ich bin überlebende der psychatrie
ich hatte mich anfang 2009 zurück gezogen um zu meditieren
und mein bewusstsein zu entwickeln und zu schulen.
dadurch hatte ich eine erleuchtungserfahrung und ab da an ging es mir psychisch sehr gut.
ein paar tage später wurde ich wegen nicht normgetreuen verhaltens in die psychatrie zwangseingewiesen
und richterlich untergebracht. hier ist die frage was verhätnismäßig gewesen wäre...
die ärzte behaupten LSD in meinem Urin gefunden zu haben
ohne das ich jemals LSD (oder sonstige illegale drogen) zu mir genommen habe.
außerdem behaupten sie dass es mir sehr schlecht ging als ich in die Psychatrie kam.
und das ist nicht wahr.
als der richterliche beschluss vorlag wurde mir regelmäßig Haldol i.v. gegeben sowie eine hohe Dosis Lorazepam.
so gesehen haben die Ärzte mich innerlich ausgelöscht, zum Roboter gemacht und von Lorazepam abhängig.
und das klage ich an!
ich konnte nicht mehr schreiben, sprechen, denken und laufen. außerdem aß ich tagelange nichts mehr
und dies interessierte außer eine liebe mitpatientin niemanden.
ich war nicht mehr ich selbst was ich als sehr erschreckend und ängstigend erlebte.
ich fühlte mich wie gefangen und unfähig etwas dagegen zu tun.
das schlimmste für mich aber war eine imense quälende unruhe und damit verbunden starke ängste.
meine geist war unkontrollierbar geworden und ich war diesem zustand ausgeliefert. ich konnte nicht mehr kommunizieren. ich war von meiner intuition und gewissermaßen von gott getrennt und lebte monatelang in einer quälenden dunkelheit.
ich hatte das gefühl zur zerfließen, haltlos zu sein. ich konnte nicht alleine stehen. benötigte halt und ständigen körperkontakt den mir niemand geben konnte.
schließlich wurde es für mich unerträglich. ich hatte drängende suizidgedanken und gefangen in einem körper ohne klaren geist ging ich los um mein leben zu beenden.
aber ich lebe noch.
ein einfühlsamer krankenpfleger hatte offenbar gespürt was ich vor hatte, rief mich auf dem handy an und sagte "kommen sie bitte zurück. wir haben etwas das ihnen helfen kann".
dann wurde ich auf leponex umgestellt und mir ging es viel besser.
die wirkliche wende kam aber erst eines anderen tages;
ich erwachte morgens und an meinem bett saß eine besorgte krankenschwester.
sie sagte ich habe einen epileptischen anfall gehabt.
ab da an waren die quälende unruhe und
ängste verschwunden.
nach der zeit der psychatrie (ich war dort ca 6 monate) wurde ich durch einen im ort
ansässigen psychater betreut und weiter mit medikamenten, in der hoffnung der heilung, "versorgt".
in meinem fall waren dies leponex, abilify und sertralin
ich litt jedoch weiterhin an starken täglichen dissoziationen, sozialer phobie, geächtnisproblemen und stimmungsschwankungen die ich mir nicht erklären konnte.
mein geist fühlte sich benebelt an und mein bewusstsein gedämpft.
ich nahm insgesamt 30 kg zu. am liebsten aß und schlaf ich.
und konnte mich weder geistig noch spirituell wirklich weiterentwickeln bis ich die medikamente reduzierte.
vor 11 tagen habe ich alle medikamente nach und nach eigenverantwortlich abgesetzt.
dissoziationen und soziale ängste sind verschwunden.
außerdem kann ich wieder klarer denken und fühlen.
mein gedächtnis und erinnerungsvermögen ist nahezu wie voher.
ich kann mich besser konzentrieren und vorallem;
spirituell weiter entwickeln.
ich hab die kontrolle über meine innerpsychischen vorgänge wieder
bzw ich arbeite daran und habe nun die chance wirklich an mir
und meiner bewusstwerdung zu arbeiten.
und dafür danke ich gott und alle die an mich glauben
ich möchte damit nicht sagen dass jeder sofort seine psychopharmaka absetzen sollte. denn ohne an sich zu arbeiten nehme ich an das eine heilung schwierig ist. aber es ist möglich!
lasst euch nicht einreden ihr wärt unheilbar psychisch krank.
und vorallem; gebt euch bitte nicht auf.
der letzte tag ist noch nicht gekommen.
und hoffnung stirbt zuletzt.
ich möchte noch anfügen dass mein psyachter einen ärztlichen befundbericht für die rentenversicherung ausfüllen musste.
ich hab die kopie davon vorliegen. als ich ihn fragte weshalb
er bei "jetzige beschwerden" "akust. Halluzinationen" reinschrieb meinte er zu mir "ich muss ja was schreiben damit sie die rente bekommen". ich hab die rente nun aus anderen gründen bekommen. aber diese lüge hätte er sich sparen können.
ärztliche berichte muss ich immer diversen ämtern schicken.
dann stehe ich nun also da als "psychotikerin" auf grund einer lüge????
warum gibt es für uns keine Lobby?
bleibt kritisch
ich weiss, kritische geister sind unbequem.
aber wohin käme die welt ohne uns?
nicht der diktator ist die eigentliche gefahr sondern die herde.
"und eine behandlung ist nur eine behandlung wenn sie freiwillig geschieht"
http://mut-zum-anderssein.de/PDF/Den_Verstand_verlieren.pdf
5 Kommentare:
Zum link komm ich leider nicht.
Aber ich möchte dich auf auf deinem Weg bestärken, wenn ich darf und kann. Denn ich denke, es gibt Menschen, die an dich glauben!
Und ich finde den Schritt von dir richtig und gut (was aber nicht jeder kann... )
Ich freu mich mit dir mit und grüße dich freundlich
Matthias
danke lieber matthias.
welchen schritt findest du richtig und gut?
von zu vielen Medis wieder weg zu kommen... denn auch das ist eine Abhängigkeit.
hm... ich denke es ist manchmal nötig sie zu nehmen und manchmal bequemer.
wenn man sich davon abhängig machen lässt....
ich strebe auch auf grund meines naturell sofern mir möglich immer zu autonomie und somit unabhängigkeit
jedem das seine natürlich
aber ich finde es sehr schade wenn menschen ihr potenzial nicht leben und in einem sumpf aus psychopharmaka enden
denn das muss nicht sein
es deckelt nur das ur-problem
deine gedanken zu meinen gedanken sind immer herzlich willkommen lieber matthias
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