Donnerstag, 1. April 2010

es gibt berufe die ich einfach toll finde.
es gibt menschen die für mich eine wundervolle ausstrahlung haben.

es gibt dinge die ich auch gerne hätte und leben würde,
aber vermutlich nie leben werde.

bspw würde ich so gerne musik machen.
in einer band singen und (wieder) auftreten.

aber ich hab das was man dafür braucht nicht.
im ersten moment tut mir diese erkenntnis sehr weh
denn ich hab diesbezüglich eine starke sehnsucht.


was ich meine ist dass mir das grundgefühl für die menschen und die welt, auch mich, fehlt. eine art selbstverständnis die ich schon als kind an anderen bewundert habe und nicht verstand weshalb ich sie nicht auch habe.


gleichaltrige beschäftigten meist immer mit ganz anderen sachen als ich,
oder weniger intensiv mit den dingen mit denen ich mich beschäftigte.

bis heute komme ich mit gleichaltrigen nicht klar.
und meide sie. bzw sie mit mir nicht.

jetzt ahne ich weshalb das alles so ist;


ich beschäftigte mich bereits früh mit meiner psyche, der welt, den menschen
und der beziehung in der wir zueiander stehen.

nicht weil mir das spaß macht.
und nicht unbedingt weil es mich so unglaublich interessiert.
zumindest nicht in dieser tagesausfüllenden intensität über jahre.

meine schwester sagt dann häufig zu mir;
geh doch mal ein eis essen. da hast du mehr davon.

sich versteht mich nicht.
und auf ihre weise hat sie recht mit dieser aussage.

aber sie ist nicht ich.
wurde, obwohl sie meine schwester ist, anders erzogen
(meine eltern sind da sehr flexibel ^^) und hat andere
dinge erlebt als ich bzw dinge die ich erlebt habe hat sie
nie erlebt. und desweiteren bin ich sehr viel
empfindsamer als sie es ist. ich denke deshalb
gehen mir viele dinge auch tiefer als ihr und verletzen
mich folglich auch tiefer.


jedenfalls fehlt mir diese bedingungslose liebe bzw mir ist es bewusst
(ich weiss nicht wie es meiner schwester geht. was sie vermisst...
sie macht lieber party und denkt nicht gerne in der form nach wie ich)

ich bin nicht verwurzelt mit mir, der welt, den menschen.
muss mir meinen platz immer wieder (ins bewusstsein) erkämpfen.

ich bin nicht selbstverständlich geliebt und gewollt.
habe kein "du bist ok" im innersten mit dem ich in die welt losgelassen wurde.

einfach keine selbstverständlichkeit in eigentlich allen dingen.


aber viele andere menschen erscheinen mir oft so "selbstverständlich"
in dem was sie tun. natürlich tragen viele masken und man kann mich auch täuschen. aber ich frag auch gerne nach und gehe ins gespräch.

über das über welches ich mir gedanken mache
lachen manche tatsächlich. die meisten verstehen das nicht.


ich muss mir mein grundgerüst erarbeiten.
anderer haben das einfach mitbekommen.

im grunde habe ich keine wahl.
denn ohne dieses gerüst kann ich nicht leben.
es ist existenziell.

deshalb ist mein leben immer ein kampf.

wenn man mir den raum und die zeit dafür
nimmt reagiere ich agressiv.
ich bin zuweilen leicht beeinflussbar,
weil mein gerüst noch nicht steht
und wenn ich mich wieder verliere tut
das verdammt weh, denn es gibt außerdem
niemand der mich wieder zu mir zurück führen wird und kann.

alle sind in ihrem ego (was ganz normal ist).
ich denke i.d.r meinen es menschen gut wenn sie helfen wollen.

aber sie gehen (logischer weise) immer von sich aus.
i.d.r verlieren sich andere nicht in mir (viele können mich
noch nichtmal fühlen) und selbst wenn sich manche in
mir verlieren würde das nicht auf dauer sein.
sie würden beginnen daran zu leiden.

meine betreuerin ist ein kleiner engel (♥)
(um nur einen in meinem leben zu nennen )
denn sie versucht tatsächlich ihr ego beiseite zu schieben
und mir zu mir zu helfen. bspw mit fragen danach
was ich brauche, mir gut tun würde. mir lange zuhört
und mich sein lässt. auf meinen weg hinweist wenn ich
ihn verliere. ... sie möchte das ich zu mir finde
und deshalb kommt sie zu mir)



und zurück zum roten faden ();

ich habe diese selbstverständliche sicherheit nicht
im und mit dem leben. andere leben
ich denke erst über das leben nach.

weil ich nicht leben kann wie andere
auch wenn ich es möchte.

sängerin in einer band zu sein ist deshalb gewiss
nicht meine berufung (zumindest jetzt nicht).

auch wenn ich es jetzt gerne so hätte.
auch einfach weil es mich glücklich macht.
ich aber manchmal nicht so weit denken kann
das es mich auf dauer ziemlich sicher nicht glücklich machen würde
weil ich noch gar nicht im leben verwurzelt bin
und deshalb immer woanders bin als die anderen.

- bei mir und am basteln ()


ich kann mich aufregen und das alles ungerecht finden.
ich kann aber auch daran glauben das ich meine berufung und bestimmung
später finden werde bzw sie mich und mich weiter in mein basteln vertiefen.

wenn ich jetzt den glauben aufgebe tu ich mir selbst keinen gefallen.

jedoch empfinde ich es als hohe kunst über so lange zeit
den glauben und die hoffnung aufrecht zu erhalten.

im meer zu schimmen ohne land auf sicht
und überhaupt zu wissen ob land existiert.


die erfahrung aber lehrt mich (uns?) das es immer irgendwie weiter geht.
und allein die tatsache dessen das ich auf einem weg bin,
das ich also schritte gehe und dinge hinter mir lasse,
das sich etwas verändert, das ich eine vergangenheit habe.
eine vergangenheit an "alten" dingen die ich nicht mehr brauche
und aus denen ich gelernt habe...
das ich mich also immer weiter entwickle
hält meine hoffnung und meinen glauben aufrecht.



an alle die diesen weg gehen/gehen müssen;
viel licht um zu sehen
(die augen müssen sich nicht zwangsweise an das dunkel gewöhnen...)
und auch mal die möglichkeit die augen zu verbinden
um blind tanzen zu können. ( - insider ^^)

der weg mag hart sein.
aber vergiss nicht auch mal alles loszulassen
(in einem rahmen den du bestimmst) und einfach
zu leben
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Wir stehen angelehnt an den Pfeilern und sehen die Schiffe sinken und wie Sterne winken. Irgendwie so und irgendwie dort kann man ja kaum un...