... und sehe es passiert nur das gewohnte Alltagsleben. Es ist alles gut. Ich atme tief an..

aber bald darauf geht es wieder weiter...

Weil ich es nicht anhalten kann...

Da sind zwei Welten... 

Ich fühle mich wie ein Soldat. Ich muss alles zu meinem Schutz einsetzen dass mir möglich ist. Ich greife in mein Repertoire.

Mein Repertoire besteht aus Fluchtimpulsen, Angriff als Verteidigung, Vermeidung, Erstarrung und Abspaltung.

Irgendwie am Leben bleiben. Und manchmal nicht einmal das.

Manchmal wendet sich das Blatt. Und etwas kämpft in mir gegen mich.

Ich habe den Wunsch nach Frieden.

Manchmal drängt es mich zum letzten mir möglichen Schritt...

Die Welt hat eine verzerrte Grimasse die höhnisch und vernichtend auf mich schaut. Alles ist Feind. Die Geräusche sind feindlich, die Gerüche sind es und die Menschen nicht einschätzbar. Lieber bleibe ich fern.

Durch meinen Körper schießt Adrenalin. 

Ich bin mir so wenig klar darüber dass das alles wahrscheinlich nur in meinem Kopf statt findet. Das die Realität für alle anderen Menschen eine ganz andere sein kann.

Ich kämpfe und sterbe an mir.

Meine Welt geißelt mich. Lacht mich aus, spuckt mich aus

in den Dreck der Straße. Sie foltert mich still und heimlich.

Lässt mich nie zur Ruhe kommen. Sie macht ein lebendiges glückliches Leben völlig unmöglich. Und so erlebe ich die Menschen wie groteske Fremde wenn sie lachen. Wenn sie sagen sie freuen sich. Ich kann sie nicht verstehen. Habe ihre Sprache nicht gelernt. Denn für mich 

ist immer noch Krieg.




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