Montag, 23. Juli 2012

fast schmerzhafter ist die einsicht
sich selbst einsam zu machen
als einsam zu sein


ich hab alles verschwechselt
das leben mit dem tod


ich wartete darauf
ohne worte erkannt zu werden
und hab erst jetzt gefühlt
hier ist es anders


auf der erde
die menschen....


mein freund und ich
waren nicht von dieser welt
und sind es nicht


nur wissendes fühlen


ich wage die nähe noch nicht
der körper beengend
seine funktionen, reaktionen und sein geruch


es fällt mir schwer
hier zu sein


die menschen
in jedem ist dunkelheit


vielleicht bin ich berührbarer
vielleicht bin ich durchlässiger


wie soll ich mich schützen?


ich spinne mich in mein kokon
aus einsamkeit


und diese schmerzt


denn ich weiss,
es könnte anders sein


aber wie?


alles beamt mich weg
laufen ist wie fliegen
sehen wie röntgen
geht durch alles durch
und sieht
immer sieht
viel
so viel


wo fängt meine verantwortung an?


ist der sehende, der wissende, verantwortlich?


wird die verantwortung geringer mit verbundenen augen?


und was ist mit der schuld?


ich fühle ihre bilder, ihre gedanken, ihre gefühle


ich blinzle mehrmals
ändere die energien


mein sexualchakra ist geschlossen
so gut es eben geht


aber ich fühle angriffe darauf


mein körper ist gelähmt
ich bin darin gefangen


ich kann ihn nicht annehmen


nur mich wegbeamen


würden sie mich sehn würde ich sie anschauen?


blicke in die augen können einsamkeit mildern


wann kommt er wieder, mein freund?
lässt er mich allein hier?,


wie soll ich leben ohne verbündeten?
ohne mich erkennenden?
ohne herz und ohne spiegel?


wie leben ohne zuhause?


und ohne liebe?

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

wichtige Gedanken und Fragen, finde ich. Ich finde, dass außerhalb der Einsamkeit nicht alles schlecht ist.
Wärmende Grüße
Matthias

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