Freitag, 26. November 2021

die kalten herzen liegen bar

ich hab sie kommen sehn

zählen zahlen daten fakten

haben mensch-sein übersehn

und hier bin ich

in all meinen tränen

flehe zu gott und den bäumen

zu sterne und mond

so weich bin ich

zwischen all den mauern und beton

was soll ich atmen

sie töten die natur

maschinen und versklavung

und geld regiert die welt

ich weiss nicht mehr ich weiss nichts mehr

ich bin hier ganz allein

ich suche dein heim auf

und du bist nicht zuhaus

ich warte im dunkeln

und denke; gleich bist du da

und hier steh ich seid stunden

und mein herz hofft immer noch

sterne stehn schon am himmel

die nachbarn haben licht

sie essen und lachen

aber du bist es nicht

und ich steh hier - stunden?

warte auf dich

gleich kommst du

gleich kommst du

bestimmt

meine tränen sind still

meine seele will schreien

mein mund zittert

ich verbiete ihm den laut

die menschen funktionieren hier so tadellos

wir fallen nur auf

unter all den maschinen

finde ich kein zuhaus

bist du in den sternen?

oder bist du im mond?

an unseren orten suche ich dich

ich wandle ruhelos durch straßen und wälder

irgendwo musst du doch sein

die menschen werden mir so fremd

du warst mit mir im anders-sein

keiner verstehts der den schmerz nicht kennt

und wer hat schon den mut und schaut sich ehrlich selber an?

wir warens, wir warn auf dem weg

zu uns selbst

wie haben wir gesagt;

wer in die welt nicht zu passen scheint

ist nahe dran sich selbst zu finden

und jetzt warte ich hier

fassungslos

und ich flüstere mir selbst zu;

gleich bist du da



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