Mittwoch, 19. Mai 2010

Ode an ein Zerwürfnis

Sich in die Ferne stürzen, hat sie noch gesagt
Und hält die Hände fest an seinen Sinnen

Wie ertrinken, hat sie noch gesagt
Und immer fort ein neues finden

Es gewinnt das Wort

Er spricht nicht mehr
Er gibt sich auf im Sterben

Und hält die ihren Hände fort und fort

Im Leiden bleiben seine Blicke glasig
Es beben seine Lippen
Vergebens erwartet sie das Wort

Ach

Stille die sich drängt
In Raum und Raum

Und alles einvernimmt
Und kaum wie Traum

Da dass es sich entrinnt
Wie Sand zwischen den Fingern

Lieben sagten sie

In ihrem Herz
Hört sie ein leises Krachen

Was da war ist schon
Im Zerbersten
Unweigerlich verloren

Sie hält es hin

Das offene Gesicht

Und schweigt
Und bittet Gott
Dass er sie höre

Noch einmal
Das sie einen Mensch verliert

Noch einmal
Das ihr Herz erzittert
Und etwas leise sterben geht

Noch einmal Bruch erleben
Noch einmal Ohnmacht
Und Verlust

Wie lange wohl noch
Sie diese Sinne trügen

Durch die Welt
Die Wellengang nur kennt

Und aufgibt
Und sich niederwirft
In schäumende Gischt

Käme auch ihr Schmerz zum erliegen

  Leben nach dem Tod Diana Markus   · 4 S t d .   · Am Ende kehrt jeder Tropfen(Seele) in den Ursprung zurück. Das universelle Gesetz, das ...